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Interesse an Weiterbildung groß - Beteiligung an Angeboten aber rückläufig

Berichtssystem Weiterbildung 2003" vorgelegt

Das Interesse an Weiterbildung ist in Deutschland ungebrochen, die Beteiligung an entsprechenden Angeboten jedoch weiter rückläufig. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage des Berichtssystems Weiterbildung 2003, das am Dienstag in Berlin vorgelegt wurde.

Im Vergleich fällt die Teilnahmequote an formal organisierter Weiterbildung in Lehrgängen und Kursen gegenüber der letzten Erhebung im Jahr 2000 um zwei Prozentpunkte auf 41 Prozent. Dies betrifft vor allem die berufliche Weiterbildung, die gegenüber 2000 um drei Punkte auf 26 Prozent sinkt. Dagegen bleibt die Quote bei der allgemeinen Weiterbildung stabil bei 26 Prozent. Am stärksten gefragt sind dort die Bereiche Computer, EDV, Internet sowie Fremdsprachen. Bei den Erwerbstätigen sinkt die Beteiligung auch bei der informellen beruflichen Weiterbildung, also der außerhalb von Lehrgängen oder Kursen, um sechs Punkte auf 61 Prozent.

Insgesamt haben 68 Prozent der 19-64jährigen im Jahr 2003 an einer oder mehreren Formen der Weiterbildung teilgenommen. Die Erhebung bestätigt den Trend, nach dem vor allem jüngere sowie besser ausgebildete Menschen Weiterbildungsangebote wahrnehmen. In der Altersgruppe 19-34 und 35-49 Jahren betrug die Weiterbildungsquote jeweils 46 Prozent, unter den 50-64jährigen werden nur 31 Prozent erreicht. Befragte mit Abitur erreichen in der Weiterbildung eine Quote von 59 Prozent. Unter denjenigen mit niedrigerem Schulabschluss lag sie dagegen nur bei 28 Prozent.

Ein ähnlich aussagekräftiges Ergebnis zeigt sich bei Vorliegen eines beruflichen Bildungsabschlusses. Demnach bilden sich Personen mit Hochschulabschluss zu 62 Prozent weiter, ohne Berufsausbildung sind es nur 23 Prozent. Gleichzeitig nehmen Erwerbstätige häufiger an Weiterbildung teil (48 Prozent) als Nicht-Erwerbstätige (26 Prozent). Beamte beteiligen sich stärker (68 Prozent) als Selbstständige (55 Prozent), Angestellte (49 Prozent) und Arbeiter (31 Prozent).

Die Weiterbildungs-Teilnahme von Frauen (40 Prozent) und Männern (42 Prozent) ist praktisch gleich. Ausländer (29 Prozent) sind gegenüber Deutschen (42 Prozent) deutlich unterrepräsentiert.

Quelle: 15.02.2005 [Aktuell 035/2005] des Bundesministerium für Bildung und Forschung


Sie können den Bericht hier als pdf-Datei herunterladen.


Verweise zu diesem Artikel:
Dieser Beitrag wurde zuletzt aktualisiert am 29.08.2005

Quelle: www.netzwerk-weiterbildung.info
Druckdatum: 18.04.2019