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Schule für jedermann - Die Geschichte der Volkshochschule (VHS)

Die Allgemeinbildungsstätte VHS wird immer stärker zu einem Betrieb, der wirtschaftlich arbeiten muss. In Zeiten sinkender Zuschüsse müssen inzwischen im Bundesdurchschnitt 60 Prozent der Mittel über Teilnehmergebühren finanziert werden. "Es hat dramatische Preissteigerungen gegeben", sagt Ulrich Bausch, Leiter der VHS Reutlingen, "da überlegen sich die Leute zwei oder drei Mal, ob sie kommen." Es liegt nahe - auch wenn das bislang statistisch nicht belegt ist - dass immer lieber in einen Kurs investiert wird, der den Teilnehmer auch beruflich weiterbringt.

Vor allem heißt es aber, dass die Volkshochschulen immer stärker gezwungen sind, rentabel zu sein. "Der allgemein bildende Bereich, allen voran die politische Bildung, droht immer stärker verdrängt zu werden", sagt Bausch und beschreibt das Dilemma mit deutlichen Worten: Verweigern sich die Bildungsstätten der Konzentration auf verwertbare, gesponserte oder kofinanzierte Bildung, können sie ihr Personal nicht bezahlen. Geben sie den ökonomischen Zwängen nach, werden sie ihrem eigenen sozialen Bildungsauftrag nicht gerecht. Bausch: "Das ist eine echte Ökonomisierungsfalle."

Den vollständigen Artiekl können Sie auf der Homepage der Frankfurter Rundschau lesen und ausdrucken.

Dieser Beitrag wurde zuletzt aktualisiert am 30.04.2006

Quelle: www.netzwerk-weiterbildung.info
Druckdatum: 04.08.2020