Förderung der beruflichen Weiterbildung

Die Bundesagentur für Arbeit (BA) ist als Träger der aktiven Arbeitsmarktpolitik für die Förderung der beruflichen Weiterbildung zuständig.

Die Hartz-Gesetze haben zu einer deutlichen Verringerung der öffentlich geförderten beruflichen Weiterbildung geführt. Gesetzlich verankert ist die aktive Arbeitsmarktpolitik im SGB III und II.

Wir beobachten, berichten und kommentieren die Entwicklung der Förderung der beruflichen Weiterbildung aus Sicht der von arbeitsmarktpolitischen Entscheidungen Betroffenen und der Interessen der in den Trägern Beschäftigten.



Vergabemanagement der Bundesagentur für Arbeit

(11.08.2017) Was hat die Novellierung des Vergaberechts gebracht? Welche Kriterien müssen Auftragnehmer bei Vergabeverfahren durch die Bundesagentur für Arbeit erfüllen? Tagesseminar in Berlin.

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Weiterbildungsbarrieren abbauen

(23.05.2017) Der Ausbau von beruflicher Weiterbildung bestimmt derzeit die aktuelle arbeitsmarktpolitische Debatte. Dabei liegt der Fokus auf dem Versicherungssystem sowie auf zukünftigen Heraus-forderungen. Während in der Arbeitslosenversicherung die Bemühungen zum Ausbau von Qualifizierungsmaßnahmen deutlich verstärkt werden, gerät das Hartz-IV-System aus dem Fokus.

Doch gerade hier besteht der größte Handlungsbedarf. Die Förderung von Berufsabschlüssen spielt hier kaum eine Rolle, obwohl rund 85 Prozent der Arbeitslosen ohne Berufsabschluss genau diesem Rechtskreis zugeordnet werden. In 2016 gab es im Jahresdurchschnitt rund 1,1 Mio. Arbeitslose ohne Berufsabschluss im Hartz-IV-System (Bestandszahlen der Arbeitslosenstatistik). Laut Bestandszahlen der Förderstatistik wurden allerdings im Jahresdurchschnitt 2016 nur rd. 15.700 Geringqualifizierte durch eine abschlussbezogene Maßnahme zur Förderung beruflicher Weiterbildung (FbW) gefördert. Insgesamt waren es im Bestand der Förderstatistik im Jahresdurchschnitt 2016 im Hartz-IV-System 26.470 Teilnehmer/innen an abschlussbezogener FbW.

Die aktuelle arbeitsmarktaktuell des DGB weist auf diejenigen hin, die besonders auf Weiterbildung angewiesen sind und zugleich häufig keine Förderung erhalten: Geringqualifizierte, Beschäftigte in prekären und instabilen Arbeitsverhältnissen und vor allem Hilfebedürftige, die auf Hartz IV angewiesen sind. Arbeitsmarktpolitik muss sich neben der Debatte um zukünftige Erfordernisse auch noch mehr den aktuellen Herausforderungen stellen. Es ist eine konsequente Weichenstellung in Richtung Qualifizierungsoffensive nötig.

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Neue Perspektiven für den Arbeitsmarkt: Prävention, Förderung, Unterstützung

(27.03.2017) Der DGB hält die Idee eines "Arbeitslosengeld Q" für einen "wichtigen Schritt". Aber für die Herausforderungen, "vor denen wir stehen, bedarf es eines umfassenderen Konzeptes", heißt es in einem Beschluss des Geschäftsführenden DGB-Bundesvorstands.

Der Niedriglohnbereich müsse effektiv bekämpft werden. Die Arbeitsmarktpolitik müsse wieder „Perspektiven gegen Angst und Hoffnungslosigkeit“ bieten. Die Arbeitslosigkeit dürfe sich nicht zu einer „Spirale der Qualifikationsvernichtung“ entwickeln, die dazu führe, dass sich die Menschen am Ende „im Niedriglohnsektor, in unsicherer Beschäftigung, wiederfinden“.

Reformen im Bereich des Arbeitsmarktes müssten „die Schließung von Schutzlücken in der Arbeitslosenversicherung, aber auch mehr Förderung von Qualifizierung“ zum Ziel haben. Die Arbeitslosigkeit dürfe sich nicht zur Langzeitarbeitslosigkeit entwickeln und Menschen ohne Ausbildung benötigten eine zweite Chance auf eine Berufsausbildung. „Die finanzielle Förderung muss dabei so gestaltet sein, dass möglichst Abbrüche der Ausbildung vermieden werden“, so der DGB in seinem Vorstandsbeschluss.

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SPD fordert ein Recht auf Weiterbildung

(06.03.2017) Die SPD setzt im anlaufenden Wahlkampf auf mehr Weiterbildung. So sollen Erwerbslose ein Recht auf Weiterbildung erhalten. Wer nach 3 Monaten keine neue Beschäftigung findet, soll ein Qualifizierungsangebot erhalten, das die „Vermittlungschancen nachhaltig erhöht (keine Kurzschulungen oder Kurzzeitpraktika). Das Recht auf Weiterbildung beinhaltet eine umfassende Kompetenzerfassung, einschließlich informeller Kompetenzen. Darauf aufbauend erfolgt eine gezielte Weiterbildungsberatung. Die anschließenden Weiterbildungsmaßnahmen können auch im Nachholen eines Berufsabschlusses oder einer Umschulung bestehen.“

Die Bundesagentur für Arbeit soll in eine „Bundesagentur für Arbeit (BA) und Qualifizierung“ umgebaut werden. Die SPD nennt dieses Gebilde dann eine „Arbeitsversicherung“. „Ein wesentliches Element der Arbeitsversicherung ist ein Recht für alle Beschäftigten auf Kompetenzfeststellung und Lebenslaufberatung durch die Bundesagentur für Arbeit und Qualifizierung.“ Sollte sich im Rahmen der Beratung durch die Bundesagentur ein Bedarf an Weiterbildung ergeben, könnten „aufbauend auf der Beratung erforderliche Qualifizierungsmaßnahmen durch die Arbeitsversicherung gefördert werden“. Damit würde die BA zum großen Player in Sachen Bildungsberatung aufsteigen. Eine unabhängige Bildungsberatung sieht allerdings anders aus.

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Bildungsausgaben für Geflüchtete lohnen sich

(18.01.2017) Bei der Aufnahme von Geflüchteten muss zunächst Geld in die Hand genommen werden. Doch was passiert, wenn die Menschen länger bei uns bleiben? Das hängt insbesondere davon ab, ob es gelingt, sie in den Arbeitsmarkt zu integrieren. Und damit das gelingt, sind zunächst gute Deutschkenntnisse und der Erwerb eines Berufsabschlusses notwendig.

Zu diesen Ergebnissen kommt eine neue Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) und des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW). „Zusätzliche Investitionen von 3,3 Milliarden Euro in Sprachkenntnisse und Bildung der 2015 zugewanderten Flüchtlinge können die fiskalischen Kosten bis zum Jahr 2030 um elf Milliarden Euro reduzieren.“ Nach Meinung der Forscher führen „Investitionen in Sprachkompetenz und Bildungsabschlüsse“ auf Dauer zu hohen Renditen.

„In der Vergangenheit haben der Erwerb eines deutschen Bildungsabschlusses und das Erreichen von guten oder sehr guten Deutschkenntnissen die Beschäftigungswahrscheinlichkeit von Flüchtlingen jeweils um rund 20 Prozentpunkte und die Verdienste jeweils um rund 20 Prozent erhöht“, betonen die Autoren der Studie. Dies spare Sozialausgaben und erhöhe die Steuereinnahmen.

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Quelle: www.netzwerk-weiterbildung.info
Druckdatum: 19.09.2017