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Tarifverhandlungen für die Branche Weiterbildung ausgesetzt

Am 14. Juli 2014 vierte Verhandlungsrunde – und ein halbes Jahr nach Verhandlungsbeginn wieder kein ausreichendes Angebot der Zweckgemeinschaft der Weiterbildungsträger. Die Tarifkommissionen haben beraten und sind zu dem Ergebnis gekommen, dass die Tarifverhandlungen für einen Branchentarifvertrag für die Beschäftigten in der Weiterbildung solange auszusetzen sind, bis ein verhandlungsfähiges Angebot der Arbeitgeber vorliegt.

Die Arbeitgeber bewegen sich bislang gar nicht oder im Schneckentempo. Die Verhandlungs- und Tarifkommissionen fragen sich: „Haben die Arbeitgeber überhaupt einen Einigungswillen?“ Er ist anzuzweifeln bei Angeboten
  • von einer Wochenarbeitszeit von 39,5 Stunden

  • ohne Vor- und Nachbereitungszeiten für Pädagogen

  • ohne materiellen Ausgleich für Freizeitfahrten

  • das Abstreiten eines tariflichen Anspruchs auf Weiterbildung

  • ohne Schritte in Richtung Abbau von Befristungen

  • ohne Anerkennung von Beschäftigungszeiten

Wir stellen unsere Forderungen vernünftig, mit Augenmaß und bezahlbar auf. Die Tarifkommissionen haben den Eindruck, dass die Arbeitgeber bislang nicht bereit sind, sich ernsthaft damit auseinanderzusetzen. Wir bringen in die Tarifverhandlungen Probleme und Forderungen ein, die vielen Beschäftigten in der Weiterbildung unter den Nägeln brennen – Vor- und Nachbereitungszeiten, Schritte hin zu weniger Befristungen und einen Rechtsanspruch auf Weiterbildung. Die Arbeitgeber gehen insbesondere auf diese branchenspezifischen Strukturelemente eines Branchentarifvertrages in der Weiterbildung nicht ernsthaft ein.

So kann es keinen Abschluss über einen Tarifvertrag für die Beschäftigten in der Weiterbildungsbranche geben. Den Vertretern der Arbeitgeber geben wir mit dem Aussetzen der Tarifverhandlungen Zeit nachzudenken.


Quelle: Tarifinfo des Bereichs Weiterbildung im Fachbereich Bildung, Wissenschaft und Forschung in ver.di, Juli 2014


Verweise zu diesem Artikel:
Schlagworte zu diesem Beitrag: Mindestlohn
Dieser Beitrag wurde zuletzt aktualisiert am 16.07.2014

Quelle: www.netzwerk-weiterbildung.info
Druckdatum: 23.10.2019