Weiterbildung

Die Universität Duisburg-Essen führt eine Umfrage zum Thema „Beschäftigung in der Weiterbildung“ durch.
Die Umfrage bietet die Möglichkeit, gesicherte Informationen über die Arbeit in der Weiterbildung zu erhalten. Damit das geschieht, müssen viele mitmachen und sich an der Umfrage beteiligen. Nehmt Euch die Zeit und macht mit!
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Viele Akteure, politisch Verantwortliche und eine kaum überschaubare Trägerlandschaft kennzeichnen die Weiterbildung in Deutschland.
Die vom Bund geförderte berufliche Weiterbildung im Rahmen der aktiven Arbeitsmarktpolitik finden sie unter Förderung der beruflichen Weiterbildung.
Die allgemeine und politische Weiterbildung gehört zu den Aufgaben der Bundesländer. Sie ist von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich ausgestaltet.
Die berufliche Weiterbildung in den Betrieben gehört zum Regelungsbereich der Tarifvertragsparteien.
Die bildungspolitische Debatte um Aufgaben und Zuständigkeiten in der Weiterbildung verfolgen wir unter Lebenslanges Lernen.
Über die Arbeitsbedingungen der großen Zahl von Honorarkräften berichten wir unter Selbstständige in der Weiterbildung.



Berufsbildungsbericht 2020 veröffentlicht

(15.05.2020) Der Hauptausschuss des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) hat im schriftlichen Umlaufverfahren eine Stellungnahme zum vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) vorgelegten Entwurf des Berufsbildungsberichts 2020 verabschiedet.

Darin heißt es, dass die Beauftragten der Arbeitgeber, der Arbeitnehmer und der Länder im Hauptausschuss den Berufsbildungsbericht durchaus unterschiedlich beurteilten und Kontroversen sowie Interessensgegensätze bestehen blieben, "aber in besonderen, durch eine globale Pandemie verursachten Krisen-Situationen werden diese hintangestellt". Wichtiger als der Rückblick auf das Ausbildungsjahr 2019 und dessen Bewertung sei es, dazu beizutragen, dass die wirtschaftlichen und sozialen Folgen der Corona-Krise abgefedert und die Rückkehr zu stabilen Verhältnissen erleichtert würden. Ziel sei es, gemeinsam das Übergreifen der Corona-Krise auf den Ausbildungsmarkt zu verhindern beziehungsweise abzumildern.
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Vielfalt der Förderinstrumente diskutiert

(06.05.2020) Die Enquete-Kommission "Berufliche Bildung in der digitalen Arbeitswelt" am 4. Mai 2020 in einer öffentlichen Anhörung - online - über Wege in die qualifizierte Erwerbstätigkeit diskutiert. Mehrere Sachverständige aus der Bundesagentur für Arbeit (BA) und dem Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) berichteten über Förderinstrumente für die berufliche Bildung für Jugendliche. So +forderte Frank Neises (BIBB) angesichts von 300 Angeboten eine Vielfalt an bundesweit angebotenen Regelinstrumenten, Programmen von Bund und Ländern sowie solchen in schulischen Bildungsgängen statt vieler Einzelmaßnahmen eine Prozessbegleitung und "Hilfen aus einer Hand".
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Was Erwachsenenbildner*innen in Zeiten von Corona beschäftigt

(04.05.2020) Wie wird es nach Corona mit der Weiterbildung/Erwachsenenbildung weitergehen? Sicher ist, es wird Änderungen geben. Wahrscheinlich wird nicht jede Einrichtung den totalen Stillstand überstehen. Werden wir weiterhin viele selbstständige Dozent*innen haben? Welche veränderte Rolle spielt die Arbeit mit digitalen Medien und Lernangebote ohne Präsenspflicht der Teilnehmenden?

Mit diesen Fragen beschäftigt sich ein aktueller Blockbeitrag auf der Seite erwachsenbildung.at. Die Verhältnisse in Österreich sind andere als die in Deutschland. Aber sie ähneln sich mehr als das sie als völlig verschieden bezeichnet werden müssten. Die Autor*innen des Beitrags haben Gespräche mit Erwachsenenbildner*innen geführt, die „ein buntes Mosaik aus konkreten Sorgen, digitalen Copingstrategien und Ängsten vor einer ungewissen Zukunft“ offenbaren.
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Corona - Warten auf Soforthilfe – Dozent*innen ohne Einkommen

(02.05.2020) Solo-Selbstständige sind bisher durch alle Raster der Soforthilfen gefallen und bangen weiterhin um ihre Existenzen. „Bei einem sehr großen Teil der Solo-Selbstständigen sind Privates und Berufliches untrennbar miteinander verquickt und das eigene Einkommen eine laufende betriebliche Ausgabe. Insofern erfüllen sie nicht die bestehenden Voraussetzungen für Soforthilfen des Bundes“, sagte unlängst der ver.di-Vorsitzende Frank Werneke, um noch einmal wie schon zu Beginn der Corona-Krise auf die Notlage der rund 2,2 Millionen Solo-Selbstständigen in Deutschland hinzuweisen.

Bisher ist nur das Land Baden-Württemberg bereit, seinen Solo-Selbstständigen aus Landesmitteln monatlich 1.180 Euro Soforthilfe zu zahlen, erst einmal für die kommenden drei Monate. Die anderen Bundesländer wollen nachziehen, sehen aber noch nicht so recht ein, warum der Bund nicht für das Geld aufkommen sollte. Seit Wochen warten so auch Leipziger Künstler*innen, die wegen Corona keine Auftrittsmöglichkeiten mehr haben, auf Hilfen der Stadt. Ein angekündigtes Programm mit einmaligen Zuschüssen von 1.500 bis 2.000 Euro soll ihr Abrutschen in Hartz IV vermeiden. Nur: Gestartet ist es noch nicht. Mit einem Flashmob am 20. April haben Künstler*innen und unter anderem auch solo-selbstständige Lehrkräfte in der Leipziger Innenstadt wiederholt auf ihre prekäre Situation aufmerksam gemacht.
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Förderung der beruflichen Weiterbildung durch die Bundesagentur für Arbeit hat 2019 zugenommen

(30.04.2020) Von Januar bis Oktober 2019 haben insgesamt rund 282.100 Erwerbstätige eine Maßnahme der beruflichen Weiterbildung begonnen, darunter sind rund 29.600 Eintritte im Rahmen der Beschäftigtenqualifizierung. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht das einer Zunahme von 30.300 Teilnehmer*innen oder gut 12 Prozent. Da gab es insgesamt rund 251.800 Eintritte, darunter rund 27.000 im Rahmen der Beschäftigtenqualifizierung. Das schreibt die Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage von Fraktion Bündnis 90/Die Grünen.
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Förderung der beruflichen Weiterbildung für von der Digitalisierung betroffene Beschäftigte wird verbessert

(29.04.2020) Der Deutsche Bundestag hat am 23. April das Arbeit-von-morgen-Gesetz (Gesetz zur Förderung der beruflichen Weiterbildung im Strukturwandel und zur Weiterentwicklung der Ausbildungsförderung) in 2./3. Lesung beschlossen. Das Gesetz sieht zahlreiche Verbesserungen bei der Förderung der beruflichen Weiterbildung für Beschäftigte und für besonders vom Strukturwandel Betriebe vor.

Die Regelungen treten mit zeitlichen Abständen in Kraft, um der durch die Corona-Krise sehr stark belasteten Bundesagentur für Arbeit den notwendigen Vorlauf für die Umsetzung zu geben.
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13 Millionen Euro für Erwachsenenbildung: Land, öffentliche und freie Träger verlängern Kooperation bis 2025

(21.04.2020) Das Land Hessen hat den zweiten Weiterbildungspakt von 2021 – 2025 mit einem Volumen von knapp 13 Millionen Euro ausgestattet. Mit dem Geld sollen Projekte gefördert werden, die Weiterbildungszugänge erleichtern, Integration, Inklusion, Teilhabe und Chancengerechtigkeit fördern und die Qualität der Angebote durch Fortbildungen der Kursleitenden und der Pädagoginnen und Pädagogen in den Einrichtungen gezielt steigern.

Für die genannten Projektansätze stehen insgesamt 7,5 Millionen Euro zur Verfügung. Die restlichen 5,5 Millionen Euro werden genutzt, um den Fördersatz für Unterrichtsstunden zu erhöhen. „Indem wir den Weiterbildungspakt schon jetzt fortschreiben, geben wir allen beteiligten Trägern und Einrichtungen der Weiterbildung frühestmögliche Planungssicherheit für ihre wichtigen Projekte. Damit sind sie noch besser in der Lage, Antworten zu finden auf die Herausforderungen, die der technologische und gesellschaftliche Wandel an unsere Arbeitswelt stellt,“ so Kultusminister Lorz.
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Rettungsfonds für die Erwachsenenbildung jetzt!

(18.04.2020) Die Heimvolkshochschulen ermöglichen Qualifizierung und politische, persönliche und berufliche Weiterentwicklung durch Workshops und Schulungen an einem Ort zusammen mit Übernachtung und Verpflegung. Durch die Corona-Krise ist der Betrieb in allen niedersächsischen Heimvolkshochschulen zum Erliegen gekommen. Mit drastischen Folgen. Da die Häuser gemeinnützige Träger haben, stehen kaum Rücklagen zur Verfügung, um durch die Krise zu kommen. Ohne staatliche Unterstützung sind viele Häuser akut bedroht und könnten in die Insolvenz getrieben werden.
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Was machen Weiterbildungseinrichtungen, wenn die Teilnehmer*innen nicht anwesend sein dürfen?

(15.04.2020) Welche Auswirkungen haben die Corona-Epidemie und die staatlichen Maßnahmen zu ihrer Bekämpfung auf die Arbeit der Beschäftigten in der Weiterbildung? Dazu führte der Bereich Bildungspolitik in ver.di ein Interview mit Maren Keup-Gottschalck, Betriebsrätin der BFW Berufsförderungswerk Hamburg GmbH.

Unmittelbar nach der Allgemeinverfügung, alle Bildungseinrichtungen zu schließen, hätten die Leistungsträger zunächst angekündigt, die Zahlungen einzustellen. „Aufgrund gewerkschaftlicher, politischer sowie persönlicher Interventionen konnte dies zum Glück verhindert werden“, so Maren Keup-Gottschalck. „Inzwischen haben die Leistungsträger zugesagt, dass die laufenden Maßnahmen weiter finanziert werden, wenn die Bildungsträger eine Fortführung sicherstellen, in welcher Form auch immer.“
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DGB fordert mehr Möglichkeiten zur Weiterbildung im wirtschaftlichen Wandel

(08.04.2020) Die Digitalisierung treibt den wirtschaftlichen Wandel immer schneller voran. Zwar wird nicht mit Massenarbeitslosigkeit wie in der Vergangenheit gerechnet. Aber es bleibt auch nicht alles so wie es ist. Die Arbeitsplätze verändern sich im rasanten Tempo, Arbeitsplätze werden durch technische Lösungen ersetzt. Dabei sollte nach Meinung des DGB klar sein: Ein »immer schneller, immer größer, immer weiter, immer mehr« kann dauerhaft nicht funktionieren.

Der Wandel darf nicht auf dem Rücken der Beschäftigten, der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer ausgetragen werden. Angesichts der vielfältigen Herausforderungen ist ein arbeitsmarktpolitischer Instrumentenkasten notwendig, der an den Leitlinien »Prävention vor Arbeitslosigkeit«, »Gute Arbeit« und »Soziale Sicherheit« ausgerichtet ist und den unterschiedlichen Facetten der Transformation Rechnung trägt.

In einer neuen Broschüre fordert der DGB eine Arbeitsmarktpolitik, die Beschäftigung sichert, auch durch Übergänge von einem alten Betrieb in neue Beschäftigung. Weiterbildung spielt in diesem Konzept eine zentrale Rolle.
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Zugang für Hartz IV für Soloselbstständige wurde erleichtert

(07.04.2020) Die vom Bund und den Landesregierungen aufgelegten Rettungspakete in Zeiten von Corona sollen Betriebe über Wasser halten. Die Leistungen sind nicht dafür bestimmt, den Lebensunterhalt der Betroffenen zu sichern. Von diesen Regelungen sind sehr viele Solo-Selbstständige betroffen, die kaum oder keine Betriebskosten haben und daher auch nicht von den Rettungspaketen aufgefangen werden.

Wen Geld zum Lebensunterhalt benötigt, der muss zum Jobcenter und für die Zeit Hartz IV beantragen. Anträge, die bis zum 30. Juni 2020 gestellt werden, unterliegen vereinfachten Regeln. Der DGB hat in einer kurzen Broschüre zusammengestellt, was zu beachten ist und welche Leistungen gewährt werden.
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Berliner Senat bezahlt auch in der Corona-Krise weiterhin seine Honorarkräfte

(06.04.2020) In einem Schreiben vom 27. März 2020 teilt der Berliner Senat mit, den Honorarkräften von Musikhochschulen, Volkshochschulen und anderen Einrichtungen des Landes Berlin zunächst bis zum 19. April die vereinbarten Honorare weiter zu zahlen.

Da die Lehrkräfte aufgrund der Schließung der Einrichtungen ihre vorgesehene Dienstleistung nicht mehr erbringen können, erklärt der Senat:
„ Das Land Berlin ist sich seiner besonderen Verantwortung für die Honorarkräfte bewusst, die wichtige Dienstleistungen in der Daseinsvorsorge und Ein-richtungen des Landes Berlin erbringen. In Anbetracht der durch die Corona-Pandemie entstandenen außergewöhnlichen Situation ist eine unbürokratische Sofort-hilfe angezeigt.“ Aus diesem Grunde kann das Honorar auch weitergezahlt werden, wenn der Unterricht nicht in anderer Form (z. B. IT-Lösungen) erbracht werden kann.
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DGB begrüßt geplante Neuregelungen zur Förderung der beruflichen Weiterbildung.

(11.03.2020) Die Bundesregierung plant ein neues Gesetz zur Förderung der beruflichen Weiterbildung. Der Strukturwandel der Wirtschaft soll durch eine Weiterentwicklung der Ausbildungsförderung unterstützt werden. Ziel sei insbesondere, die Beschäftigten beim Umbau der Wirtschaft zu einer emissionsarmen und digitalen Wirtschaft durch eine Ausweitung der arbeitsmarktpolitischen Förderinstrumente zu unterstützen. Arbeitslosigkeit soll vermieden werden. Dabei sollen Arbeitslose und beschäftigte Erwachsene ohne Berufsabschluss oder einem nicht mehr Berufsabschluss im Strukturwandel nicht zurückgelassen werden. Auch junge Menschen, denen der Übergang in Ausbildung nicht unmittelbar gelingt, sollen durch Verbesserungen in der Ausbildungsförderung gezielter unterstützt werden.

Der DGB begrüßt die Weiterentwicklung des arbeitsmarktpolitischen Instrumentenkastens. „Der Referentenentwurf greift eine Vielzahl von Regelungen auf, für die der DGB sich insbesondere im Rahmen der Nationalen Weiterbildungsstrategie und im Verwaltungsrat der Bundesagentur für Arbeit stark gemacht hat. Dazu gehören der grundsätzliche Rechtsanspruch auf Förderung einer berufsabschlussbezogenen Weiterbildung für Geringqualifizierte, Anreize zu sozialpartnerschaftlichen Vereinbarungen bei Weiterbildung, die vereinfachte Antragstellung im Rahmen des Qualifizierungschancengesetzes, verbesserte Qualifizierungsmöglichkeiten in einer Transfergesellschaft, eine Verordnungsermächtigung für die Bundesregierung zur Anpassung der Regelungen zum Kurzarbeitergeld, Änderungen der Regelungen zur Maßnahmezulassung sowie die Verbesserungen im Rahmen der Ausbildungsförderung.“ Das schreibt der DGB in einer Stellungnahme zum Referentenentwurf des Gesetzes.
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Weiterbildungsangebote für Bezieher*innen von Arbeitslosengeld II

(03.03.2020) Das Bundesarbeitsministerium hat jetzt seinen Referentenentwurf für ein Gesetz zur Förderung der beruflichen Weiterbildung im Strukturwandel und zur Weiterentwicklung der Ausbildungsförderung veröffentlicht.

Im Zuge der Nationalen Weiterbildungsstrategie müssen auch Leistungsberechtigte im SGB II gleichberechtigt partizipieren können, um der Verfestigung von Langzeitleistungsbezug und Langzeitarbeitslosigkeit entgegenzuwirken. Hier geht es insbesondere um den nachträglichen Erwerb eines anerkannten Berufsabschlusses.

Damit das gelingt, müssen passgenaue Weiterbildungsangebote für Leistungsbezieher*innen im Bereich des Arbeitslosengeldes II entwickelt und vorgehalten werden. Die Bundesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege (BAGFW) hat jetzt eine ausführliche Bewertung der Vorschläge des Bundesarbeitsministeriums vorgelegt.
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