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Berufliche Weiterbildung muss größeren Stellenwert bekommen

Studien belegen Wirksamkeit im Kampf gegen die Arbeitslosigkeit

Frankfurt am Main. Die berufliche Weiterbildung muss wieder einen größeren Stellenwert im Kampf gegen die Arbeitslosigkeit erhalten. Das fordert der Bundesverband Deutscher Privatschulen e. V. (VDP). ‚ÄěDie Bundesregierung diskutiert derzeit über eine Neuausrichtung der Instrumente der Bundesagentur für Arbeit (BA). Es wäre fatal, wenn dabei die berufliche Weiterbildung aus dem Blickfeld geriete‚Äú, sagt VDP-Bundesgeschäftsführer Christian Lucas.

Verschiedene Studien, beispielsweise des BA-eigenen Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB), belegen die nachhaltige Wirksamkeit beruflicher Bildung. Die Mittel hierfür wurden jedoch in der letzten Legislaturperiode deutlich gekürzt, sodass die Zahl der Teilnehmer/innen in Weiterbildungsmaßnahmen der Bundesagentur seit 2002 um bis zu 75 Prozent zurückgegangen ist. Dabei wurden nebenbei auch rund 40.000 Arbeitsplätze in der Weiterbildungsbranche vernichtet. ‚ÄěDie Bundesagentur muss nach unserer Auffassung jetzt den Hebel in ihrer Förderpolitik umlegen und ein präventives Qualifizierungsangebot als Teil eines arbeitsmarktpolitischen Gesamtkonzeptes entwickeln‚Äú, so Lucas. ‚ÄěNur mit qualifizierter Weiterbildung lassen sich Arbeitslose dauerhaft in den Arbeitsmarkt zurück vermitteln.‚Äú

Die Bundesrepublik hat hauptsächlich Nachholbedarf bei qualifizierten unternehmens- und personenbezogenen Dienstleistungen und muss dem drohenden Fachkräftemangel rechtzeitig vorbeugen. Dies kann nach Ansicht des VDP am besten mit Aus- und Weiterbildung geschehen. ‚ÄěDarüber hinaus geht es darum, die Chancen Älterer im Erwerbsleben deutlich zu verbessern, zumal sie künftig länger bis zur Rente arbeiten sollen. Dies kann nur durch qualifizierte Weiterbildung geschehen. Ebenso ist es erforderlich, durch Weiterbildung die Förderung langzeitarbeitsloser Jugendlicher auf hohem Niveau fortzuführen‚Äú, so VDP-Bundesgeschäftsführer Lucas.

Der Bundesverband Deutscher Privatschulen (VDP) vertritt freie Bildungseinrichtungen im allgemein bildenden und berufsbildenden Schulbereich sowie in der Erwachsenenbildung und im tertiären Bereich (Fach-/Hochschulsektor). Der Verband bindet seine Mitglieder weder weltanschaulich noch konfessionell oder parteilich. Zusammen mit den beiden konfessionellen Privatschulverbänden, dem Bund der freien Waldorfschulen und der Vereinigung Deutscher Landerziehungsheime bildet der Bundesverband Deutscher Privatschulen die Arbeitsgemeinschaft Freier Schulen.

Quelle: Pressemitteilung Nr. 5/06 des VDP,
Frankfurt am Main, 10. Januar 2006




Dieser Beitrag wurde zuletzt aktualisiert am 30.04.2006

Quelle: www.netzwerk-weiterbildung.info
Druckdatum: 19.02.2019