Allgemeine und politische Weiterbildung

Die allgemeine und politische Weiterbildung fällt in den Zuständigkeitsbereich der Bundesländern. In den jeweiligen Landesgesetzen ist geregelt, welche Träger der Erwachsenenbildung von den Bundesländern gefördert werden. Die Förderung durch die Bundesländer ist seit Jahren rückläufig.

Die wichtigsten Trägerzusammenschlüsse veröffentlichen ihre Daten regelmäßig in einer Weiterbildungsstatistik, die auf der Homepage des Deutschen Instituts für Erwachsenenbildung abrufbar ist.



Bayerischer Landtag beschließt neues Erwachsenenbildungs-Förderungsgesetz

(23.07.2018) Die Bayern haben ein neues Erwachsenenbildungs-Förderungsgesetz beschlossen. Mit allen vier gegenwärtig im Landtag vertretenen Parteien, wie alle stolz berichten. „Aufgrund des umfassenden Reformbedarfs“ hätte es eine Änderung des alten Gesetzes nicht mehr gebracht, so die Antragsteller. Doch warum gleich ein neues Gesetz?

Das alte Gesetz hatte durch den Landesrechnungshof 2014 ziemlich Schiffbruch erlitten. „Auf der Grundlage dieser Prüfungen verloren drei Träger auf Landesebene die für die EbFöG-Förderung notwendige staatliche Anerkennung mit der Folge, dass derzeit neben den Volkshochschulen lediglich zwei weitere Landesorganisationen sowie das Bildungswerk des Bayerischen Bauernverbandes gefördert werden können. Im Hinblick auf die Pluralität der Erwachsenenbildungsträger besteht hier weiterer Verbesserungsbedarf“, so die Begründung des Gesetzes (Drucksache 17/22597). Mit den neuen Definitionen im Gesetz dürfen jetzt mehr Träger gefördert werden.

Und um zu zeigen, dass selbst der Bayerische Landtag die hohe Bedeutung der Weiterbildung erkannt hat, wird die Fördersumme in vier Schritten insgesamt um 20 Millionen Euro jährlich angehoben. Allerdings stehen den Trägern gegenwärtig bei einem Landeshaushalt von fast 61 Milliarden Euro lediglich knapp 20 Millionen Euro zu Verfügung. Das entspricht etwa 1,50 Euro je Einwohner oder 0,3 Promille des Landeshaushalts. Da ist noch viel Luft nach oben.

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Volkshochschulen führen besonders viele Deutschkurse durch

(27.12.2017) Die Volkshochschulen haben 2016 deutlich mehr Kurse durchgeführt als 2015. Deutschkurse für Geflüchtete haben das Geschäft mächtig angetrieben. Alle Sprachkurse zusammen machen 54 Prozent der durchgeführten Veranstaltungen aus. Mit 5,9 Millionen Stunden entfallen gut 60 Prozent der Kursstunden im Sprachenbereich auf Deutschkurse – 1,5 Millionen mehr als 2015. Das geht aus der neuen Volkshochschulstatistik des Deutschen Instituts für Erwachsenenbildung (DIE) für 2016 hervor.

Das Finanzvolumen stieg 2016 um 14,9 Prozent auf rd. 1,3 Mrd. Euro. An Bedeutung gewonnen hat vor allem die Finanzgruppe der „anderen Einnahmen“ und hier besonders die der Bundesmittel, die 2016 um 119 Prozent auf 150 Mio. Euro wuchsen. In diesen Zahlen sind auch die Mittel des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge für Integrationskurse enthalten. Im Gegenzug fällt der Anteil der Teilnahmegebühren am Finanzvolumen um 2,6 Prozent auf rund 38 Prozent.

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Wahlprüfsteine zur Bundestagswahl 2017 - Gute Weiterbildungspolitik ante portas?

(13.09.2017) Der Deutsche Volkshochschulverband (DVV) hat die im Bundestag vertretenen Parteien 18 Fragen zu weiterbildungsrelevanten Themen gestellt. Offensichtlicht wollte der DVV sich von der AFD abgrenzen. Darum stellte er die Fragen „nur“ an die im Bundestag vertretenen Parteien und verzichtete dabei auf Antworten der FDP. Dumm, denn die FDP schwingt sich gerade zur „Bildungspartei“ auf und genau deren Antworten wären interessant gewesen.

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Volkshochschulen fordern mehr Geld für Alphabetisierung

(13.09.2017) Der Deutsche Volkshochschulverband (DVV) beklagt die anhaltend hohe Zahl von funktionalen Analphabeten in Deutschland. 14,5 Prozent der Bevölkerung oder 7,5 Millionen Erwerbsfähige können kaum lesen und schreiben. "Ohne eine kraftvolle Bildungsoffensive von Bund, Ländern und Gemeinden wird dieser beschämende Umstand noch Jahrzehnte fortbestehen", sagt Ulrich Aengenvoort, Direktor des Deutschen Volkshochschul-Verbandes.

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