Willkommen beim Netzwerk Weiterbildung

Wir bieten Informationen und Hilfen für alle Beteiligten bei Fragen der beruflichen und politischen Bildung und Weiterbildung.

Unser Ziel ist die Reflektion und Verbesserung der beruflichen Situation der Weiterbildungsbeschäftigten. Die Grundsätze unserer redaktionellen Arbeit finden sie unter Über uns/Aktuelles.

Aktuelle Nachrichten zur Entwicklung in der Weiterbildung finden sie unter Weiterbildung in Deutschland.



Neue Perspektiven für den Arbeitsmarkt: Prävention, Förderung, Unterstützung

(27.03.2017) Der DGB hält die Idee eines "Arbeitslosengeld Q" für einen "wichtigen Schritt". Aber für die Herausforderungen, "vor denen wir stehen, bedarf es eines umfassenderen Konzeptes", heißt es in einem Beschluss des Geschäftsführenden DGB-Bundesvorstands.

Der Niedriglohnbereich müsse effektiv bekämpft werden. Die Arbeitsmarktpolitik müsse wieder „Perspektiven gegen Angst und Hoffnungslosigkeit“ bieten. Die Arbeitslosigkeit dürfe sich nicht zu einer „Spirale der Qualifikationsvernichtung“ entwickeln, die dazu führe, dass sich die Menschen am Ende „im Niedriglohnsektor, in unsicherer Beschäftigung, wiederfinden“.

Reformen im Bereich des Arbeitsmarktes müssten „die Schließung von Schutzlücken in der Arbeitslosenversicherung, aber auch mehr Förderung von Qualifizierung“ zum Ziel haben. Die Arbeitslosigkeit dürfe sich nicht zur Langzeitarbeitslosigkeit entwickeln und Menschen ohne Ausbildung benötigten eine zweite Chance auf eine Berufsausbildung. „Die finanzielle Förderung muss dabei so gestaltet sein, dass möglichst Abbrüche der Ausbildung vermieden werden“, so der DGB in seinem Vorstandsbeschluss.
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Nachhilfe: Kinder aus wohlhabenden Familien deutlich überrepräsentiert

(27.03.2017) Mit kommerzieller Nachhilfe werden in Deutschland Milliarden umgesetzt. Statt im Bildungssystem verursachte soziale Ungleichheiten zu verringern, verstärken die außerschulischen Förderstunden sie eher. Zu diesem Ergebnis kommt eine neue, von der Hans-Böckler-Stiftung geförderte Überblicksstudie.

Die Studie konzentriert sich vor allem auf den Bereich der privat bezahlten außerschulischen Nachhilfe. Dabei standen folgende Fragestellungen im Zentrum der Untersuchung:

Welche strukturellen Entwicklungen auf der gesellschaftlichen und politischen Ebene begünstigen die Expansion des Nachhilfemarktes, und welche Gründe haben Eltern, neben den Angeboten der staatlichen Schulen, zusätzlich private
Nachhilfe für ihre Kinder zu finanzieren?

Wirken die aus der Bildungsforschung bekannten Mechanismen der Reproduktion sozialer Ungleichheit auch im Bereich der kommerziellen Nachhilfe oder kann Nachhilfe bestehende soziale Ungleichheiten möglicherweise kompensieren?

In welchem Verhältnis steht der Sektor der marktförmig organisierten kommerziellen Nachhilfe zum staatlich organisierten Schulsystem?

Wie ist es um die Qualität der privaten Nachhilfe bestellt und welche Mechanismen der Qualitätskontrolle existieren?
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Mehrheit der Exportbetriebe investiert in Weiterbildung

(08.03.2017) Zwischen den Weiterbildungsaktivitäten von exportierenden Unternehmen und solchen, die keine Waren in das Ausland verkaufen, bestehen deutliche Unterschiede. Zu diesem Ergebnis kommt eine neue Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB).

So übernehmen 58 Prozent der Exportbetriebe ganz oder teilweise die Kosten für die betriebliche Weiterbildung. Bei den nicht exportierenden Betrieben waren dies nur 34 Prozent.

Der Anteil der Exportbetriebe ist bei allen untersuchten Maßnahmearten wie Lehrgänge, Vorträge usw. höher als der Anteil der Betriebe, die nur für das Inland produzieren. Allerdings beteiligt sich nur ein geringerer Teil der Beschäftigten von exportierenden Unternehmen an Weiterbildungsaktivitäten. Daraus folgern die Forscher des IAB: „Das deutet darauf hin, dass in den exportorientierten Betrieben vielfältigere Formen der Weiterbildung zum Zuge kommen, sodass einzelne Personen in einem Jahr unter Umständen mehrere Maßnahmearten absolvierten. Offenbar konzentrieren sich diese Weiterbildungsaktivitäten auf bestimmte Bereiche und Gruppen von Personen, die für die Exporttätigkeit von besonderer Bedeutung sind.“
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ver.di fordert spürbare Steigerung des Mindestlohnes

(08.03.2017) Seit mehr als fünf Monaten verhandeln ver.di und die GEW mit dem Zweckverband über einen neuen Tarifvertrag für den Mindestlohn in der SGB II / III geförderten Weiterbildung. Trotz einer guten wirtschaftlichen Lage sind die Arbeitgeber bisher nicht zu einer deutlichen Lohnerhöhung bereit.

Das letzte Angebot wurde von der Tarifkommission abgelehnt. Die Arbeitgeber weigern sich weiterhin, ein verbessertes Angebot vorzulegen und spielen auf Zeit. Wenn die Arbeitgeber nicht bald ein Angebot vorlegen, das man guten Gewissens abschließen kann, dann läuft die Zeit ab. Denn am 31. Dezember läuft der alte Mindestlohn aus. Ist dann kein neuer vereinbart und für allgemeinverbindlich erklärt, dann befinden sich die meisten Unternehmen im tariflosen Zustand.
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SPD fordert ein Recht auf Weiterbildung

(06.03.2017) Die SPD setzt im anlaufenden Wahlkampf auf mehr Weiterbildung. So sollen Erwerbslose ein Recht auf Weiterbildung erhalten. Wer nach 3 Monaten keine neue Beschäftigung findet, soll ein Qualifizierungsangebot erhalten, das die „Vermittlungschancen nachhaltig erhöht (keine Kurzschulungen oder Kurzzeitpraktika). Das Recht auf Weiterbildung beinhaltet eine umfassende Kompetenzerfassung, einschließlich informeller Kompetenzen. Darauf aufbauend erfolgt eine gezielte Weiterbildungsberatung. Die anschließenden Weiterbildungsmaßnahmen können auch im Nachholen eines Berufsabschlusses oder einer Umschulung bestehen.“

Die Bundesagentur für Arbeit soll in eine „Bundesagentur für Arbeit (BA) und Qualifizierung“ umgebaut werden. Die SPD nennt dieses Gebilde dann eine „Arbeitsversicherung“. „Ein wesentliches Element der Arbeitsversicherung ist ein Recht für alle Beschäftigten auf Kompetenzfeststellung und Lebenslaufberatung durch die Bundesagentur für Arbeit und Qualifizierung.“ Sollte sich im Rahmen der Beratung durch die Bundesagentur ein Bedarf an Weiterbildung ergeben, könnten „aufbauend auf der Beratung erforderliche Qualifizierungsmaßnahmen durch die Arbeitsversicherung gefördert werden“. Damit würde die BA zum großen Player in Sachen Bildungsberatung aufsteigen. Eine unabhängige Bildungsberatung sieht allerdings anders aus.
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Quelle: www.netzwerk-weiterbildung.info
Druckdatum: 29.03.2017