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Arbeitsuchende und Langzeitarbeitslose profitieren zu wenig von guter Arbeitsmarktlage

Wer im Hartz-IV-System steckt, für den gibt es immer weniger Weiterbildungsangebote. Das geht aus einer Antwort auf eine Anfrage der arbeitsmarktpolitischen Sprecherin Der Grünen, Brigitte Pothmer, hervor. Von 2012 bis 2015 sank die Zahl der Weiterbildungen im SGB II von 164.643 auf 128.981 Zugänge in Maßnahmen der beruflichen Weiterbildung. Das entspricht einem Rückgang von 35.662 Teilnehmer_innen oder gut 21 Prozent.



Noch schlechter sieht es bei den abschlussbezogen Weiterbildungen aus. Sie stagnieren auf niedrigem Niveau um die 20.000 Teilnehmer_innen. Ende 2015 befanden sich 1.883.290 Erwerbslose im SGB II. Nur einer von 100 Erwerbslosen hatte damit die Chance auf einen beruflichen Neustart.

Im SGB III waren dagegen 798.125 Erwerbslose registriert. Sowohl bei abschlussbezogenen Weiterbildungen wie auch sonstigen Weiterbildungen ist die Chance, eine Weiterbildung zu erhalten, damit mehr als dreimal so groß im wie Hartz-System. Darum erklärt Brigitte Pothmer zu recht: „Ministerin Nahles kann nicht einerseits das Hohelied der Weiterbildung singen und andererseits immer weniger Arbeitsuchenden die Chance dazu geben. Es muss endlich ein Strategiewechsel in der Arbeitsförderung her.“


Die Antwort auf die Anfrage von Brigitte Pothmer kann hier als pdf-Datei heruntergeladen werden.


Schlagworte zu diesem Beitrag: Berufliche Weiterbildung, Erwerbslose, Öffentliche Beschäftigungspolitik
Dieser Beitrag wurde zuletzt aktualisiert am 08.09.2016

Quelle: www.netzwerk-weiterbildung.info
Druckdatum: 16.10.2019