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Geringqualifizierte kommen bei der Weiterbildung oft zu kurz. Drei Programme wollen das ändern

Was Hänschen nicht gelernt hat

Geringqualifizierte wollen nicht lernen, können nicht lernen und sind auf dem Arbeitsmarkt ohnehin nicht gefragt – drei Vorurteile, die sich hartnäckig halten, wenn es um die Weiterbildung von Menschen ohne oder mit veraltetem Berufsabschluss geht. Vorurteile, die natürlich zu kurz greifen. Doch richtig ist: Wer tagtäglich einfache Routinearbeiten verrichtet oder nach langer Pause wieder in den Beruf zurückkehrt, braucht häufig andere Lernkonzepte als jemand, der es gewohnt ist, sein Wissen immer auf dem neuesten Stand zu halten. In Unternehmen kommen geringqualifizierte Mitarbeiter bei der Weiterbildung oft zu kurz. Dabei könnte das Wissen, das sie heute erwerben, schon in wenigen Jahren dringend benötigt werden.

Wer es seinen Beschäftigten ermöglicht, einen Berufsabschluss nachzuholen oder eine andere berufliche Teilqualifikation zu erwerben, bekommt für die Dauer der Fortbildung einen Zuschuss zum Arbeitsentgelt. So sieht es das Förderprogramm „Wegebau – Weiterbildung Geringqualifizierter und beschäftigter älterer Arbeitnehmer in Unternehmen“ vor. Auf Wunsch wird auch eine Ersatzkraft gestellt. An- oder ungelernten Arbeitnehmern erstattet die Arbeitsagentur die Lehrgangsgebühren und beteiligt sich an den übrigen Weiterbildungskosten.

An sich also eine gute Sache – wenn das Programm doch nur ein wenig populärer wäre! Rosita Auer jedenfalls musste enormes Durchhaltevermögen beweisen, um ihre Weiterbildung über „Wegebau“ finanziert zu bekommen.


Quelle: Tagesspiegel vom 14.10.2007

Den vollständigen Artikel finden sie auf Homepage des Tagesspiegel.

Dieser Beitrag wurde zuletzt aktualisiert am 13.10.2007

Quelle: www.netzwerk-weiterbildung.info
Druckdatum: 20.09.2019