Weiterbildung

Die Universität Duisburg-Essen führt eine Umfrage zum Thema „Beschäftigung in der Weiterbildung“ durch.
Die Umfrage bietet die Möglichkeit, gesicherte Informationen über die Arbeit in der Weiterbildung zu erhalten. Damit das geschieht, müssen viele mitmachen und sich an der Umfrage beteiligen. Nehmt Euch die Zeit und macht mit!
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Viele Akteure, politisch Verantwortliche und eine kaum überschaubare Trägerlandschaft kennzeichnen die Weiterbildung in Deutschland.
Die vom Bund geförderte berufliche Weiterbildung im Rahmen der aktiven Arbeitsmarktpolitik finden sie unter Förderung der beruflichen Weiterbildung.
Die allgemeine und politische Weiterbildung gehört zu den Aufgaben der Bundesländer. Sie ist von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich ausgestaltet.
Die berufliche Weiterbildung in den Betrieben gehört zum Regelungsbereich der Tarifvertragsparteien.
Die bildungspolitische Debatte um Aufgaben und Zuständigkeiten in der Weiterbildung verfolgen wir unter Lebenslanges Lernen.
Über die Arbeitsbedingungen der großen Zahl von Honorarkräften berichten wir unter Selbstständige in der Weiterbildung.



10 Milliarden Euro für arbeitsmarktpolitische Aufgaben

(12.11.2018) Die Bundesagentur für Arbeit (BA) hat ihren Haushalt für 2019 beschlossen. Trotz einer Beitragssenkung um 0,5 Prozentpunkte steigen die Mittel für Weiterbildungsmaßnahmen von 1,66 Milliarden auf 2,10 Milliarden.

Mit dem geplanten Qualifizierungschancengesetz kann die BA nach eigenen Angaben Beschäftigte und Arbeitgeber noch umfangreicher bei Qualifizierungsmaßnahmen finanziell unterstützen und mit ihrer Arbeitsmarkt- und Qualifizierungsberatung bzw. Weiterbildungsberatung begleiten.
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Soziales Umfeld entscheidend für Berufswahl von Jugendlichen

(06.11.2018) Was veranlasst Jugendliche dazu, eine Ausbildung im dualen System und hier insbesondere im Handwerk zu beginnen? Das wollten die Autoren einer neuen Studie wissen, die jetzt beim Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB)erschienen ist.

Neben dem Gehalt spielt nach der Studie das private Umfeld eine wichtige Rolle bei der Entscheidung für oder gegen eine Ausbildung im Handwerk. Sie wollen mit ihrer Berufswahl „in ihrem sozialen Umfeld“ punkten, so die Autoren.

Allerdings lassen sich die Entwicklungen im Schulbereich nicht wegdiskutieren. Viele Schulabgänger hätten inzwischen einen Hochschulabschluss in der Tasche. 2015 überflügelten die Abiturienten die Schulabgänger mit einem Hauptschulabschluss. 2017 gab es bei 172.900 Abiturienten lediglich 152.000 Schulabgänger mit Hauptschulabschluss. „Um ihre Rekrutierungschancen zu verbessern, müssen die Handwerksberufe somit insbesondere auch für Jugendliche mit höheren Schulabschlüssen attraktiver werden.“ Die Autoren untersuchen in ihrer Studie, wie das gelingen könnte.
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Weiterbildung für (fast) alle – Gesetz will neue Perspektiven bieten

(19.10.2018) Weiterbildung für Alle ist nicht nur zu einer entscheidenden Frage der Innovationsfähigkeit des Landes, sondern immer mehr auch zu einer Frage von sozialer Gerechtigkeit geworden. In diesem Zusammenhang reicht das geplante Qualifizierungschancengesetz „letztendlich nicht aus, um die Veränderungen in der Arbeitswelt für die Beschäftigten positiv zu begleiten.“ Zu dieser Einschätzung gelangt das Ressort „Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik“ von ver.di in der sopoaktuell 276.

Wir brauchen einen Rechtsanspruch auf Weiterbildung und Förderung. Weiterbildung ist nach wie vor selektiv und verstärkt die soziale Ungleichheit. Der geplante Rechtsanspruch auf Weiterbildungsberatung ist ein Schritt in die richtige Richtung, reicht aber bei weitem nicht aus, um „in Deutschland eine verbesserte Weiterbildungskultur zu etablieren“.
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Deutscher Volkshochschul-Verband fordert Ausbau der Arbeitsförderung

(18.10.2018) Bundesweit können mehr als 7,5 Millionen Erwachsene nicht ausreichend lesen und schreiben. Unter ALG-Beziehern beträgt die Quote sogar knapp 36 Prozent. Sofern Betroffene im Erwerbsleben stehen, gehen sie meist einfachen Tätigkeiten nach. Ihr Einkommen reicht oft nicht zum Leben, berufliche Aufstiegschancen sind gering.

Der Deutsche Volkshochschulverband (DVV) fordert daher, die Grundbildung mit in die Leistungen der Arbeitsförderung aufzunehmen. „Grundbildung kann maßgeblich dazu beitragen, die Sockelarbeitslosigkeit zu verringern und mehr Menschen in existenzsichernde Arbeit zu bringen. Dies würde die Arbeitslosenversicherung entlasten und die sozialen Transferkosten von Bund und Kommunen senken“, verdeutlicht Gundula Frieling, stellvertretende Direktorin des DVV.
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Neuausrichtung der beruflichen Weiterbildung erforderlich

(16.10.2018) Auf der Abschlussveranstaltung des vom Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten Projekts „Innovative Ansätze einer zukunftsfähigen beruflichen Weiterbildung (InnovatWB)“ waren sich die anwesenden Bildungsexpert*innen einig: Sie meinten, die berufliche Weiterbildung müsse neu ausgerichtet werden, „um den technologischen und gesellschaftlichen Wandel bewältigen und gestalten zu können.“

Bei InnovatWB haben beteiligte Wissenschaftler*innen und Weiterbildner gemeinsam „drei Jahre lang in 34 Projekten Grundlagen und Konzepte für eine zukunftsfähige berufliche Weiterbildung erforscht, entwickelt und erprobt. Die Projekte haben innovative Konzepte umgesetzt, mit denen lebensbegleitendes Lernen als selbstverständlicher Teil in Bildung- und Erwerbsbiografien integriert werden kann.“
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Große regionale Unterschiede bei der Weiterbildungsbeteiligung

(01.10.2018) Der Deutsche Weiterbildungsatlas widmet sich in der dritten Ausgabe der Frage, wie Weiterbildungsangebote und Weiterbildungsteilnahme in Deutschland regional verteilt sind. Der Atlas enthält aufgearbeitete Daten über die Bundesländer und 401 kreisfreien Städten und Landkreisen. Dargestellt werden die deutlich unterschiedlichen Werte in der Weiterbildungsteilnahme und dem Weiterbildungsangebot in den Regionen. Dabei wurden „erhebliche regionale Unterschiede bei den Teilnahmequoten und der Verteilung von Weiterbildungsangeboten“ festgestellt.

Außerdem wurde eine „Potentialanalyse“ durchgeführt. Dabei ging es um Frage, „wie gut Länder und Kommunen ihre Voraussetzungen nutzen. Gelingt es ihnen also, auch bei ungünstigen Bedingungen viele Menschen für Weiterbildung zu aktivieren?“ Nach Ansicht der Autor*innen bietet die Potentialanalyse ein „geeignetes Maß, um strukturell starke und schwache Kommunen miteinander vergleichen zu können.“
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Die BAGFW fordert einen Entwicklungsschub in der aktiven Arbeitsmarktpolitik

(01.10.2018) In ihrer Stellungnahme zum Qualifizierungschancengesetz begrüßt die Bundesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege (BAGFW) die Absicht des Gesetzes; die Fort- und Weiterbildung von zu erleichtern. Vor dem Hintergrund „des digitalen Wandels der Arbeitswelt“ müssten Weiterbildungsangebote die „Anpassung der Qualifikationen an die Kompetenzprofile der Arbeitswelt 4.0“ unterstützen. Bildungsmaßnahmen im Bereich der sozialen Dienstleistungsberufe müssten „ebenso praxisgerecht ausgestaltet werden wie für die produzierende Wirtschaft.“

„Gleichzeitig sollten auch Maßnahmen getroffen werden, um die abschlussbezogene Weiterbildung zu stärken. Die BAGFW kritisiert, dass notwendige Ansatzpunkte zur Erleichterung der Fort- und Weiterbildung für Arbeitslose fehlen, die heute nur sehr wenig an Fort- und Weiterbildungen partizipieren und zugleich durch ihre Distanz zur betrieblichen Veränderungsprozessen in besonderer Weise darauf angewiesen sind, Zugänge zu attraktiven passgenauen Weiterbildungsmöglichkeiten zu finden.“
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Bundesregierung verkürzt die Weiterbildungspolitik auf die Arbeitsmarktperspektive

(31.08.2018) Der Weiterbildung soll künftig eine größere Bedeutung zukommen – so jedenfalls liest es sich im Koalitionsvertrag. Dort taucht der Begriff 46 mal auf. Dabei wird schnell klar: Weiterbildung wird insbesondere im Kontext von Arbeitsmarktpolitik gedacht
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Politische Erwachsenenbildung braucht Freiräume

(30.08.2018) Bereits im Jahr 1976 trat das ILO-Übereinkommen 140 über den bezahlten Bildungsurlaub in Kraft. Die Bundesrepublik ratifizierte es noch im selben Jahr und verpflichtete sich völkerrechtlich verbindlich, die Gewährung von bezahltem Bildungsurlaub durch Gesetzgebung, Gesamtarbeitsverträge und Schiedssprüche sicherzustellen.

Allerdings hat der nationale Gesetzgeber bis heute sein Recht auf eine bundesgesetzliche Regelung nicht wahrgenommen. Vielmehr regeln in mittlerweile 14 Bundesländern Landesgesetze den Anspruch auf bezahlten Bildungsurlaub bzw. Bildungsfreistellung. Sachsen und Bayern verfügen immer noch über kein Bildungsfreistellungsgesetz.

In einem Positionspapier fordert die Arbeitsgemeinschaft deutscher Bildungsstätten e. V. unter anderem „die Bildungsurlaubsgesetze/-freistellungsgesetze zu vereinheitlichen und gegenseitige Anerkennungsverfahren einzuführen, um erschwerende Hürden deutlich abzubauen.“ Zudem sollten Anreize geschaffen werden, um „die Bildungsfreistellung noch stärker als wichtiges Instrument zur Förderung der Demokratie durch die Ermöglichung politischer Bildung in allen Bundesländern wahrzunehmen.“
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