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Clement und Bsirske sprechen über berufliche Weiterbildung

Bundesminister Wolfgang Clement, Frank Bsirske, Vorsitzender von verdi, Dr. Ursula Engelen-Kefer, stellvertretende DGB-Vorsitzende, Ulrich Thöne, GEW-Vorsitzender und Heinrich Alt, Vorstandsmitglied der Bundesagentur für Arbeit haben gestern ein Gespräch zur Situation der beruflichen Weiterbildungsförderung geführt.

Alle Beteiligten unterstrichen in dem Gespräch das gemeinsame Interesse an der Weiterentwicklung der beruflichen Weiterbildung. Sie kamen überein, die Weiterbildung bestimmter Gruppen voran zu bringen. Besonderes Augenmerk solle auf Jugendliche unter 25 Jahren gelegt werden. Übereinstimmung bestand darüber, dass der Zeitpunkt der ersten Förderung für ALG I-Empfänger vorgezogen werden soll und dass bei der Ausschreibung berufsfördernder Maßnahmen qualitative Kriterien Berücksichtigung finden sollen.

Beide Seiten vereinbarten, dass mit den Arbeitsgemeinschaften das Gespräch weiter gesucht wird, um noch stärker nachhaltige Eingliederungschancen für Arbeitslosengeld II-Bezieher zu entwickeln, die vorhandenen finanziellen Ressourcen besser zu nutzen und um gemeinsam zu erörtern, wie Jugendliche verstärkt Weiterbildungsangebote gemacht werden können. Beide kamen überein, die Gespräche fortzusetzen, um über Qualifizierung eine positive Bewegung auf dem Arbeitsmarkt zu erzielen.

Bundesminister Wolfgang Clement hat in dem Gespräch deutlich gemacht, dass für das Innovations- und Wachstumspotential in Deutschland neben der beruflichen Ausbildung auch die berufliche Weiterbildung von erheblicher Bedeutung bleibe. Er begrüßte ausdrücklich die Diskussion um eine Verstärkung Lebenslangen Lernens, die durch den von einer unabhängigen Expertenkommission vorgelegten Bericht neue Anstöße erhalten hat. Lebenslanges Lernen sei eine zunehmend wichtige Aufgabe, die sich aber nicht nur an den Staat, sondern an die gesamte Gesellschaft richte.

Der ver.di Vorsitzende Frank Bsirske äußerte sich besorgt darüber, dass die Zahlen der Teilnehmer an Weiterbildungsmaßnahmen trotz eines sich abzeichnenden Fachkräftemangels zurück gingen. Die Arbeitsmarktchancen für Menschen, die an einer Weiterbildungsmaßnahme teilgenommen hätten, stiegen nachweislich. Daher müsse in der dramatischen Situation, in der sich die Weiterbildungsbranche derzeit befände, dringend entgegen gesteuert werden.

Quelle: Pressemeldung des BMWA vom 9. 5. 2005

Dieser Beitrag wurde zuletzt aktualisiert am 30.04.2006

Quelle: www.netzwerk-weiterbildung.info
Druckdatum: 16.10.2019