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Strukturmerkmale zur Weiterbildung auf Ebene der Bundesländer

Weiterbildungsbeteiligung und Weiterbildungsförderung

Es gibt eine ganze Reihe von Gründen, die der beruflichen Weiterbildung eine größere Bedeutung zuweisen, als es noch vor einigen Jahrzehnten der Fall war. Stichworte sind hier der demografische Wandel, die Digitalisierung und Migration von Arbeitskräften nach Deutschland. All diese Faktoren wirken wechselseitig auf das deutsche Wirtschafts- und Arbeitssystem und müssen gemeinsam betrachtet werden. „Auf der Ebene der Arbeirtskräfte kommt deren Kompetenzentwicklung und damit Qualifizierung und Weiterbildung eine größere Rolle zu“, so die Autoren in der Einleitung.

Die Erwartungen an die Weiterbildung seien hoch. Unternehmen, Beschäftigte und Politik profitierten alle von beruflicher Weiterbildung. Weiterbildung eröffne neue Möglichkeiten und Perspektiven für Beschäftigte und Unternehmen. Und wie so häufig heißt es: „Für Erwerbspersonen selbst liegt in den eigenen Weiterbildungsaktivitäten der Schlüssel, um die eigene Beschäftigungsfähigkeit zu sichern, zu erhalten oder gar den beruflichen Aufstieg vorzubereiten.“ Lebenslanges Lernen wird auch in dieser Studie insbesondere verstanden als dauernde Anpassungen der Kompetenzen von Beschäftigten, „um das wirtschaftliche Wachstum eines Landes zu erhöhen.“

In diesem Zusammenhang versucht die Studie, „Interdependenzen zwischen Wirtschaft und Weiterbildung zu ermitteln“. Dabei werden volkswirtschaftliche Kennzahlen mit dem Weiterbildungsverhalten auf regionaler Ebene in Bezug gesetzt, um „mögliche Wirkungseffekte und Einflussfaktoren“ von beruflicher Weiterbildung abzuleiten. Dabei werden Unterschiede zwischen den einzelnen Bundesländern sichtbar gemacht. Außerdem spielt die öffentliche Weiterbildungsfinanzierung im Fokus der Untersuchung. „Betrachtet man diese als bildungs- und arbeitsmarktpolitische Steuerungsinstrumente, dann stellt sich auch hier die Frage, welche Zusammenhänge zwischen (regionalen) Wirtschaftsstrukturen einerseits und Förderintensitäten andererseits erkennbar sind.“

Kapitel 3 der Studie fasst die wesentlichen Erkenntnisse auf nationaler Ebene zusammen. Die Ergebnisse dienen als Vergleichsmaßstab für die in Kapitel 4 folgenden Ergebnisse der einzelnen Bundesländer. Für jedes Bundesland werden zunächst die Wirtschafts- und Strukturdaten in einer Tabelle dargestellt. Im Anschluss daran wird das Weiterbildungsverhalten beschrieben. Zum Schluss wird die öffentliche Förderung der Weiterbildung dargestellt. Die Ergebnisse der einzelnen Bundesländer werden mit den vorher ermittelten Ergebnissen auf Bundesebene verglichen.


Quelle: Michael Cordes, Galiya Yelubayeva,
Einflussfaktoren der Weiterbildungsbeteiligung und Strukturen der Förderung in den Bundesländern,
Studie im Rahmen des Projekts “Volks- und regionalwirtschaftliche Kosten, Finanzierungs- und Förderstrukturen und Erträge der Weiterbildung - VoREFFi-WB“ (gefördert von Bundesministerium für Bildung und Forschung),
FiBS-Forum Nr. 71, Berlin, April 2020

Die Studie kann auf der Homepage des Forschungsinstitut für Bildungs- und Sozialökonomie (fibs) als pdf-Datei heruntergeladen werden.


Schlagworte zu diesem Beitrag: Berufliche Weiterbildung, Meister-BAföG, Öffentliche Beschäftigungspolitik
Dieser Beitrag wurde zuletzt aktualisiert am 05.06.2020

Quelle: www.netzwerk-weiterbildung.info
Druckdatum: 03.07.2020