Weiterbildung

Die Universität Duisburg-Essen führt eine Umfrage zum Thema „Beschäftigung in der Weiterbildung“ durch.
Die Umfrage bietet die Möglichkeit, gesicherte Informationen über die Arbeit in der Weiterbildung zu erhalten. Damit das geschieht, müssen viele mitmachen und sich an der Umfrage beteiligen. Nehmt Euch die Zeit und macht mit!
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Viele Akteure, politisch Verantwortliche und eine kaum überschaubare Trägerlandschaft kennzeichnen die Weiterbildung in Deutschland.
Die vom Bund geförderte berufliche Weiterbildung im Rahmen der aktiven Arbeitsmarktpolitik finden sie unter Förderung der beruflichen Weiterbildung.
Die allgemeine und politische Weiterbildung gehört zu den Aufgaben der Bundesländer. Sie ist von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich ausgestaltet.
Die berufliche Weiterbildung in den Betrieben gehört zum Regelungsbereich der Tarifvertragsparteien.
Die bildungspolitische Debatte um Aufgaben und Zuständigkeiten in der Weiterbildung verfolgen wir unter Lebenslanges Lernen.
Über die Arbeitsbedingungen der großen Zahl von Honorarkräften berichten wir unter Selbstständige in der Weiterbildung.



Wahlprüfsteine zur Bundestagswahl 2017 - Gute Weiterbildungspolitik ante portas?

(13.09.2017) Der Deutsche Volkshochschulverband (DVV) hat die im Bundestag vertretenen Parteien 18 Fragen zu weiterbildungsrelevanten Themen gestellt. Offensichtlicht wollte der DVV sich von der AFD abgrenzen. Darum stellte er die Fragen „nur“ an die im Bundestag vertretenen Parteien und verzichtete dabei auf Antworten der FDP. Dumm, denn die FDP schwingt sich gerade zur „Bildungspartei“ auf und genau deren Antworten wären interessant gewesen.
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Volkshochschulen fordern mehr Geld für Alphabetisierung

(13.09.2017) Der Deutsche Volkshochschulverband (DVV) beklagt die anhaltend hohe Zahl von funktionalen Analphabeten in Deutschland. 14,5 Prozent der Bevölkerung oder 7,5 Millionen Erwerbsfähige können kaum lesen und schreiben. "Ohne eine kraftvolle Bildungsoffensive von Bund, Ländern und Gemeinden wird dieser beschämende Umstand noch Jahrzehnte fortbestehen", sagt Ulrich Aengenvoort, Direktor des Deutschen Volkshochschul-Verbandes.
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Zur Situation von Honorarlehrkräften in Deutschland

(23.08.2017) Mit einer Kleinen Anfrage wollte Bündnis 90/Die Grünen wissen, über welche Informationen die Bundesregierung zur sozialen Lage von Honorarlehrkräften in der Weiterbildung verfügt. Die Grünen fordern mit Blick auf die soziale Absicherung einen Schuldenschnitt und eine Senkung der Mindestbeiträge in der Krankenversicherung. „Alle nicht anderweitig abgesicherten Selbständigen in die gesetzliche Rentenversicherung einbezogen und die Beitragszahlung weiter flexibilisiert werden. Neben der paritätischen Beitragstragung durch Auftraggeber und Auftragnehmer bedarf es der Einführung einer steuerfinanzierten Garantierente, die langjährig Versicherten mit 30 Versicherungsjahren eine Rente oberhalb der Grundsicherung garantiert.“

Der Bundesregierung ist es zunächst einmal wichtig, festzuhalten, dass es sich beim Begriff „Honorarlehrkräfte“ um „keine sozialversicherungsrechtliche Kategorie, sondern um einen zwar weithin gebräuchlichen, aber rechtlich unerheblichen Begriff für Lehrkräfte, die nach Vorstellung der Beteiligten als Selbständige unterrichten.“ Ob sie tatsächlich Selbstständige sind, entscheide nun einmal die Clearing Stelle der Rentenversicherung „im Einzelfall auf der Grundlage der gesetzlichen Abgrenzungskriterien und der durch die Rechtsprechung vorgenommenen Konkretisierungen.“

In der Antwort finden sich zudem einige Informationen über Beitragsrückstände in der Kranken- und Rentenversicherung. Doch eines macht die Bundesregierung unmissverständlich klar: Die Sache geht sie nichts an! „Der Bereich der allgemeinen Weiterbildung liegt in der Zuständigkeit der Länder. Es ist der Bundesregierung daher weder bekannt, wie viele von den Vertragsparteien als Honorarlehrkräfte bezeichnete Lehrerinnen und Lehrer es insgesamt gibt, noch wie und in welchem Umfang sogenannte Honorarlehrkräfte in Volkshochschulen und Musikschulen eingesetzt werden.“ Dabei hätte ein Blick in die jährliche Volkshochschulstatistik ausgereicht, um zumindest einige Zahlen weiterzugeben.
Hätte, Hätte, Fahrradkette!
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Zehn Prozent aller Weiterbildungen entfallen auf den Bereich Informations- und Kommunikationstechnologie

(15.08.2017) Rund 38 Prozent der Befragten des Nationalen Bildungspanels (NEPS) haben zwischen 2009 und 2013 mindestens einmal an einer non-formalen Weiterbildung teilgenommen. Darunter fallen alle irgendwie organisierten Weiterbildungsaktivitäten wie Lehrgänge oder Kurse, die nicht mit einem formalen beruflichen Abschluss enden.

Rund 10 Prozent der Kurse haben Themen im Bereich der Informations- und Kommunikationstechnologien zum Inhalt. „Die meisten Weiterbildungskurse fallen in den Bereich Soziales, Erziehung und Gesundheit, dazu gehören auch verpflichtende Weiterbildungskurse z. B. für Lehrer, Erzieher und Ärzte. Nach dem Bereich Wirtschaft und Verwaltung (z. B. Managementseminare) sind Weiterbildungen im Bereich der IKT die drittgrößte Gruppe unter allen Weiterbildungskursen.“ Zu diesem Ergebnis kommt eine neue Untersuchung des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB).

Im Verlauf der Diskussion um die „Zukunft der Arbeit“ wird über eine wachsende Bedeutung der Aus- und Weiterbildung gesprochen. Die Autoren stellten die Frage, „inwiefern sich bestimmte Personengruppen in Deutschland fort- und weiterbilden, um moderne IT- und Computerkenntnisse zu erlernen“. Dabei ging es um die Frage, in welchem Umfang Unterschiede an der Beteiligung an IKT-Schulungen durch die Faktoren Qualifizierung, Schulbildung, Geschlecht und Alter beeinflusst werden.
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Vergabemanagement der Bundesagentur für Arbeit

(11.08.2017) Was hat die Novellierung des Vergaberechts gebracht? Welche Kriterien müssen Auftragnehmer bei Vergabeverfahren durch die Bundesagentur für Arbeit erfüllen? Tagesseminar in Berlin.
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Berufsbegleitende Weiterbildung - Welchen Chancen werden für berufstätige Frauen geschaffen?

(01.08.2017) „Gleichheit zwischen den Geschlechtern wird stets gefordert, doch besonders auf dem Arbeitsmarkt sind die Unterschiede nach wie vor deutlich sichtbar. Die Lohnlücke liegt in Bremen immer noch bei 25%, im Bundesdurchschnitt liegt sie sogar noch et-was höher. Besonders schwierig sieht es aber im Alter aus. Altersarmut ist vor allem weiblich, denn signifikant weniger Frauen als Männer gehen dauerhaft einer nachhaltig existenzsichernden Arbeit nach. Ursache hierfür ist unter anderem, dass Frauen häufiger als Männer in schlecht bezahlten Beschäftigungen arbeiten. Gerade in den Dienstleistungs- und Care-Berufen sind überdurchschnittlich viele Frauen zu finden. Zudem arbeiten Frauen bekannter Weise häufiger als Männer in Teilzeit – auch nach der Familienphase.“ Das schreibt die SPD Fraktion im Bremischen Bürgerschaft in einer Kleinen Anfrage an den Senat.

Daher seien Qualifizierungsangebote für Frauen besonders wichtig, um deren Chancen auf gutbezahlte Arbeitsplätze zu erhöhen. Weiterbildung sei eine originäre Aufgabe der Unternehmen, so die SPD-Fraktion. Doch diese Aufgabe würde sehr unterschiedlich wahrgenommen. „Deshalb ist es wichtig, auch Unternehmen dafür zu sensibilisieren, dass – vor allem vor dem Hintergrund der zunehmenden Digitalisierung – die Weiterbildung ihrer Mitarbeiterinnen ebenso wie die Ausbildung auch den Bedarf an Fachkräften sichern hilft.“

Die SPD-Fraktion wollte in diesem Zusammenhang wissen, in welchem Umfang Frauen Weiterbildungsangebote nutzen, welche Fördermöglichkeiten es gibt und was der Senat unternimmt, um die Weiterbildungsbeteiligung zu erhöhen.
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Gut drei Viertel der Unternehmen sind aktiv in beruflicher Weiterbildung

(21.07.2017) Das Statistische Bundesamt hat die Ergebnisse der Fünften Europäischen Erhebung über die berufliche Weiterbildung für die Bundesrepublik Deutschland veröffentlicht. Danach nutzten 77 Prozent der deutschen Unternehmen Weiterbildungsmaßnahmen zur Qualifizierung ihrer Beschäftigten. Danach ist der Anteil der weiterbildenden Unternehmen gegenüber der vorherigen Erhebung um 4 Prozentpunkte gestiegen, so das Statistische Bundesamt.
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„Beteiligung am Bildungsurlaub erhöhen“

(14.07.2017) In ihrer Sitzung am 21.04.2016 hat die Bremische Bürgerschaft (Landtag) den Antrag der Fraktionen der SPD und Bündnis 90/DIE GRÜNEN „Beteiligung am Bildungsurlaub erhöhen“ vom 21.01.2016 beschlossen. Der Senat hat den Beschluss zur Kenntnis genommen und ihn zur weiteren Veranlassung an die Senatorin für Kinder und Bildung überwiesen.

Inzwischen liegt der Bericht der Senatorin vor. Aufgrund des Berichts sieht der Senat dringenden Bedarf, das Gesetz an zwei Stellen zu ändern. Der Titel soll von „Bildungsurlaub“ in „Bildungszeit“ geändert werden. Der alte Begriff würde mit Freizeitcharakter verbunden, „um den es im Bildungsurlaub nicht geht“. Lernen ist halt eine ernste Angelegenheit! Zudem müsse das Ziel der Bildungsmaßnahme deutlich hervorgehoben werden. Die Teilnehmer*innen sollten nach der Bildungsmaßnahme einen „Zuwachs an Kompetenzen“ erfahren haben, der einen „attraktiven Mehrwert“ darstelle. Sowohl der Antrag wie auch die Teilnahmebescheinigungen sollen zukünftig die zu „erwerbenden Kompetenzen ausweisen“.
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Digitalisierung – Herausforderungen für die Berufsbildung und Weiterbildung

(03.07.2017) Digitalisierung bzw. Arbeit 4.0 wird Auswirkungen darauf haben, wie wir in Zukunft arbeiten wollen und werden. Bildungsprozesse, Voraussetzung für Teilhabe am Arbeitsprozess, sind Veränderungen unterworfen, die in ihrer Gesamtheit noch nicht vollständig erfasst sind. Unstrittig ist jedoch, dass die vermehrten Restrukturierungs- und Innovationsprozesse infolge der Digitalisierung veränderte Aus- und vermehrte Weiterbildung erforderlich machen, insbesondere dann, wenn die Beschäftigten im Sinne guter Arbeit in der digitalisierten Arbeitswelt tätig und innovativ sein wollen.
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Zuständigkeit für Berufliche Bildung gehört ins Bildungsministerium

(24.06.2017) Wenn es um die berufliche Weiterbildung geht, versucht die Wirtschaft gerne, alleine über Inhalte und Teilnahme zu bestimmen. Wir wissen es besser, so lautet der gebetsmühlenartig vorgetragene Glaubenssatz der Wirtschaftsverbände.

Da ist es nur konsequent, wenn die neue schleswig-holsteinische Landesregierung jetzt auch die berufliche Bildung dem Wirtschaftsministerium zuordnet. Berufliche Bildung hat für die Vertreter der Jamaika-Koalition offensichtlich nichts mit Pädagogik und Emanzipation zu tun. Sie ist den Interessen der Wirtschaft untergeordnet. Da ist halt nicht das Bildungsministerium, sondern das Wirtschaftsministerium zuständig.
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