Förderung der beruflichen Weiterbildung

Zurck zur bersicht

Programm WeGebAU geht ins zweite Jahr

Während die Agenturen die Mittel des Eingliederungstitels, aus dem auch die berufliche Weiterbildung finanziert wird, in 2006 nur zu 78 % ausgeschöpft haben (2,31 Mrd. Euro von bewilligten 2,95 Mrd. Euro wurden genutzt), sah das beim Projekt WeGebAU anders aus. Von den bewilligten 200 Millionen Euro sind in 2006 fast 98 % der Mittel ausgegeben oder als Vorbindung in das Haushaltsjahr 2007 übertragen worden.

„Mit dem 200 Mio. € umfassenden Sonderprogramm WeGebAU wurde im Jahr 2006 der Fokus auf die Verbesserung der Integrationschancen von gering qualifizierten Arbeitslosen gerichtet, besonders auch der Zielgruppen der Älteren oder der Menschen mit Migrationshintergrund. In einer weiteren Stoßrichtung diente das Sonderprogramm der Anschubfinanzierung für die Weiterbildung von älteren und ungelernten oder gering qualifizierten Beschäftigten besonders in kleinen und mittleren Unternehmen.

Für das Sonderprogramm wurden bis zum Jahresende 171 Mio. € ausgegeben. Darüber hinaus sind noch laufende Förderungen in einem finanziellen Umfang von 25 Mio. € noch nicht zu Ende geführt. Den Agenturen für Arbeit ist es damit 2006 gelungen, zielgerichtet 98 % der Mittel für ein neues Programm umzusetzen, dessen Start und Anlaufphase im ersten Quartal des Jahres lag.“ (Quartalsbericht 4/2006 der BA)


Das soll auch in 2007 so bleiben. Die Altersgrenze für ältere Beschäftigte, die von dem Programm profitieren können, ist von 50 auf 45 Jahre gesenkt worden. Betriebe erhalten während der Weiterbildung
  • einen Zuschuss zum Arbeitsentgelt
  • eine Pauschale zu den Sozialversicherungsbeiträgen
  • gegebenfalls die Übernahme der
Weiterbildungskosten.

Der Umfang der verfügbaren Mittel in relativ hoch. So hat z. B. die Agentur für Arbeit in Stuttgart allein für das Programm WeGebAU in diesem Jahr 3 Mill. Euro zur Verfügung. Für den gesamten Eingliederungstitel sind es dagegen nur 13 Millionen Euro. „WeGebAU ist ein präventives Projekt dafür, dass Menschen mit geringer Qualifikation ihre Stelle behalten können“, so Jürgen Schwab von der AA Stuttgart. „Das ist sehr sinnvoll, denn wer erst mal rausgefallen ist, den kann man nur mit größerem Aufwand wieder in den ersten Arbeitsmarkt holen.“


Über das Projekt WeGebAU informiert Sie der Flyer der AA Stuttgart und eine ausführliche Powerpointpräsentation.


Verweise zu diesem Artikel:
Schlagworte zu diesem Beitrag: Ältere Beschäftigte
Dieser Beitrag wurde zuletzt aktualisiert am 14.04.2009

Quelle: www.netzwerk-weiterbildung.info
Druckdatum: 08.08.2020