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Neuausrichtung der beruflichen Weiterbildung im SGB II und III

Eine ausführliche Beschreibung der arbeitsmarktpolitischen Instrumente nach dem SGB II und III, die der Qualifizierung von Erwerbslosen dienen, bildet den Schwerpunkt des Newsletter. Daneben gibt es eine Reihe von direkt verlinkten Studien zur Wirkung arbeitsmarktpolitischer Instrumente bei Migrantinnen und Migranten und wichtigen Geschäftsanweisungen der Bundesagentur für Arbeit (BA).

In einem Interview erklärt Dr. Matthias Schulze-Böing, Geschäftsführer der MainArbeit GmbH, ausgewählte Aspekte der für die Arbeitsmarktpolitik relevanten Gesetzesänderungen vom 1.01.2009 aus Sicht einer ARGE. Er plädiert insbesondere für mehr Projekte im Rahmen der freien Förderung nach § 16f SGB II. Diese Projekte können nach dem Zuwendungsrecht vergeben werden. Damit unterliegen sie nicht dem Vergaberecht, das bekanntlich zu ruinösem Preiswettbewerb geführt hat. In diesem Zusammenhang erklärt Schulze-Böing: „Wir arbeiten in Offenbach nicht mit dem regionalen Einkaufzentrum zusammen, sondern haben ein eigenes Vergabewesen in der ARGE aufgebaut. Das hat sich gut bewährt. Aber das ist eine lokale Entscheidung. Andernorts funktioniert auch die Kooperation mit den regionalen Einkaufszentren.“ Ein Beispiel, dem sich mehr ARGEn anschließen sollten.

Wolfgang Vogt präsentiert die Handlungsempfehlungen des Facharbeitskreises „Qualifizierung ist mehr“ mit Schwerpunkt auf SGB II und III geförderte berufliche Qualifizierung. Er plädiert insbesondere für mehr „Weiterbildungsbegleitende Hilfen“ (WBH). „In vielen Regionen haben ein Drittel oder sogar die Hälfte der SGB-II-Kunden einen Migrationshintergrund. Ihnen würden WBH oft die erfolgreiche Teilnahme an offenen Kursen ermöglichen“ so Vogt.


Quelle: Qualifizierung ist mehr. Newsletter des Facharbeitskreises „Qualifizierung“ im Netzwerk „Integration durch Qualifizierung“, Ausgabe 1/2010


Sie können den Newsletter hier als pdf Datei herunterladen.


Das Positionspapier Weiterbildungsbegleitende Hilfen können Sie hier als pdf-Datei herunterladen. Das Papier betont die Bedeutung eines solchen sprachsensiblen Unterrichts, der über die reine Vermittlung berufsspezifischen Wissens hinaus zusätzliche Kompetenzen vom Lehrpersonal erfordert. Genannt sind hier insbesondere Zweitsprachensensibilität und Achtsamkeit im eigenen Sprechverhalten gegenüber den TeilnehmerInnen.



Schlagworte zu diesem Beitrag: Qualifizierung, Berufliche Weiterbildung, Öffentliche Beschäftigungspolitik
Dieser Beitrag wurde zuletzt aktualisiert am 01.06.2010

Quelle: www.netzwerk-weiterbildung.info
Druckdatum: 23.10.2019