Weiterbildung

Die Universität Duisburg-Essen führt eine Umfrage zum Thema „Beschäftigung in der Weiterbildung“ durch.
Die Umfrage bietet die Möglichkeit, gesicherte Informationen über die Arbeit in der Weiterbildung zu erhalten. Damit das geschieht, müssen viele mitmachen und sich an der Umfrage beteiligen. Nehmt Euch die Zeit und macht mit!
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Viele Akteure, politisch Verantwortliche und eine kaum überschaubare Trägerlandschaft kennzeichnen die Weiterbildung in Deutschland.
Die vom Bund geförderte berufliche Weiterbildung im Rahmen der aktiven Arbeitsmarktpolitik finden sie unter Förderung der beruflichen Weiterbildung.
Die allgemeine und politische Weiterbildung gehört zu den Aufgaben der Bundesländer. Sie ist von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich ausgestaltet.
Die berufliche Weiterbildung in den Betrieben gehört zum Regelungsbereich der Tarifvertragsparteien.
Die bildungspolitische Debatte um Aufgaben und Zuständigkeiten in der Weiterbildung verfolgen wir unter Lebenslanges Lernen.
Über die Arbeitsbedingungen der großen Zahl von Honorarkräften berichten wir unter Selbstständige in der Weiterbildung.



Nur wenige Hartz IV Bezieher*innen bekommen eine berufliche Weiterbildung gefördert

(22.07.2019) Im Bereich des SGB III förderte die Bundesagentur für Arbeit jeden Arbeitslosen im Schnitt mit 1.605 Euro – etwa fünf Mal so viel als im Jahr 2006. Das ergab eine neue Studie des Deutschen Instituts der Wirtschaft (IW).

Doch im Bereich des SGB II ist bei der beruflichen Weiterbildung für die Betroffenen nicht viel drin. Seit 2012 stagnieren die Ausgaben, in den letzten beiden Jahren ging die Förderung der beruflichen Weiterbildung sogar zurück. Gerade einmal 331 Euro betrug die Förderung je Erwerbslosen im Bereich des SGB II.

Ausgerechnet das IW stellt „sich die Frage, ob hier Anzeichen einer strukturellen Unterfinanzierung vorliegen“. Gerade Menschen mit Qualifizierungsdefiziten benötigten Weiterbildung für eine Wiedereingliederung in den Arbeitsmarkt. Daher fordert das IW: „Wenn eine Stärkung der Weiterbildung als adäquate Antwort auf die Anforderungen der Digitalisierung gesehen wird, sollte die öffentliche Förderung im SGB II ausgebaut werden.“
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Nationale Weiterbildungsstrategie will neue Perspektiven bieten – Strategiepapier verabschiedet

(13.07.2019) Nach 6 Monaten Beratungen wurde im Juni das Strategiepapier der Nationalen Weiterbildungsstrategie (NWS) verabschiedet. Es ist das Ergebnis eines zum Teil stark kontrovers geführten Diskussionsprozesses zwischen Bund, Ländern, Wirtschafts- und Sozialpartnern und der Bundesagentur für Arbeit.

Die fortschreitende Digitalisierung in der Arbeitswelt macht berufsbegleitendes Lernen notwendiger denn je. Dabei sind vor allem die Unternehmen in der Pflicht, mehr zu tun als bisher. Im Mittelpunkt der gewerkschaftlichen Aktivitäten steht dabei der Betrieb. Hier wollen sich die Gewerkschaften, gemeinsam mit der betrieblichen Interessenvertretung vielfältig einbringen und insbesondere die betriebliche Weiterbildung für alle Beschäftigten stärken.
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Gut ausbilden, Weiterbildung stärken, die Zukunft gestalten: Für ein Recht auf berufliche Weiterbildung!

(08.07.2019) In einem gemeinsamen Thesenpapier fordern die Arbeitskammern des Saarlandes, Österreichs, des Landes Bremen und aus Luxemburg ein Recht auf einen „ersten Berufsabschluss und auf berufliche Weiterbildung, das durch konkrete Rechtsansprüche garantiert wird“.

Die berufliche Aus- und Weiterbildung sei ein wichtiger Schlüssel, um die Arbeitswelt insbesondere in Zeiten massiver Umstrukturierungen der Wirtschaft zu gestalten. Weiterbildung schaffe individuelle berufliche Aufstiegschancen, erleichtert die Anpassung an technologische Änderungen und sei ein „wichtiges Element von beruflicher Entwicklung, sozialer Teilhabe und persönlicher Entfaltung“.

Neben verstärkten Anstrengungen in der Weiterbildung fordern die vier beteiligten Arbeitskammern „verlässliche und belastbare Rahmenbedingungen für die berufliche Bildung sowie gesetzliche Regulierungen“. Dabei müsse die Weiterbildung in „gemeinsamer Verantwortung von Staat, Arbeitgebern und Gewerkschaften weiterentwickelt werden“.
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Langzeitarbeitslose mit gesundheitlichen Einschränkungen:

(05.07.2019) Arbeitslose mit gesundheitlichen Einschränkungen haben schlechtere Chancen auf eine angemessene Förderung, wenn sie vom Jobcenter betreut werden. Die Quote der Reha-Fälle, die nach Krankheit oder Unfall umgeschult werden oder anderweitig spezielle Hilfe bekommen, ist beim Jobcenter viel geringer als bei den Agenturen für Arbeit.

Dies legt die Vermutung nahe, dass Reha-Bedarf bei den Jobcentern nicht umfassend erkannt und anerkannt wird. Das ist vor allem deswegen problematisch, weil bei Langzeitarbeitslosen vermehrt gesundheitliche Probleme auftreten, die durch eine passende Förderung ausgeglichen werden könnten.

Zu diesem Ergebnis kommt eine neue Untersuchung des DGB. Unter dem Titel „Berufliche Reha bei den Jobcentern - weiterhin nur geringe Chancen auf Förderung“ sind die Ergebnisse in der neuen „arbeitsmarktaktuell“ ausführlich dargestellt.
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Positiver Trend beim Aufstiegs-BAföG 2018

(02.07.2019) Im vergangenen Jahr haben etwa 167.000 Kolleg*innen eine Förderung nach dem Aufstiegs-BAföG genutzt. Das geht aus neuen Zahlen des Statistischen Bundesamtes hervor.

Der Anteil der geförderten Frauen ist dabei um 6,3 Prozent gestiegen. Insgesamt nutzten 62.000 Frauen diese staatliche Förderung von Weiterbildung. Mit einer Steigerung von 17 Prozent auf insgesamt 27.711 haben die Erzieher*innen besonders häufig dieses Angebot genutzt. Der "staatlich geprüfte Erzieher" ist 2018 das beliebteste Förderziel beim Aufstiegs-BAföG.
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Überwiegend gute Stimmung in der Weiterbildungsbranche

(18.06.2019) Die Stimmung in der Weiterbildungsbranche war auch in 2018 deutlich positiv. Die betrieblich finanzierten Weiterbildungen führten bei den Anbietern einen positiven „Klimawert“ von 59 Punkten aus. Die Anbieter von Weiterbildungsangeboten, die überwiegend von Arbeitsagenturen finanziert werden, meldeten hingegen schlechte Werte. Ihr Klimawert ist regelrecht abgestürzt, von 53 Punkten in 2017 auf nur noch 7 Punkte in 2018.

„Dieser Rückgang steht allem Anschein nach in Zusammenhang mit der deutlichen Abnahme der Förderfälle arbeitsmarktpolitischer Instrumente der Rechtskreise Sozialgesetzbuch (SGB) III und II - bei insgesamt positiver Entwicklung des Arbeitsmarktes."
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Nationale Weiterbildungsstrategie beschlossen – gemeinsam für eine neue Weiterbildungskultur

(13.06.2019) Hubertus Heil und Anja Karliczek haben am 12. Juni das Strategiepapier zur nationalen Weiterbildungsstrategie vorgestellt. Es wird gemeinsam getragen von Bund, Ländern, der Wirtschaft, den Gewerkschaften und der Bundesagentur für Arbeit. Ziel ist die Schaffung einer „neuen Weiterbildungskultur“ in Deutschland.

Nach Meinung der Bundesbildungsministerin Anja Karliczek müsse die Weiterbildung in Zukunft „zum Arbeitsalltag gehören“. Für den Bundesarbeitsminister Hubertus Heil bilden Qualifizierung und Weiterbildung den „Dreh- und Angelpunkt, um die Beschäftigungsfähigkeit von Arbeitnehmern zu erhalten“ und Arbeitslosigkeit zu verhindern.

Die nationale Weiterbildungsstrategie soll nicht bei reinen Absichtserklärungen enden. Es gehe vor allem um ganz konkrete Maßnahmen – „wie etwa einen grundsätzlichen Anspruch auf Nachholen eines Berufsabschlusses, die deutliche Stärkung der Weiterbildungsberatung durch die Bundesagentur für Arbeit und die Förderung von Weiterbildungsverbünden auf regionaler Ebene. Außerdem werden wir Maßnahmen wie staatlich geförderte Bildungszeiten prüfen - für neue und gute Arbeit von morgen", so Heil.
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Quelle: www.netzwerk-weiterbildung.info
Druckdatum: 19.08.2019