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Zu wenig Weiterbildung

Die Europäische Weiterbildungserhebung aus dem Jahr 2001 zeigt deutlich, wie weit Deutschland hier zurückliegt. Lediglich 32 Prozent der Beschäftigten in deutschen Unternehmen mit zehn und mehr Beschäftigten haben 1999 an Weiterbildungsaktivitäten teilgenommen. In Schweden waren es 61 Prozent, in Dänemark 53 Prozent, selbst in Großbritannien waren es 49 Prozent.

Für Ralf Mytzek-Zühlke könnten Weiterbildungsfonds und regionale Weiterbildungsgremien, in denen die Vertreter von Unternehmen, Beschäftigten und Kommunen zusammenarbeiten, die Weiterbildungsaktivitäten erhöhen.

Ralf Mytzek-Zühlke im FR-Interview: "Besonders der Vergleich mit den nordeuropäischen Ländern zeigt, dass die Kosten für die Weiterbildungskurse in Schweden und Dänemark teilweise geringer sind als in Deutschland. Außerdem arbeiten in Nordeuropa die Arbeitgeber und Arbeitnehmervertretungen sehr intensiv und produktiv zusammen. In Dänemark beispielsweise gibt es für mehr als ein Drittel der Betriebe Weiterbildungsfonds. Das ist in Deutschland sehr selten der Fall. In Schweden gibt es regionale Weiterbildungsgremien, in denen Vertreter von Arbeitgebern, Arbeitnehmern und Kommunen sitzen, die den Weiterbildungsbedarf ermitteln und mit den Angeboten zusammenbringen."

Quelle: Frankfurter Rundschau vom 1. April 2006.

Sie können das vollständige Interview auf der Homepage der Frankfurter Rundschau nachlesen.

Dieser Beitrag wurde zuletzt aktualisiert am 30.04.2006