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Ob alt oder krank oder mit Kind:

Für VHS-Dozent/innen und Musikschullehrer/innen ist die Armut sicher!

Liebe Delegierte des Berliner SPD Parteitages!

Ob alt oder krank oder mit Kind: Für VHS-Dozent/innen und Musikschullehrer/innen ist die Armut sicher!

Älter und ärmer werden

400 Euro nach einem langem Berufsleben: Diese Rente werden die meisten VHS-Dozent/innen und Musikschullehrer/innen bekommen. Von ihren niedrigen Honoraren können die Dozent/innen und Lehrer/innen nicht genug in die staatliche Rentenversicherung einzahlen. Von ca. 1200 Euro netto müssen sie leben: Das reicht auch nicht für eine zusätzliche private Absicherung, weder für das Alter, noch für den Krankheitsfall.


Krank und arm werden

Wenn VHS-Dozent/innen und Musikschullehrer/innen krank werden, bekommen sie kein Geld. Für die Musikschullehrer/innen ist lediglich eine um zwanzig Prozent gekürzte Honorarfortzahlung nach drei Karenztagen geregelt. Das ist zu spät und zu wenig. Wer krank ist, wird zur Arbeit gezwungen. Längere Krankheit ruiniert die Dozent/innen finanziell.

Kinder kriegen und Job verlieren

Kinder kriegen ist toll. Wer aber denkt, dass die VHS-Dozent/innen und Musikschullehrer/innen hiernach wieder im alten Job weitermachen könnten, der irrt. Sie haben kein Recht auf Wiederbeschäftigung nach dem Mutterschutz und der Elternzeit bzw. keinen Anspruch auf den Umfang der Beschäftigung wie vor diesen Zeiten. Das gleiche gilt bei längerer Krankheit. Kinder kriegen, Alter oder Krankheit dürfen nicht arm machen.

Wir fordern deshalb einen Tarifvertrag mit guten Arbeitsbedingungen:
  • Beschäftigungssicherung
  • Honorarfortzahlung im Krankheitsfall - ab dem ersten Krankheitstag
  • Mitbestimmung der Dozent/innen- und Lehrer/innenvertretung
  • Mutterschutz und Wiedereinstieg nach Elternzeit
  • Tarifliche Honorarerhöhung - gleichzeitig wie im Öffentlichen Dienst

Die SPD hat auf ihrem letzten Landesparteitag beschlossen, dass die VHS-Dozent/innen und Musikschullehrer/innen einen Tarifvertrag und bessere Arbeitsbedingungen bekommen . Sorgen Sie dafür, dass der Senat diesen SPD-Beschluss umsetzt!

Eine Initiative der VHS-Dozent/innenvertretung und der VHS-Tarifkommission der ver.di und GEW in Berlin (http://www.vhs-tarifvertrag.de/) sowie der ver.di Fachgruppe Musik (http://musik.verdi.de/) und der Berliner Landeslehrervertretung der Musikschulen (http://www.lbm-online.de).


Quelle: Gemeinsames Flugblatt des ver.di Landesbezirks Berlin-Brandenburg der der GEW Berlin

Sie können das vollständige Flugblatt hier als pdf-Datei herunterladen.


Verweise zu diesem Artikel:
Schlagworte zu diesem Beitrag: Freiberufler/Selbstständige, Honorar
Dieser Beitrag wurde zuletzt aktualisiert am 20.11.2012

Quelle: www.netzwerk-weiterbildung.info
Druckdatum: 26.08.2019