Allgemeine und politische Weiterbildung

Die allgemeine und politische Weiterbildung fällt in den Zuständigkeitsbereich der Bundesländern. In den jeweiligen Landesgesetzen ist geregelt, welche Träger der Erwachsenenbildung von den Bundesländern gefördert werden. Die Förderung durch die Bundesländer ist seit Jahren rückläufig.

Die wichtigsten Trägerzusammenschlüsse veröffentlichen ihre Daten regelmäßig in einer Weiterbildungsstatistik, die auf der Homepage des Deutschen Instituts für Erwachsenenbildung abrufbar ist.



„Beteiligung am Bildungsurlaub erhöhen“

(14.07.2017) In ihrer Sitzung am 21.04.2016 hat die Bremische Bürgerschaft (Landtag) den Antrag der Fraktionen der SPD und Bündnis 90/DIE GRÜNEN „Beteiligung am Bildungsurlaub erhöhen“ vom 21.01.2016 beschlossen. Der Senat hat den Beschluss zur Kenntnis genommen und ihn zur weiteren Veranlassung an die Senatorin für Kinder und Bildung überwiesen.

Inzwischen liegt der Bericht der Senatorin vor. Aufgrund des Berichts sieht der Senat dringenden Bedarf, das Gesetz an zwei Stellen zu ändern. Der Titel soll von „Bildungsurlaub“ in „Bildungszeit“ geändert werden. Der alte Begriff würde mit Freizeitcharakter verbunden, „um den es im Bildungsurlaub nicht geht“. Lernen ist halt eine ernste Angelegenheit! Zudem müsse das Ziel der Bildungsmaßnahme deutlich hervorgehoben werden. Die Teilnehmer*innen sollten nach der Bildungsmaßnahme einen „Zuwachs an Kompetenzen“ erfahren haben, der einen „attraktiven Mehrwert“ darstelle. Sowohl der Antrag wie auch die Teilnahmebescheinigungen sollen zukünftig die zu „erwerbenden Kompetenzen ausweisen“.

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Sprachförderung und Integrationsmaßnahmen für Geflüchtete

(04.05.2017) „Die Strategie der Bundesregierung zur Sprachforderung und Integration von Flüchtlingen steht unter dem übergeordneten Ziel, den Menschen, die in Deutschland Schutz gefunden haben und über längere Zeit bleiben werden, so schnell wie möglich das Erlernen der deutschen Sprache zu ermöglichen, sie – je nach ihren Bedürfnissen und Voraussetzungen – in Ausbildung, Studium oder Arbeit zu bringen und sie in die Gesellschaft zu integrieren. Entsprechend gibt es drei grundlegende Integrationsfelder.“

So steht es in einer neuen Broschüre der Bundesregierung. Unter den Oberschriften

Sprachvermittlung
Integration in Ausbildung und Arbeit
Gesellschaftliche Integration


wurden die Maßnahmen auf knapp 60 Seiten zusammengefasst und kurz vorgestellt.

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VHS-Tarifvertrag? Mitglied werden!

(19.04.2017) 279 VHS-Dozent*innen haben sich an der VHS-Tarif-Umfrage in Berlin beteiligt. 95 % vertrauen ver.di (den Gewerkschaften) und beauftragen sie, Tarifverhandlungen zu führen. Ein klares Ergebnis! Und eine Chance! Denn es geht darum, in der Honorarfrage mit Tarifverträgen dauerhafte Verbesserungen für die Kolleg*innen zu erstreiten.

Doch bevor es soweit ist, müssen sich genügend Dozent*innen in der Gewerkschaft organisieren. Darum ruft ver.di in Berlin dazu auf, jetzt Mitglied zu werden. Es werden noch 150 neue Mitglieder benötigt, um die Verhandlungen aufzunehmen. Tarifverhandlungen mit dem Senat wird ver.di einfordern, wenn gut die Hälfte der VHS-Dozent*innen (bei ca. 600 arbeitnehmerähnlichen) gewerkschaftlich organisiert ist.

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Bildungsausgaben für Geflüchtete lohnen sich

(18.01.2017) Bei der Aufnahme von Geflüchteten muss zunächst Geld in die Hand genommen werden. Doch was passiert, wenn die Menschen länger bei uns bleiben? Das hängt insbesondere davon ab, ob es gelingt, sie in den Arbeitsmarkt zu integrieren. Und damit das gelingt, sind zunächst gute Deutschkenntnisse und der Erwerb eines Berufsabschlusses notwendig.

Zu diesen Ergebnissen kommt eine neue Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) und des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW). „Zusätzliche Investitionen von 3,3 Milliarden Euro in Sprachkenntnisse und Bildung der 2015 zugewanderten Flüchtlinge können die fiskalischen Kosten bis zum Jahr 2030 um elf Milliarden Euro reduzieren.“ Nach Meinung der Forscher führen „Investitionen in Sprachkompetenz und Bildungsabschlüsse“ auf Dauer zu hohen Renditen.

„In der Vergangenheit haben der Erwerb eines deutschen Bildungsabschlusses und das Erreichen von guten oder sehr guten Deutschkenntnissen die Beschäftigungswahrscheinlichkeit von Flüchtlingen jeweils um rund 20 Prozentpunkte und die Verdienste jeweils um rund 20 Prozent erhöht“, betonen die Autoren der Studie. Dies spare Sozialausgaben und erhöhe die Steuereinnahmen.

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Deutsch als Fremdsprache dominiert das Geschäft der Volkshochschulen

(02.01.2017) Die Statistik der deutschen Volkshochschulen weist für 2015 eine deutliche Steigerung im Bereich „Deutsch als Fremdsprache“ aus. Nach eigenen Angaben wurden hier 1,2 Millionen mehr Unterrichtstunden und 194.000 zusätzliche Teilnehmer_innen gezählt. Sprachkurse bringen inzwischen fast die Hälfte der gegebenen Unterrichtstunden. Die darin enthaltenen Deutschkurse, die für das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge gegeben werden, haben einen Anteil von fast 58 Prozent am gesamten Sprachangebot.

Deutsch als Fremdsprache hat damit einen Anteil von über 25 Prozent am gesamten Unterrichtsvolumen der Volkshochschulen erreicht. Dabei zeichnen sich diese Kurse durch besondere Merkmale aus. Einerseits hat jeder Kurs deutlich mehr Unterrichtstunden als vergleichbare andere Sprachkurse. Während ein Englischkurs etwa 25 Unterrichtstunden aufweist, sind es bei DaF-Kursen im Schnitt 81 Unterrichtsstunden. Gleichzeitig ist die Teilnehmerzahl mit 14,7 deutlich höher als im übrigen Sprachangebot, bei Englischkursen sind es z. B. nur 9,7 Teilnehmer_innen je Kurs.

Dies zeigt die aktuelle Volkshochschul-Statistik des Deutschen Institut für Erwachsenenbildung – Leibniz-Zentrum für Lebenslanges Lernen e.V. (DIE).

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Betriebliche Qualifizierung von Flüchtlingen: Erhebliches Engagement, aber oft noch im „Testbetrieb“

(16.09.2016) Geflüchtete sind die neue Zielgruppe in der beruflichen Ausbildung von Betrieben. Sie stellt die Betriebe aber auch vor besondere Herausforderungen. Das gilt insbesondere für die sprachlichen Fähigkeiten, bei denen die befragten betrieblichen Expertinnen und Experten ein grundsätzliches Problem konstatieren: Die staatlichen Integrationskurse – die zudem nur einem Teil der Flüchtlinge zugänglich sind – vermitteln Kenntnisse auf dem Sprachlevel B1. Das reicht aber nicht aus, um einen Aufnahmetest zu bestehen oder eine Ausbildung mit Aussicht auf Erfolg zu absolvieren.

Das geht aus der neuen Studie „Flüchtlinge in der Arbeitswelt. Qualifizierungsinitiativen in Großunternehmen." der Hans-Böckler-Stiftung hervor. „Nicht zuletzt dieses Problem macht deutlich, dass viele Unternehmen bei ihrem Engagement für die Flüchtlingsintegration nach wie vor zwangsläufig in einer Art Testphase stecken, die sie nur mit überschaubaren Teilnehmerzahlen bewältigen können“, sagt Dr. Michaela Kuhnhenne, Bildungsexpertin der Stiftung.

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Bundesinnenministerium erhöht die Teilnehmersätze in Integrationskursen auf 3,90 Euro/Stunde

(04.08.2016) Nach langem Ringen hinter den Kulissen hat das Bundesinnenministerium (BMI) die Stundensätze für Teilnehmer in Integrationskursen rückwirkend zum 1. Juli 2016 auf 3,90 Euro die Stunde angehoben. Der Deutsche Volkshochschulverband hatte vorher einen Stundensatz von 4,40 Euro die Stunde gefordert.

Gleichzeitig wird die Mindestvergütung, zu der Kursträger Dozent_innen anstellen sollen, von 23 auf 35 Euro die Stunde angehoben. Die Kursträger sollen dazu kurzfristig dem Bundesamt für Migration und Flüchtlinge mitteilen, welche Stundenvergütung sie jetzt zahlen.

Ob und in welchem Umfang die Erhöhung der Teilnehmerentgelte bei den Dozent_innen ankommt, ist völlig unklar. Nachdem das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) die geforderte Mindestvergütung seit Jahren nur sehr zögerlich nach oben angepasst hat, kommt jetzt auf einmal eine Erhöhung um 50 Prozent auf die Träger zu. Ob die das Spiel mitmachen oder lieber jährlich neue Anträge abgeben, um niedrigere Vergütungen zu bezahlen, ist völlig unklar.

Wer Informationen über neue Honorare hat, sollte sie unbedingt in die Honorartabelle von mediafon eintragen. Nur so ist es möglich, die aktuelle Entwicklung für alle sichtbar zu machen.

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