Nachrichten-Archiv

Zurück zur Übersicht

Ministerpräsident Beckstein und DGB-Chef Fritz Schösser vereinbaren Zusammenarbeit von Staatsregierung und DGB Bayern bei Weiterbildung

Beckstein: „DGB Bayern ist wichtiger Gesprächspartner für Staatsregierung“

Ministerpräsident Dr. Günther Beckstein und DGB-Chef Fritz Schösser haben beim heutigen Gespräch mit Spitzenrepräsentanten von DGB und Einzelgewerkschaften in der Staatskanzlei eine Zusammenarbeit bei der Weiterbildung von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern im Freistaat vereinbart. Dazu soll bis Ende des Jahres eine Rahmenvereinbarung geschlossen werden, um Arbeitnehmern in Bayern noch gezielter Möglichkeiten zur Weiterbildung zu geben und diese zu motivieren, entsprechende Angebote auch anzunehmen. Staatsregierung und DGB Bayern vereinbarten außerdem, dass eine gemeinsame Arbeitsgruppe im Einvernehmen mit den Arbeitgebern eine Arbeitnehmerbefragung insbesondere zu Arbeitsbedingungen und Weiterbildungsangeboten vorbereiten soll. Ministerpräsident Beckstein betonte: „Der DGB Bayern ist für die Staatsregierung ein wichtiger Ansprechpartner, deswegen freue ich mich, dass wir im Rahmen eines konstruktiven Gesprächs in sehr offener Atmosphäre beschlossen haben, gemeinsam die Weiterbildung als zentrale gesellschaftliche Herausforderung ein Stück weit voranzubringen."

Im Einzelnen wurden folgende Punkte vereinbart:


Weiterbildung:
Die Bayerische Staatsregierung und der DGB Bayern stimmen überein, dass vor dem Hintergrund der demographischen Entwicklung, des sich abzeichnenden Fachkräftemangels und der gestiegenen Anforderungen der Arbeitswelt die berufsbegleitende Fortbildung eine zentrale gesellschaftliche Aufgabe ist. Durch gemeinsame Strategien, Konzepte und Aktionen sowie durch eine verstärkte Vernetzung aller Beteiligter soll erreicht werden, dass die bayerischen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer passgenaue Angebote zur beruflichen Weiterbildung erhalten, um auch künftig den beruflichen Anforderungen gerecht werden zu können. Zugleich sollen die bayerischen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer motiviert werden, diese Angebote auch anzunehmen.

Die Bayerische Staatsregierung und der DGB Bayern vereinbaren, eine Rahmenvereinbarung zur Weiterbildung bis zum Jahresende auszuarbeiten. Die Bayerische Staatsregierung wird auf Fachebene zu Gesprächen über eine Rahmenvereinbarung zur Weiterbildung einladen. Der DGB Bayern wird sich daran beteiligen. Beim nächsten Spitzengespräch zwischen der Staatsregierung und dem DGB Bayern soll der Entwurf einer Rahmenvereinbarung vorliegen.


Arbeitnehmerbefragung („Gute Arbeit")
Die Bayerische Staatsregierung und der DGB Bayern vereinbaren die Einsetzung einer Arbeitsgruppe auf Fachebene, die die Thematik „Gute Arbeit" behandeln soll. Ziel der Arbeitsgruppe ist es, eine von der Bayerischen Staatsregierung und dem DGB Bayern gemeinsam durchzuführende Arbeitnehmerbefragung im Einvernehmen mit den Arbeitgebern vorzubereiten. Gegenstand sollen vor allem Fragen zu Arbeitsbedingungen und zu Anforderungen an Weiterbildungsangebote sein. Außerdem soll eine eigenständige Arbeitnehmerbefragung in ausgewählten Regionen und Branchen unter Berücksichtigung der Ergebnisse des IAB-Betriebspanels und unter finanzieller Beteiligung der Bayerischen Staatsregierung auch wissenschaftlich begleitet werden.


Förderung von TIBAY (Technologie- und Innovationsberatungsagentur in Bayern beim DGB)
Vereinbart wurde auch die Weiterführung und Weiterförderung von TIBAY, der Technologie- und Innovationsberatungsagentur in Bayern beim DGB. TIBAY trägt durch Information, Beratung und Schulung dazu bei, Innovationsprozesse und neue Technologien im betrieblichen Alltag sozial verträglich zu gestalten. Ziel ist es, dass TIBAY bis 2011 auf eigenen Füßen stehen kann.


Quelle: Pressemitteilung der bayerischen Staatsregierung vom 28.07.2008

Dieser Beitrag wurde zuletzt aktualisiert am 30.07.2008

Quelle: www.netzwerk-weiterbildung.info
Druckdatum: 18.10.2019