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Lehrer, die im staatlichen Auftrag Migranten Deutsch beibringen, müssen für Hungerlöhne arbeiten.

Die bundesweit tätigen 12.000 Dozenten/innen erhalten im Schnitt nur 17 Euro die Stunde. Seit Einführung der Integrationskurse ist die Vergütung um 2 Euro je Stunde zurückgegangen. Die Erhöhung der Teilnehmerentgelte von 2,05 Euro je Teilnehmerstunde auf 2,35 Euro seit dem 1. Juli 2007 wird daran nicht viel ändern.

Das mit der Evaluation der Kurse beauftragte Unternehmen Ramboll kommt auch für die Träger zu schlechten Ergebnissen: "Nur 14 Prozent der Kursträger erzielten überhaupt einen Gewinn, dafür mache offenbar ein Drittel der Anbieter Verluste, andere könnten die Kosten nur decken, indem sie die Defizite über andere, lukrativere Kursangebote querfinanzierten. Die Misere liegt also keineswegs allein am mangelnden Verhandlungsgeschick der Sprachlehrer, sondern an den auch nach der Erhöhung immer noch niedrigen Pauschalsätzen."

Die Hamburger Daf-Initiative hat auf dem Integrationsgipfel im Sommer mehr als 2.000 Unterschriften für bessere Arbeitsbedingungen an den CDU-Bundestagsabgeordneten Reinhard Grindel überreicht. Grindel ist sich sicher: »Wenn wir auf Dauer sicherstellen wollen, dass die Kursleiter ihre Aufgabe vernünftig erledigen können, müssen wir über ein Mindesthonorar pro Kurs nachdenken.«


Den vollständigen Artikel gibt es auf der Homepage der Zeit.


Dieser Beitrag wurde zuletzt aktualisiert am 10.09.2007

Quelle: www.netzwerk-weiterbildung.info
Druckdatum: 24.08.2019