Allgemeine und politische Weiterbildung

Die allgemeine und politische Weiterbildung fällt in den Zuständigkeitsbereich der Bundesländern. In den jeweiligen Landesgesetzen ist geregelt, welche Träger der Erwachsenenbildung von den Bundesländern gefördert werden. Die Förderung durch die Bundesländer ist seit Jahren rückläufig.

Die wichtigsten Trägerzusammenschlüsse veröffentlichen ihre Daten regelmäßig in einer Weiterbildungsstatistik, die auf der Homepage des Deutschen Instituts für Erwachsenenbildung abrufbar ist.



politischbilden.de geht online

(02.07.2020) Der Arbeitskreis deutscher Bildungsstätten (AdB) hat die digitale Plattform politischbilden.de online gestellt. Die Homepage bietet Material für die politische Jugend- und Erwachsenenbildung. Die Beiträge sind frei verfügbar.

„Thematische Hintergrundbeiträge, vielfältige Methodenbeschreibungen und direkte Kontakte zu politischen Bildner*innen aus verschiedenen Kontexten sind auf politischbilden.de zu finden.“ Das sagen die Initiator*innen über den Inhalt der Homepage.

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Was Erwachsenenbildner*innen in Zeiten von Corona beschäftigt

(04.05.2020) Wie wird es nach Corona mit der Weiterbildung/Erwachsenenbildung weitergehen? Sicher ist, es wird Änderungen geben. Wahrscheinlich wird nicht jede Einrichtung den totalen Stillstand überstehen. Werden wir weiterhin viele selbstständige Dozent*innen haben? Welche veränderte Rolle spielt die Arbeit mit digitalen Medien und Lernangebote ohne Präsenspflicht der Teilnehmenden?

Mit diesen Fragen beschäftigt sich ein aktueller Blockbeitrag auf der Seite erwachsenbildung.at. Die Verhältnisse in Österreich sind andere als die in Deutschland. Aber sie ähneln sich mehr als das sie als völlig verschieden bezeichnet werden müssten. Die Autor*innen des Beitrags haben Gespräche mit Erwachsenenbildner*innen geführt, die „ein buntes Mosaik aus konkreten Sorgen, digitalen Copingstrategien und Ängsten vor einer ungewissen Zukunft“ offenbaren.

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13 Millionen Euro für Erwachsenenbildung: Land, öffentliche und freie Träger verlängern Kooperation bis 2025

(21.04.2020) Das Land Hessen hat den zweiten Weiterbildungspakt von 2021 – 2025 mit einem Volumen von knapp 13 Millionen Euro ausgestattet. Mit dem Geld sollen Projekte gefördert werden, die Weiterbildungszugänge erleichtern, Integration, Inklusion, Teilhabe und Chancengerechtigkeit fördern und die Qualität der Angebote durch Fortbildungen der Kursleitenden und der Pädagoginnen und Pädagogen in den Einrichtungen gezielt steigern.

Für die genannten Projektansätze stehen insgesamt 7,5 Millionen Euro zur Verfügung. Die restlichen 5,5 Millionen Euro werden genutzt, um den Fördersatz für Unterrichtsstunden zu erhöhen. „Indem wir den Weiterbildungspakt schon jetzt fortschreiben, geben wir allen beteiligten Trägern und Einrichtungen der Weiterbildung frühestmögliche Planungssicherheit für ihre wichtigen Projekte. Damit sind sie noch besser in der Lage, Antworten zu finden auf die Herausforderungen, die der technologische und gesellschaftliche Wandel an unsere Arbeitswelt stellt,“ so Kultusminister Lorz.

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Rettungsfonds für die Erwachsenenbildung jetzt!

(18.04.2020) Die Heimvolkshochschulen ermöglichen Qualifizierung und politische, persönliche und berufliche Weiterentwicklung durch Workshops und Schulungen an einem Ort zusammen mit Übernachtung und Verpflegung. Durch die Corona-Krise ist der Betrieb in allen niedersächsischen Heimvolkshochschulen zum Erliegen gekommen. Mit drastischen Folgen. Da die Häuser gemeinnützige Träger haben, stehen kaum Rücklagen zur Verfügung, um durch die Krise zu kommen. Ohne staatliche Unterstützung sind viele Häuser akut bedroht und könnten in die Insolvenz getrieben werden.

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Was machen Weiterbildungseinrichtungen, wenn die Teilnehmer*innen nicht anwesend sein dürfen?

(15.04.2020) Welche Auswirkungen haben die Corona-Epidemie und die staatlichen Maßnahmen zu ihrer Bekämpfung auf die Arbeit der Beschäftigten in der Weiterbildung? Dazu führte der Bereich Bildungspolitik in ver.di ein Interview mit Maren Keup-Gottschalck, Betriebsrätin der BFW Berufsförderungswerk Hamburg GmbH.

Unmittelbar nach der Allgemeinverfügung, alle Bildungseinrichtungen zu schließen, hätten die Leistungsträger zunächst angekündigt, die Zahlungen einzustellen. „Aufgrund gewerkschaftlicher, politischer sowie persönlicher Interventionen konnte dies zum Glück verhindert werden“, so Maren Keup-Gottschalck. „Inzwischen haben die Leistungsträger zugesagt, dass die laufenden Maßnahmen weiter finanziert werden, wenn die Bildungsträger eine Fortführung sicherstellen, in welcher Form auch immer.“

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Staatliche Förderung der allgemeinen Weiterbildung in Niedersachsen um zwei Millionen jährlich erhöht

(13.01.2020) Das Land Niedersachsen hat die jährliche Förderung der Träger der allgemeinen und politischen Weiterbildung um jährlich zwei Millionen Euro auf jetzt 47 Millionen Euro aufgestockt. Nach Ansicht des zuständigen Ministers Thümler leisten die 57 Volkshochschulen, 23 Heimvolkshochschulen und sieben Landeseinrichtungen hervorragende Arbeit.

Umgerechnet auf die Einwohnerzahl steigt die Förderung damit jährlich um 25 Cent je Einwohner. Große Sprünge werden die Einrichtungen mit dieser Erhöhung nicht wirklich machen können. Und für ordentliche Honorare der Dozent*innen reicht das Geld auf keinen Fall.

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Globale Entwicklungen und die Neuvermessung politischer Bildung

(09.01.2020) Das Jahresthema des Arbeitskreises deutscher Bildungsstätten e. V. (AdB) für das Jahr 2020 lautet: „Transformationen. Globale Entwicklungen und die Neuvermessung politischer Bildung“. Es wurde in den Gremien des AdB entwickelt und vom Vorstand verabschiedet.

Der Begriff Transformation steht für fundamentale und dauerhafte Wandlungsprozesse, für technologische Entwicklungen, für die zunehmende Digitalisierung, den Klimawandel, globale Migrationsbewegungen, aber auch für die in vielen Ländern zu beobachtenden Re-Nationalisierungsprozesse, die oftmals mit einem zunehmenden Populismus verbunden sind. Angesichts dieser Wandlungs- und Entwicklungsprozesse ist die politische Bildung herausgefordert, ihr Selbstverständnis und ihre Praxis zu überdenken, eine Neuvermessung ihres Aufgabenfeldes vorzunehmen, Grenzen neu auszuloten und die Chancen, die den Entwicklungen innewohnen, für ihre gesellschaftspolitische Gestaltungskraft besser zu nutzen.

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Karliczek: Positiver Trend bei Alphabetisierung

(01.11.2019) Rund 6,2 Millionen Erwachsene in Deutschland können zwar Buchstaben, Wörter und einzelne Sätze lesen und schreiben, haben jedoch Mühe, einen längeren zusammenhängenden Text zu verstehen. Zu diesem Ergebnis kommt die "LEO-Studie 2018" der Universität Hamburg, die das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert hat. Das Bundeskabinett hat sich am 30. Oktober mit dem aktuellen Stand zur Förderung der Lese- und Schreibfähigkeiten von Erwachsenen beschäftigt.

Bundesbildungsministerin Karliczek betonte die Notwendigkeit, die Anstrengungen bei der Förderung fortzusetzen.

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Hände weg von der Umsatzsteuerbefreiung der allgemeinen und politischen Weiterbildung, Herr Scholz!

(13.09.2019) Die deutschen Steuerbehörden suchen offensichtlich nach neuen Steuerquellen und haben dabei die Weiterbildung entdeckt. Bisher sind die meisten Angebote in der allgemeinen und politischen Weiterbildung von der Umsatzsteuer befreit. Aber gerade in Zeiten, in denen die Weiterbildung in öffentlichen Stellungnahmen und Reden als unverzichtbar für die Gestaltung der Zukunft angepriesen wird, möchte der Fiskus die Teilnehmer*innen zur Kasse bitten.

Die Bundesregierung hat einen Gesetzesentwurf auf den parlamentarischen Weg gebracht, der die Richtlinien für eine Steuerbefreiung von Weiterbildung verschärft. Sicher von der Umsatzsteuer befreit sind demnach in Zukunft nur noch solche Kurse, die beruflich unmittelbar verwertbar sind oder der Sphäre des Schul- und Hochschulunterrichts zugeordnet werden können. Je nach Auslegung der Steuerbehörden könnten viele allgemeinbildende Kurse künftig als reine Freizeitgestaltung gelten und steuerlich belastet werden. „Volkshochschulen könnten gezwungen sein, die Kursgebühren entsprechend anzuheben“, erklärt der DVV-Vorsitzende. Die Verteuerung der Weiterbildung treffe vor allem Einkommensschwache, die sich vielfach ohnehin abgehängt fühlen.

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Quelle: www.netzwerk-weiterbildung.info
Druckdatum: 13.07.2020