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Arbeiten in den Integrationskursen:

Unerträgliche Bedingungen für die Lehrenden - aber nichts Konkretes von der Bundesregierung !

Eine achtköpfige Delegation der Aktion Butterbrot, der bundesweiten Interessenvertretung der HonorardozentInnen für Deutsch als Fremdsprache, trug am 06. Juli 2006 im Bundesinnenministerium Forderungen zur Verbesserung der etwa 10.000 Beschäftigten in den Integrationskursen vor. Gesprächspartner der einstündigen Zusammenkunft waren der Parlamentarische Staatssekretär beim Bundesminister des Inneren, Peter Altmaier, und der Referatsleiter für Grundsatzfragen der Integration, Ministerialrat Dr. Christoph Hauschild.

Das Integrationsgesetz stellt seit dem 01. Januar 2005 neue Anforderungen an die DozentInnen in den Integrationskursen. Die Bedingungen für die HonorardozentInnen stehen jedoch in keinem Verhältnis hierzu und verschlechtern sich ständig weiter. Daraus ergeben sich große finanzielle und soziale Probleme und durch die Abwanderung von Lehrenden in andere Berufe auch qualitative Verluste. Mit Unterstützung der Gewerkschaften GEW und ver.di forderte die Aktion Butterbrot auch in diesem Gespräch nachdrücklich, die Situation der Lehrenden zu verbessern. Vor allem geht es um ein Garantiehonorar von 30,60 EUR und flankierende Maßnahmen zur sozialen Absicherung der Lehrenden.

Der Staatssekretär zeigte Interesse, erläuterte aber auch, dass die Konsolidierung der Staatsfinanzen die Handlungsspielräume der Bundespolitik deutlich einschränke. Wegen der Bedeutung der Aufgabe würden die aufgewendeten Mittel für Integrationskurse weiter wachsen (2005: 60 Mio, 2006: 140 Mio €). Eine schulische Organisation der Integrationskurse, aus der sich eine unmittelbare Verantwortung für die Beschäftigten ableiten ließe, verbiete sich wegen der zu erwartenden Mehrkosten. Der Staatssekretär konnte keine unmittelbaren Vorhaben darstellen, die für die Lehrenden zu einer Verbesserung führen würden. Er sagte jedoch zu, die für das Jahresende erwarteten Ergebnisse der Evaluierung der Integrationskurse mit der Aktion Butterbrot zu beraten. Der Staatsekretär will dann auch konkret werden und zu den Themen „Erhöhung der Stundensätze“, „Mindesthonorar für Lehrende“ Stellung nehmen.

Quelle: Uwe Meyeringh, ver.di NRW, Fachbereich Bildung, Wissenschaft und Forschung in NRW

Dieser Beitrag wurde zuletzt aktualisiert am 11.07.2006

Quelle: www.netzwerk-weiterbildung.info
Druckdatum: 19.06.2019