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Berufsorientierungsprogramm ist ein voller Erfolg!

"Das Berufsorientierungsprogramm ist eine echte Erfolgsgeschichte", so BIBB-Präsident Friedrich Hubert Esser anlässlich der ersten Berufsorientierungstagung des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) in Berlin. Das BIBB hat mittlerweile Zuschüsse in Höhe von rund 123 Millionen Euro für mehr als 400 Bildungsträger bewilligt. Auf der Grundlage von Potenzialanalysen werden die Stärken der Schülerinnen und Schüler ermittelt und damit die Basis für eine Berufsorientierung geschaffen, die an den jeweiligen Neigungen und Begabungen der Jugendlichen ansetzt. Esser: "Immer noch brechen zu viele ihre Lehre ab und bleiben später ohne abgeschlossene Berufsausbildung. Eine frühzeitige und professionelle Berufsorientierung kann hier wirksam gegensteuern, weil sie den Jugendlichen Perspektiven aufzeigt und Mut macht. Deshalb ist es hoch erfreulich, dass mit dem Berufsorientierungsprogramm bislang rund 300.000 Jugendlichen die notwendigen Einblicke in die Berufswelt ermöglicht wurden - praktisch und realitätsnah. Auf Grund der großen Beteiligung von Bildungszentren und Schulen ist das Programm bereits jetzt mehr als eine Initialzündung für den nächsten notwendigen Schritt: Die systematische Berufsorientierung muss flächendeckend in Deutschland verstetigt werden, um damit drohender Jugendarbeitslosigkeit und künftigem Fachkräftemangel wirksam zu begegnen."

Damit Jugendliche ab der 7. beziehungsweise 8. Klasse in die berufliche Praxis "hinein-schnuppern" können, stellt das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) seit 2008 Mittel im Rahmen des Berufsorientierungsprogramms (BOP) zur Verfügung. Das BIBB bewilligt hieraus Zuschüsse an Bildungsträger, die dann vor Ort mit Schulen zusammenarbeiten und den Jugendlichen ermöglichen, in Werkstatt-Tagen mehrere Berufe praktisch kennenzulernen, ihre Begabungen, Neigungen und Talente zu erkennen und ihre Fähigkeiten - jenseits schulischer Leistungen - per Zertifikat bescheinigt zu bekommen.

Die zweitägige Jahrestagung des BIBB, das auch für die wissenschaftliche Begleitung des Förderprogramms verantwortlich zeichnet, richtet sich in erster Linie an die Mitarbeiter/-innen in den Bildungseinrichtungen, die diese Potenzialanalysen und Werkstatt-Tage gestalten und durchführen. Die Veranstaltung steht unter dem Motto "Auf den Ausbilder kommt es an!". Rund 400 Teilnehmer/-innen informieren sich unter anderem über die ab 2012 geltenden neuen Förderrichtlinien und das neue, nutzerfreundliche Online-Arbeitsportal.

Das BOP ist - neben dem Sonderprogramm Berufseinstiegsbegleitung - ein zentraler Baustein der BMBF-Initiative "Abschluss und Anschluss - Bildungsketten bis zum Ausbildungsabschluss". Mit der Bildungsketten-Initiative bündelt das BMBF neue Förderinstrumente mit bereits bestehenden Förderprogrammen von Bund und Ländern und verzahnt diese. Ziel ist es, Jugendliche schon in der Schule effizient zu fördern, um Warteschleifen im sogenannten "Übergangssystem" zu vermeiden. Die Initiative Bildungsketten ist wesentlicher Bestandteil des Ausbildungspaktes 2010 - 2014.

Weitere Informationen im Internet-Angebot des BIBB: www.bibb.de/berufsorientierung


Quelle: Pressemitteilung des BIBB vom 12. Dezember 2011


Schlagworte zu diesem Beitrag: Ausbildung, Qualifizierung
Dieser Beitrag wurde zuletzt aktualisiert am 12.12.2011

Quelle: www.netzwerk-weiterbildung.info
Druckdatum: 21.10.2019