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Weiterbildung im Koalitionsvertrag von CDU und FDP in NRW

Unter der Überschrift Neue Chancen für Bildung finden sich die Kapitel Schulen und Hochschulen. Die wenigen Äußerungen zur Weiterbildung werden unter der Rubik Schulen ausgeführt.

In der Einleitung zum Kapitel Schulen heißt es zum Schluss: "Dem lebenslangen Lernen kommt eine immer größere Bedeutung zu. Darum entwickeln wir den Bereich der Weiterbildung zur vierten Säule unseres Bildungswesens."

Während auf 4 Seiten ausführliche und sehr konkrete Vorstellungen zur Ausgestaltung des Schulsystems gemacht werden (Einschulung mit 6 Jahren, Dokumentation des Arbeits- und
Sozialverhalten der Schüler verbindlich auf den Zeugnissen usw.), bleibt es bei der Weiterbildung bei allgemeinen Bekenntnissen.

Am Ende des Kapitels Schulen heißt es dort auf 7 Zeilen:

"Dem Bereich der Weiterbildung kommt in Zukunft eine hohe Bedeutung zu. Wir verstehen den Bereich der Weiterbildung als vierte Säule unseres Bildungswesens. Wir wollen die Angebote der Weiterbildung evaluieren und eine verlässliche Grundförderung des Landes gewährleisten. Wir wollen die Potentiale, die in der Pluralität der Weiterbildungsträger liegen, weiter ausbauen und nutzen - dabei bleibt die Weiterbildung kommunale Pflichtaufgabe. Die Pluralität der Träger ist eine Grundvoraussetzung für das Weiterbildungssystem in Nordrhein-Westfalen."

Allein die Passage über den Lehrerberuf, die sich vor der Weiterbildung findet, ist länger. Verwechselt die neue Landesregierung Weiterbilung etwa mit der Lehrerfortbildung? Hinweise auf die Empfehlungen der Kommission Lebenslangen Lernens finden sich nicht. Wollen sich die Koalitionäre von CDU und FDP mit dem Hinweis, es handele sich um eine kommunale Pflichtaufgabe, aus der Verantwortung stehlen? Wer es Ernst meint mit der vierten Säule des Bildungssystem, der muss konkrete Vorschläge auf den Tisch legen. Diese Chance haben CDU und FDP zumindest in ihrem Koalitionsvertrag vertan.

Eigenbericht netzwerk-weiterbildung





Dieser Beitrag wurde zuletzt aktualisiert am 30.04.2006

Quelle: www.netzwerk-weiterbildung.info
Druckdatum: 21.10.2019