Lebenslanges Lernen

Die Forderung nach Lebenslangem Lernen ist bei Bildungspolitikern in aller Munde. Der Weg dorthin scheint steinig zu sein. Einmal hapert es am richtigen Weg, dann an der Finanzierung, zum Schluss an der Zuständigkeit.

Wie soll die Weiterbildung zur vierten Säule des Bildungssystems ausgebaut werden? An Vorschlägen mangelt es nicht. Am Mut der politisch Verantwortlichen schon eher.

Neben der aktuellen Entwicklung der bildungspolitischen Diskussion, die wir hier dokumentieren, finden Sie weiterführende Texte unter Grundsätze zur Weiterbildung.



100 Jahre Volkshochschulen – ver.di kritisiert Arbeitsbedingungen als „Skandal im öffentlichen Auftrag“

(19.02.2019) Mit viel Prominenz feierte der Deutsche Volkshochschulverband /DVV) vor wenigen Tagen sein 100-jähriges Bestehen. Die zunehmende Bedeutung der Weiterbildung war natürlich ein wichtiges Thema. Worüber wieder einmal nicht geredet wurde, waren die Arbeits- und Entlohnungsbedingungen derjenigen, die das Erfolgsmodell Volkshochschule erst möglich machen.

Die Lehrenden arbeiten bundesweit fast immer freiberuflich. Viele machen das nicht nebenberuflich, wie die Volkshochschulen immer gerne erzählen. Sie müssen vom oft niedrigen Honorar leben. Daher seien 100 Jahre Volkshochschulen eigentlich kein Grund zum Feiern, stellt ver.di-Bundesvorstandsmitglied Ute Kittel fest. Denn: „Die Arbeitsbedingungen an den Volkshochschulen sind ein Skandal im öffentlichen Auftrag. Lehrende können jederzeit Verdienst einbüßen oder ganz ohne Arbeit dastehen. Obwohl sie im Dauereinsatz für die VHS sind, erhalten viele nur Honorarverträge für wenige Wochen. Bei Krankheit oder in Elternzeit gibt es kein Recht auf Weiterbeschäftigung und wenn die Arbeit weg ist, dann gibt es kein Arbeitslosengeld.“

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Große regionale Unterschiede bei der Weiterbildungsbeteiligung

(01.10.2018) Der Deutsche Weiterbildungsatlas widmet sich in der dritten Ausgabe der Frage, wie Weiterbildungsangebote und Weiterbildungsteilnahme in Deutschland regional verteilt sind. Der Atlas enthält aufgearbeitete Daten über die Bundesländer und 401 kreisfreien Städten und Landkreisen. Dargestellt werden die deutlich unterschiedlichen Werte in der Weiterbildungsteilnahme und dem Weiterbildungsangebot in den Regionen. Dabei wurden „erhebliche regionale Unterschiede bei den Teilnahmequoten und der Verteilung von Weiterbildungsangeboten“ festgestellt.

Außerdem wurde eine „Potentialanalyse“ durchgeführt. Dabei ging es um Frage, „wie gut Länder und Kommunen ihre Voraussetzungen nutzen. Gelingt es ihnen also, auch bei ungünstigen Bedingungen viele Menschen für Weiterbildung zu aktivieren?“ Nach Ansicht der Autor*innen bietet die Potentialanalyse ein „geeignetes Maß, um strukturell starke und schwache Kommunen miteinander vergleichen zu können.“

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Quelle: www.netzwerk-weiterbildung.info
Druckdatum: 19.08.2019