Weiterbildung

Die Universität Duisburg-Essen führt eine Umfrage zum Thema „Beschäftigung in der Weiterbildung“ durch.
Die Umfrage bietet die Möglichkeit, gesicherte Informationen über die Arbeit in der Weiterbildung zu erhalten. Damit das geschieht, müssen viele mitmachen und sich an der Umfrage beteiligen. Nehmt Euch die Zeit und macht mit!
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Viele Akteure, politisch Verantwortliche und eine kaum überschaubare Trägerlandschaft kennzeichnen die Weiterbildung in Deutschland.
Die vom Bund geförderte berufliche Weiterbildung im Rahmen der aktiven Arbeitsmarktpolitik finden sie unter Förderung der beruflichen Weiterbildung.
Die allgemeine und politische Weiterbildung gehört zu den Aufgaben der Bundesländer. Sie ist von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich ausgestaltet.
Die berufliche Weiterbildung in den Betrieben gehört zum Regelungsbereich der Tarifvertragsparteien.
Die bildungspolitische Debatte um Aufgaben und Zuständigkeiten in der Weiterbildung verfolgen wir unter Lebenslanges Lernen.
Über die Arbeitsbedingungen der großen Zahl von Honorarkräften berichten wir unter Selbstständige in der Weiterbildung.



Staatliche Förderung der allgemeinen Weiterbildung in Niedersachsen um zwei Millionen jährlich erhöht

(13.01.2020) Das Land Niedersachsen hat die jährliche Förderung der Träger der allgemeinen und politischen Weiterbildung um jährlich zwei Millionen Euro auf jetzt 47 Millionen Euro aufgestockt. Nach Ansicht des zuständigen Ministers Thümler leisten die 57 Volkshochschulen, 23 Heimvolkshochschulen und sieben Landeseinrichtungen hervorragende Arbeit.

Umgerechnet auf die Einwohnerzahl steigt die Förderung damit jährlich um 25 Cent je Einwohner. Große Sprünge werden die Einrichtungen mit dieser Erhöhung nicht wirklich machen können. Und für ordentliche Honorare der Dozent*innen reicht das Geld auf keinen Fall.
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Änderung der Aufstiegsfortbildungsförderung wird im Bundestagsausschuss positiv aufgenommen

(04.01.2020) Die Reform des Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetz (ABFG) wurde am 18. Dezember im zuständigen Ausschuss des Deutschen Bundestags beraten. Die Vertreter von SPD und CDU/CSU lobten erwartungsgemäß den vorliegenden Gesetzentwurf.

Die Vertreter der Oppositionsparteien begrüßten ebenfalls die Reformvorschläge. Allerdings machten sie deutlich, dass es an der einen oder anderen Stelle noch weiteren Änderungsbedarf am Gesetz gibt. So warb die Abgeordnete der Grünen für einen Rechtsanspruch auf Weiterbildung.

Zugleich liegt der Teufel mal wieder im Detail. So machte die Vertreterin der Linken deutlich, dass Schülerinnen und Schüler in der praxisintegrierten Ausbildung zum staatlich anerkannten Erzieher von der Förderung ausgeschlossen sind, da der Theorieanteil an ihrer Ausbildung statt der geforderten 70 Prozent „lediglich“ bei 66 Prozent liege. Hier müsse eine Änderung im Gesetz vorgenommen werden.
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Bund plant höhere Mittel für berufliche Aufstiegsfortbildungen

(04.01.2020) Rund 167.000 Teilnehmer*innen erhielten 2018 eine Förderung nach dem Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetz (AFBG, sog. „Aufstiegs-BAföG“). Der Bundestag hat im Dezember 2019 in erster Lesung die Reform des Aufstiegs-BAföG beraten. Mit den geplanten Änderungen sollen die Geförderten höhere Zuschussanteile, höhere Freibeträge und höhere Darlehenserlasse erhalten.

Bundesbildungsministerin Anja Karliczek erklärt zu der geplanten Reform: „Das neue Aufstiegs-BAföG macht beruflichen Aufstieg und Familie besser miteinander vereinbar. Dafür nehmen wir so viel Geld in der Hand wie bei keiner AFBG-Reform bisher: 350 Millionen Euro wird die Bundesregierung in dieser Legislaturperiode für berufliche Aufsteigerinnen und Aufsteiger investieren.“
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Karliczek: Positiver Trend bei Alphabetisierung

(01.11.2019) Rund 6,2 Millionen Erwachsene in Deutschland können zwar Buchstaben, Wörter und einzelne Sätze lesen und schreiben, haben jedoch Mühe, einen längeren zusammenhängenden Text zu verstehen. Zu diesem Ergebnis kommt die "LEO-Studie 2018" der Universität Hamburg, die das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert hat. Das Bundeskabinett hat sich am 30. Oktober mit dem aktuellen Stand zur Förderung der Lese- und Schreibfähigkeiten von Erwachsenen beschäftigt.

Bundesbildungsministerin Karliczek betonte die Notwendigkeit, die Anstrengungen bei der Förderung fortzusetzen.
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Wer nur auf die Weiterbeteiligung schaut, verstärkt am Ende die soziale Auslese in der Weiterbildung

(01.11.2019) Sowohl die Indikatoren der Europäischen Union als auch der Bundesregierung haben einen entscheidenden Mangel: Sie messen nur die schlichte quantitative Quote der Weiterbildungsbeteiligung. Der Ausbau der Qualität, eine höhere Effektivität oder auch der Abbau möglicher sozialer Disparitäten im Rahmen der Weiterbildung steht nicht auf der Agenda. Dabei hat der Nationale Bildungsbericht noch im Jahr 2012 festgestellt, „dass sich soziale Disparitäten vor allem in der betrieblichen Weiterbildung verfestigt zu haben scheinen“.7 Und der Nationale Bildungsbericht 2018 konstatiert (allerdings auf Basis der Daten des AES-Trendberichts 2016): „Die traditionellen sozialen Disparitäten in der Weiterbildungsbeteiligung haben weiterhin bestand.“

Auch der „Trendbericht Weiterbildung 2018“ bestätigt diese These. Die soziale Auslese, die leider
ein Problem im gesamten Bildungssystem ist, setzt sich in der Weiterbildung fort. Das zeigt die DGB-Analyse zur sozialen Spaltung in der Weiterbildung 2019, die Matthias Anbuhl auf Basis des Adult Education Survey Trendberichts erstellt hat.
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