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Wir sind dran!

Entgeltverhandlungen bei der DAA wieder ergebnislos vertagt

Am 16. Dezember 2015 wurden die Entgeltverhandlungen für die Beschäftigten bei der DAA, INT und Job Plus in Berlin fortgesetzt. Das Angebot der Arbeitgeber wurde von der Entgeltkommission als nicht verhandelbar bewertet. Daraufhin wurden die Verhandlungen ohne Ergebnis bis Februar 2016 unterbrochen.

Die Arbeitgebervertreter/innen boten der Verhandlungskommission an, die Entgelte für alle Beschäftigten der DAA um 2,0 Prozent zu erhöhen. Die Verhandlungskommission lehnte dieses Angebot ab. Wir machten aber auch klar, dass wir verhandlungsbereit sind und im Interesse der DAA-Arbeitnehmer/innen schnellstmöglich einen Entgeltabschluss wollen. Dies sei auch im Interesse des Unternehmens, um Planungssicherheit für die nächsten Jahre zu haben.

In der DAA-Betriebsräteversammlung am 9. Dezember 2016 haben Arbeitnehmer/innen eindrucksvoll geschildert, dass die DAA-Entgelte weder den anspruchsvollen und gestiegenen Aufgaben gerecht werden noch dazu geeignet sind, Arbeitnehmer/innen zu gewinnen und zu halten. Die neue DAA-Geschäftsführerin Dina Bösch zeigte sich auf der Betriebsräteversammlung beeindruckt. Sie vermittelte den teilnehmenden Betriebsräten das Gefühl, dass die Belange der Beschäftigten zukünftig ernster genommen und stärker in der Geschäftspolitik der DAA berücksichtigt würden.

Unter diesen Eindruck fand die Entgeltrunde am 16. Dezember 2015 in Berlin statt, um dann von den Arbeitgebervertreter/innen zu erfahren, dass substanziell kein besseres Angebot als vor einem Monat gemacht wurde. Die Verhandlungskommission der Arbeitnehmer/innen hob wieder hervor, dass bei der DAA ein hoher Nachholbedarf für die Beschäftigten besteht. Unsere Forderung wird durch die verbesserte Auftragssituation der DAA, eine gute Umsatzentwicklung, höhere Marktanteile und eine für die Branche sehr gute Eigenkapitalausstattung gestützt. Wir kommen zu dem Schluss, dass bei der Arbeitgebern wie in den letzten zehn Jahren die Strategie gilt, dass Zukunftsängste aufgebaut werden, um Gehälter niedrig zu halten, um dann den völlig überraschend eintretenden Gewinn beiseite zu legen.

Geld ist genug da

Für das Jahr 2015 wird erneut mit einem guten Ergebnis bei der DAA gerechnet – über 2 Mio. Euro. Das Eigenkapital ist in den letzten Jahren auf fast 42 Mio. Euro gestiegen. Jährlich werden Millionen Euro an die Stiftung abgeführt. Die DAA-Geschäftsführer/innen glauben, sie sitzen am längeren Hebel. Wir wissen, dass wir dieses Kräftemessen gewinnen müssen – und können. Wer, wenn nicht wir, wird für uns kämpfen?

Wir müssen mehr werden – ver.di stärken

Gute Entgeltregelungen auch bei der DAA sind nur möglich, wenn die Beschäftigten hinter ver.di und den Betriebsräten stehen. Weil die Geschäftsführung uns nichts schenkt und weil gute Entgeltregelungen immer eine Frage der Macht sind, braucht ver.di viele engagierte und aktive Beschäftigte hinter sich. Es können nie genug sein. Die Verhandlungen haben gezeigt, dass gute Argumente nicht ausreichen. Jetzt aktiv die Forderung unterstützen, ver.di-Mitglied werden und im Streik abgesichert sein.

Falls Sie das auch so sehen:

Herzlich willkommen bei ver.di!
In einer starken Gemeinschaft!



Quelle. Tarifinfo Bereich Weiterbildung, Fachbereich Bildung, Wissenschaft und Forschung in ver.di, Dezember 2015


Verweise zu diesem Artikel:
Schlagworte zu diesem Beitrag: Öffentliche Beschäftigungspolitik, Mindestlohn
Dieser Beitrag wurde zuletzt aktualisiert am 17.12.2015

Quelle: www.netzwerk-weiterbildung.info
Druckdatum: 23.10.2019