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Rotstift bedroht Volkshochschulen

Zuschusskürzungen bei der Weiterbildung – Kursteilnehmer müssen künftig tiefer in die Tasche greifen

Nach den neuerlichen Kürzungen gibt das Land Baden-Württemberg 2006 noch 10,7 Millionen Euro für die Weiterbildung aus. Bei 10,717 Millionen Einwohnern entspricht das einer Förderung von 1 Euro je Einwohner im Jahr.

Nach Ansicht des Städtetag-Sprechers Manfred Stehle werden die Strukturen in der Weiterbildung durch die Kürzung dauerhaft kaputt gehen. Da das Herbstsemester bereits geplant ist, können die VHS’en nicht mehr auf die neuerliche Kürzung reagieren und müssen mit größeren Defiziten rechnen. Für die Zukunft bedeutet das steigende Kursgebühren und den Wegfall von Angeboten im Bereich der politischen Bildung.

Nach Ansicht der Landesregierung sind die Kürzungen berechtigt. In der Weiterbildung unterstütze der Staat lediglich, die Einrichtungen müssten sich durch Eigenleistungen, sprich Kursgebühren selbst finanzieren. In der Landesverfassung sei festgehalten, dass es sich bei der Förderung der Weiterbildung von staatlicher und kommunaler Seite um eine freiwillige Leistung handeln würde. „Wichtigkeit und Stellenwert der Weiterbildung werden jedoch nicht in Frage gestellt“, betonte eine Sprecherin des Kultusministeriums. „Zur Haushaltskonsolidierung müssen auch viele unangenehme, aber notwendige Einschnitte gemacht werden“, sagte Finanzminister Gerhard Stratthaus (CDU).


Quelle: Pforzheimer Zeitung vom 22.08.2006.

Sie können den vollständigen Artikel auf der Homepage der Pforzheimer Zeitung nachlesen.


Dieser Beitrag wurde zuletzt aktualisiert am 23.08.2006

Quelle: www.netzwerk-weiterbildung.info
Druckdatum: 14.10.2019