Weiterbildung

Die Universität Duisburg-Essen führt eine Umfrage zum Thema „Beschäftigung in der Weiterbildung“ durch.
Die Umfrage bietet die Möglichkeit, gesicherte Informationen über die Arbeit in der Weiterbildung zu erhalten. Damit das geschieht, müssen viele mitmachen und sich an der Umfrage beteiligen. Nehmt Euch die Zeit und macht mit!
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Viele Akteure, politisch Verantwortliche und eine kaum überschaubare Trägerlandschaft kennzeichnen die Weiterbildung in Deutschland.
Die vom Bund geförderte berufliche Weiterbildung im Rahmen der aktiven Arbeitsmarktpolitik finden sie unter Förderung der beruflichen Weiterbildung.
Die allgemeine und politische Weiterbildung gehört zu den Aufgaben der Bundesländer. Sie ist von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich ausgestaltet.
Die berufliche Weiterbildung in den Betrieben gehört zum Regelungsbereich der Tarifvertragsparteien.
Die bildungspolitische Debatte um Aufgaben und Zuständigkeiten in der Weiterbildung verfolgen wir unter Lebenslanges Lernen.
Über die Arbeitsbedingungen der großen Zahl von Honorarkräften berichten wir unter Selbstständige in der Weiterbildung.



Tageseltern in Baden-Württemberg verdienen nicht mal die Hälfte des Mindestlohns!

(16.07.2018) Im Bildungsbereich werden immer mehr Aufgaben an Honorarkräfte vergeben. Was in der Weiterbildung als Nebentätigkeit an Volkshochschulen begann, breitet sich im gesamten Bildungsbereich aus. Integrationshelfer bei der inklusiven Beschulung, Nachhilfe für Schüler*innen oder Kinderbetreuung im Kita-Bereich: Überall finden wir zunehmend Honorartätigkeit. Und die passiert hauptberuflich.

Gleichgültig, wo die pädagogische Arbeit auf Honorartätigkeit geschieht, eines verbindet die Honorarkräfte. Sie verdienen deutlich weniger als vergleichbare Beschäftigte in einer Festanstellung. In einer ausführlichen Studie hat das jetzt der Landesverband Kindertagespflege in Baden-Württemberg dargestellt.

„Das durchschnittliche Arbeitsentgelt, das eine selbstständige Tagespflegeperson in Baden-Württemberg gemäß den Ergebnissen dieser Studie erhält, beträgt 6,24 € brutto pro Stunde, entsprechend einem Angestelltenäquivalent von 4,08 € brutto pro Stunde. Dieses liegt rd. 53,8% unter dem allgemeinen gesetzlichen Mindestlohn von 8,84 € pro Stunde (gültig von 01/2017 bis 12/2018) [WSI2018].“ Um auch nur den gesetzlichen Mindestlohn zu erhalten, müsste das Honorar auf 9,49 Euro je Betreuungsstunde und Kind steigen.
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Neuer Mindestlohntarifvertrag gilt ab 1. Januar 2019

(16.07.2018) Für das pädagogische Personal in der SGB II und III geförderten Weiterbildung wurde ein neuer Tarifvertrag abgeschlossen. Der Tarifvertrag muss jetzt noch vom Bundesarbeitsministerium für allgemeinverbindlich erklärt werden, damit der Mindestlohn in dem Bereich weiterhin Gültigkeit besitzt.

Die Verhandlungen mit dem Arbeitgeberverband waren in diesem Jahr zäh verlaufen. Zwischenzeitlich drohte das Aus für den Tarifvertrag und damit auch für den Mindestlohn in der SGB-geförderten Weiterbildung. Die jetzt erzielte Einigung sieht jeweils gleiche prozentuale Erhöhungen für die nächsten vier Jahre vor.
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Selbstständig tätige Dozentin für Deutsch als Zweitsprache

(12.07.2018) Ulrike Pfeifer arbeitet als Honorardozentin für Deutsch als Zweitsprache an der Volkshochschule Leipzig. Sie unterrichtet in B- und c_ Kursen, hauptsächlich Kurse für Menschen, die hier mit ihrem universitären Abschluss arbeiten wollen. Da ihre Kurse nicht vom BAMF finanziert werden, bekommt sie ein geringes Honorar als es Dozenten in Integrationskursen bekommen. Und das nur, weil diese bundesfinanziert.

Damit sich das ändert, engagiert sie sich in der Dozenteninitiative an der VHS Leipzig mit Unterstützung von ver.di – damit wir mit den angestellten Kolleg/innen im Regelschulbetrieb gleichgestellt werden.
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165.000 Menschen durch das Aufstiegs-BAföG gefördert

(11.07.2018) Die neue Bundesbildungsministerin Karliczek ist vom Aufstiegs-BAföG überzeugt und will das System weiter ausbauen. Nachdem das Statistische Bundesamt die amtlichen Zahlen für die Förderung der beruflichen Aufstiegsfortbildung für 2017 veröffentlicht hatte, erklärte Karliczek: „Die positiven Zahlen des Statistischen Bundesamtes belegen: Das Aufstiegs-BAföG ist das größte berufliche Karriereprogramm des Bundesministeriums für Bildung und Forschung. Ich freue mich, dass 165.000 Menschen gefördert wurden.“

Die Zahl der geförderten Teilnehmer*innen an beruflicher Fortbildung war 2017 um etwa 1,7 Prozent auf 165.000 Förderfälle gestiegen. Damit ist die Zahl der Förderungen nach zwei Jahren wieder angestiegen.
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Deutschland auf dem Weg zur Bildungsrepublik?

(11.06.2018) Das Ressort Bildungspolitik in ver.di hat eine Stellungnahme zur Bildungspolitik im Koalitionsvertrag der neuen Bundesregierung erarbeitet. Dem Ansatz, der Bildungspolitik einen deutlich höheren Stellenwert zuzuschreiben, wird positiv bewertet.

„Die Struktur der Vereinbarung ist allerdings wenig transparent. So werden Bildungsthemen einerseits in verschiedenen Abschnitten der Koalitionsvereinbarung abgehandelt – vorrangig in IV. „Offensive für Bildung, Forschung und Digitalisierung“ aber auch in V. „Gute Arbeit, breite Entlastung und soziale Teilhabe sichern“ – sowie am Rande auch in weiteren Abschnitten. Zum anderen werden meist kleinteilig einzelne Vorschläge unterbreitet, die unsystematisch präsentiert werden. Die in den einzelnen Abschnitten zu Bildung aufgeführten Punkte wirken daher zum Teil wie eine Ansammlung verschiedener, unsortierter Vorhaben.“

Wir dokumentieren hier den Bereich zur Weiterbildung.
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Esser: „Berufsbildung muss Taktgeber für Arbeitswelt der Zukunft sein!“

(11.06.2018) Der Präsident des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB), Friedrich Hubert Esser, fordert auf dem BIBB-Kongress 2018 in Berlin eine deutliche Stärkung der beruflichen Aus- und Weiterbildung. Kein Bildungs- und Qualifizierungsweg sei besser geeignet, die „Menschen auf die betrieblichen Anforderungen von morgen vorzubereiten“, so Esser.

Besonders die Bedeutung der Weiterbildung werde in einer digitalen Arbeitswelt zunehmen. Darin sei sich der Kongress einig gewesen. „Wir müssen die berufliche Weiterbildung jedoch stärker arbeitsplatz- und arbeitsprozessorientiert organisieren. Denn nur so können wir das Ziel erreichen, Deutschland zum Weiterbildungs-Weltmeister zu machen.“
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Zwei Jahre Reform des Vergaberechts - Wie weiter mit sozialen Kriterien und Tariftreue in der öffentlichen Auftragsvergabe?

(22.05.2018) Gemeinsame Veranstaltung der Friedrich Ebert Stiftung und des DGB zu den Wirkungen der geänderten Vergaberichtlinien auf die öffentlichen Auftragsvergabe.
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Qualitätsmanagement in der Weiterbildung wirkt

(11.05.2018) Die Wirkung von Weiterbildungsangeboten ist schwer abzuschätzen. Qualitätsmanagementsysteme (QMS) stammen ursprünglich aus der Industrie stammende und sind als prozessorientierte Verfahren zur Sicherstellung der Produktqualität gedacht. Im Zuge der Debatte über die Qualität in der Weiterbildung zogen ab den 1990-Jahren QMS auch in den Weiterbildungsbereich Einzug ein.

Inzwischen sind QMS inzwischen Voraussetzung bei der Vergabe von Aufträgen, die mit öffentlichen Mitteln bestritten werden. Dass hat zur starken Verbreitung von QMS in der Weiterbildung beigetragen. Der wbmonitor hat 2017 seinen Schwerpunkt der Befragung auf die QMS gesetzt. Nach Meinung von 80 Prozent der befragten Weiterbildungsanbieter hat sich „durch den Einsatz von QMS die Qualität ihrer Organisationsstrukturen und -prozesse sowie die Qualität ihres Angebots verbessert“. Doch gesicherte Erkenntnisse über die Verbesserung der eigentlichen Lehr-/Lernprozesse werden mit den Systemen weiterhin nicht abgebildet.
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Digitalisierung erleichtert die Weiterbildung

(30.04.2018) Das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) befragt alle drei Jahre Unternehmen zu ihren Weiterbildungsaktivitäten. Der Schwerpunkt der aktuellen Befragung lag auf Weiterbildungsaktivitäten, die durch die Digitalisierung in der Weiterbildung auftreten. Das betrifft Änderungen von Weiterbildungsangeboten, aber auch die Bedeutung der Weiterbildung bei der Änderung von Arbeitsabläufen.

Die Digitalisierung erhöht die Anpassungsbedarfe von bereits erworbenen Qualifikationen. Wer seine Beschäftigungsfähigkeit dauerhaft erhalten will, der müsse sich mehr und häufiger weiterbilden. So fordere die Digitalisierung „höhere Anforderungen an (die) Kooperations- und Kommunikationsfähigkeit sowie Selbstständigkeit und Planungskompetenz“. Die Änderung von Arbeitsabläufen und Herstellungsverfahren führe dazu, dass alte Tätigkeiten wegfallen und durch „gänzlich neue Tätigkeiten ersetzt werden“. Dadurch entstehe ein erhöhter Bedarf an Weiterbildung, der nach Ansicht des IW „kaum für einen Zeithorizont von mehreren Jahren erschöpfend geplant werden kann. Vielmehr kann angenommen werden, dass unternehmensspezifische Weiterbildungen kurzfristig an sich wandelnde Geschäftsmodelle angepasst werden müssen“.
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