Weiterbildung

Die Universität Duisburg-Essen führt eine Umfrage zum Thema „Beschäftigung in der Weiterbildung“ durch.
Die Umfrage bietet die Möglichkeit, gesicherte Informationen über die Arbeit in der Weiterbildung zu erhalten. Damit das geschieht, müssen viele mitmachen und sich an der Umfrage beteiligen. Nehmt Euch die Zeit und macht mit!
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Viele Akteure, politisch Verantwortliche und eine kaum überschaubare Trägerlandschaft kennzeichnen die Weiterbildung in Deutschland.
Die vom Bund geförderte berufliche Weiterbildung im Rahmen der aktiven Arbeitsmarktpolitik finden sie unter Förderung der beruflichen Weiterbildung.
Die allgemeine und politische Weiterbildung gehört zu den Aufgaben der Bundesländer. Sie ist von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich ausgestaltet.
Die berufliche Weiterbildung in den Betrieben gehört zum Regelungsbereich der Tarifvertragsparteien.
Die bildungspolitische Debatte um Aufgaben und Zuständigkeiten in der Weiterbildung verfolgen wir unter Lebenslanges Lernen.
Über die Arbeitsbedingungen der großen Zahl von Honorarkräften berichten wir unter Selbstständige in der Weiterbildung.



Sprachliche Förderung von Auszubildenden mit Migrationshintergrund

(06.03.2019) Junge Migrant*innen müssen nicht nur die praktische Arbeit im Betrieb erlernen. Sie müssen gleichzeitig dem theoretischen Unterricht in der Berufsschule folgen können. Dazu sind sprachliche Kenntnisse zwingend erforderlich.

Am 4. März haben das Land Niedersachsen, das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) sowie die Regionaldirektion Niedersachsen/Bremen der Bundesagentur für Arbeit einen Vertrag zur gemeinsamen verstärkten Förderung junger Menschen mit Migrationshintergrund abgeschlossen. Die Leiterin der Regionaldirektion Niedersachsen-Bremen der Bundesagentur für Arbeit, Bärbel Höltzen-Schoh, erklärt dazu: „Junge Menschen mit Migrationshintergrund sind aufgrund von Sprachdefiziten aber besonders gefährdet, ihre Ausbildung abzubrechen. Die Rahmenvereinbarung zur Sprachförderung ist ein wichtiger Schritt, um die Auszubildenden und Unternehmen dabei zu unterstützen, gemeinsam zu einem erfolgreichen Abschluss zu kommen.“
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Deutschkenntnisse sind ein entscheidender Faktor für die Erwerbsaufnahme Geflüchteter

(21.02.2019) In einer neuen Studie beschäftigt sich das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) mit der Frage, welche Kriterien als „entscheidender Erfolgsfaktor für die Arbeitsmarktintegration geflüchteter Menschen“ wirksam werden. Der alles entscheidende Faktor bleibt dabei: Deutschkenntnisse!! Alle Daten zeigen an, ohne ausreichende Deutschkenntnisse gelingt es kaum, auf dem Arbeitsmarkt Fuß zu fassen.

Für die Studie wurden geflüchtete Menschen aus Syrien und dem Irak befragt. Hier zeigt sich deutlich, dass Geschlechterrollen einen wichtigen Einfluss bei der Arbeitsaufnahme spielen. „Frauen nehmen deutlich seltener eine Erwerbs¬tätigkeit auf als Männer – und das, obwohl sie über vergleichbare deutsche Sprachkenntnisse und (ausländische) Schul- und Berufsabschlüsse verfügen“, so die Studie. Männer berichten demnach doppelt so häufig wie Frauen, dass sie bereits Erwerbserfahrungen gesammelt haben.

Die Autor*innen der Studie, Dr. Claudia Wenzig und Dr. Jonas Beste, empfehlen in diesem Zusammenhang: „Da geflüchtete Frauen bislang kaum Zugang zum deutschen Arbeitsmarkt gefunden haben, sollte auch geprüft werden, ob die Angebote an Sprach- und Integrationsprogrammen oder an arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen sowie die Vermittlungspraxis der Bundesagentur für Arbeit ausreichen, den besonderen Bedingungen von geflüchteten Frauen gerecht zu werden. Wichtiges Ziel sollte sein, die vorhandenen Potenziale für die Erwerbsbeteiligung auszuschöpfen, damit Geflüchtete den Ausstieg aus dem Grundsicherungsbezug zunehmend schaffen.“
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100 Jahre Volkshochschulen – ver.di kritisiert Arbeitsbedingungen als „Skandal im öffentlichen Auftrag“

(19.02.2019) Mit viel Prominenz feierte der Deutsche Volkshochschulverband /DVV) vor wenigen Tagen sein 100-jähriges Bestehen. Die zunehmende Bedeutung der Weiterbildung war natürlich ein wichtiges Thema. Worüber wieder einmal nicht geredet wurde, waren die Arbeits- und Entlohnungsbedingungen derjenigen, die das Erfolgsmodell Volkshochschule erst möglich machen.

Die Lehrenden arbeiten bundesweit fast immer freiberuflich. Viele machen das nicht nebenberuflich, wie die Volkshochschulen immer gerne erzählen. Sie müssen vom oft niedrigen Honorar leben. Daher seien 100 Jahre Volkshochschulen eigentlich kein Grund zum Feiern, stellt ver.di-Bundesvorstandsmitglied Ute Kittel fest. Denn: „Die Arbeitsbedingungen an den Volkshochschulen sind ein Skandal im öffentlichen Auftrag. Lehrende können jederzeit Verdienst einbüßen oder ganz ohne Arbeit dastehen. Obwohl sie im Dauereinsatz für die VHS sind, erhalten viele nur Honorarverträge für wenige Wochen. Bei Krankheit oder in Elternzeit gibt es kein Recht auf Weiterbeschäftigung und wenn die Arbeit weg ist, dann gibt es kein Arbeitslosengeld.“
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Über eine Milliarde Euro für Weiterbildung verschwinden in der Verwaltung der Jobcenter

(19.02.2019)
Im Jahr 2018 wurde von den Jobcentern über eine Milliarde Euro aus Leistungen zur Eingliederung in Arbeit in das Verwaltungsbudget verschoben, 23 Prozent der Eingliederungsleistungen, so viel wie noch nie seit Einführung von Hartz IV im Jahr 2005. Im Jahr 2017 lag der Umschichtungsbetrag bei 911 Millionen Euro.

Seit Bestehen der SGB II-Jobcenter im Jahr 2005 wurden insgesamt aufsummiert 5,5 Milliarden Euro aus Eingliederungsmitteln zur Deckung von Verwaltungskosten verwendet.

Das geht aus der Antwort der Bundesregierung (PDF) auf eine entsprechende Anfrage der Bundestagsabgeordneten Sabine Zimmermann hervor.

Zimmermann erklärte zu den Umschichtungen im haushalt: "Es ist ein Skandal, dass seit Jahren Leistungen zur Eingliederung in Arbeit zum Stopfen des Haushaltsloches für die Verwaltung der Jobcenter verwendet werden und somit zur Unterstützung von Erwerbslosen nicht zur Verfügung stehen. Der Haushalt der Jobcenter muss deutlich erhöht werden. Die von der Bundesregierung angekündigte Aufstockung des Verwaltungsetats wird den Bedarf der Jobcenter nicht decken. Wieder droht ein beträchtlicher Teil des Eingliederungstitels in den Verwaltungskosten zu verschwinden."
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Mehr und mehr Geflüchtete sprechen gut Deutsch, nutzen Bildungsangebote und integrieren sich in den Arbeitsmarkt

(05.02.2019) Immer mehr Geflüchteten gelingt die Integration in das deutsche Bildungssystem und in den Arbeitsmarkt. Das zeigt eine gemeinsame Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung, des Forschungszentrums des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge und des Sozio-oekonomischen Panels am DIW Berlin auf der Basis einer repräsentativen Wiederholungsbefragung von Geflüchteten, die in den Jahren 2013 bis 2016 nach Deutschland gekommen sind. In den Jahren 2016 und 2017 wurden dafür jeweils rund 5.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer befragt, knapp 3.000 von ihnen waren bei beiden Befragungswellen dabei.
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Mit Weiterbildung Zukunft jetzt gestalten – Das Qualifizierungschancengesetz

(21.01.2019) Die Arbeitswelt ändert sich stetig, durch die Digitalisierung beschleunigt sich der Wandel zusätzlich. Die Beschäftigten müssen Schritt halten und ihre berufliche Qualifikation weiterentwickeln. Weiterbildung ist das Gebot der Stunde. Jetzt kommt es darauf an, dieses umzusetzen.

Für Weiterbildung sind in erster Linie die Unternehmen zuständig. Erfahrungen zeigen, viele Unternehmen machen nur das betrieblich Notwendige. Mit dem neuen Qualifizierungschancengesetz wird es möglich, Weiterbildung stärker aus Mitteln der Arbeitslosenversicherung zu fördern. Hierdurch soll es den Unternehmen erleichtert werden, den Beschäftigten mehr Weiterbildung anzubieten. Auch Betriebsräte können die Qualifizierung von Belegschaften unterstützen. Sie können mit dem Arbeitgeber zum Beispiel Qualifizierungspläne erarbeiten. Dieser Ratgeber erläutert die neuen Möglichkeiten und finanziellen Hilfen des „Gesetzes zur Stärkung der Chancen für Qualifizierung und für mehr Schutz in der Arbeitslosenversicherung“ (Qualifizierungschancengesetz).
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Sprache und Qualifizierung sind die größten Hürden bei der Arbeitsmarktintegration von Geflüchteten

(27.12.2018) Was muss geschehen, damit Geflüchtete dauerhaft eine Chance auf dem Arbeitsmarkt haben sollen? Das wollten die Forscher vom Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung wissen. Dazu befragten Sie Vermittler in den Arbeitsagenturen und Jobcentern, die in letzter Zeit geflüchtete Menschen verstärkt bei der Suche nach Job’s unterstützen.

Als wesentliches Hindernis bei der Suche nach bezahlten Arbeitsplätzen „Geflüchteten identifizieren die Befragten geringe Deutschkenntnisse, nicht verwertbare Qualifikationen sowie die Unkenntnis über Rollenvorstellungen, Sitten und Gebräuche am deutschen Arbeitsmarkt“. Ausreichende Sprachkenntnisse seien entscheidend „für die gesellschaftliche Integration und für den Erwerb formaler Qualifikationen“. Sie sehen es als wichtige Aufgabe an, Geflüchtete „beim allgemeinen und berufsfachlichen Spracherwerb zu unterstützen“. Die Mehrheit der Befragten geht aufgrund der „identifizierten Integrationshemmnisse“ davon aus, „dass die Geflüchteten eher in direkte Konkurrenz zu anderen Migrantengruppen als zu einheimischen Arbeitskräften treten“.
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Quelle: www.netzwerk-weiterbildung.info
Druckdatum: 26.03.2019