Willkommen beim Netzwerk Weiterbildung

Wir bieten Informationen und Hilfen für alle Beteiligten bei Fragen der beruflichen und politischen Bildung und Weiterbildung.

Unser Ziel ist die Reflektion und Verbesserung der beruflichen Situation der Weiterbildungsbeschäftigten. Die Grundsätze unserer redaktionellen Arbeit finden sie unter Über uns/Aktuelles.

Aktuelle Nachrichten zur Entwicklung in der Weiterbildung finden sie unter Weiterbildung in Deutschland.



Wer hauptsächlich Routinearbeiten im Job durchführt, nimmt nur selten an Weiterbildungen teil

(20.08.2019) Beschäftigte mit einem hohen Anteil an Routinetätigkeiten nehmen deutlich seltener an Weiterbildungen teil als Beschäftigte mit geringen Routineanteilen an der Arbeit. Woran liegt das, wollten die Forscher vom Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) wissen. Zwei erklärende Variablen standen zur Auswahl: Individuelle Merkmale wie Alter, Migrationshintergrund, berufliche Qualifikation oder betriebliche Charakteristika wie Weiterbildungsangebote des Unternehmens.

Das Ergebnis ist nach Ansicht der Forscher eindeutig. Ist ein Unternehmen allgemein aktiv in der Weiterbildungspolitik, wirkt sich das positiv auf Beschäftigte mit hohen Routinearbeiten aus. Noch wichtiger ist allerdings die Unterstützung durch das Unternehmen. Beschäftigte nehmen eher „an Weiterbildung teil, wenn ihr Arbeitgeber die Weiterbildungskosten (zumindest teilweise) übernimmt und/oder die Beschäftigten zur Teilnahme an Weiterbildung freistellt“, so die Forscher.
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Finanzierung der Aus- und Weiterbildung

(06.08.2019) In der Schriftenreihe der Friedrich-Ebert-Stiftung zur Hochschulpolitik hat Angela Borgwardt ihre Vorschläge zur Finanzierung der aus- und Weiterbildung veröffentlicht. Die Publikation spiegelt die Debatten der Konferenz „‘Lernen für Morgen. Finanzierung der Aus- und Weiterbildung‘ wider, die die Abteilung Studienförderung (Bereich Bildungs- und Hochschulpolitik) und die Abteilung Wirtschafts- und Sozialpolitik der Friedrich-Ebert-Stiftung am 16. November 2018 in Berlin gemeinsam veranstaltet haben“.

Mit der Finanzierung der Weiterbildung sind andere Aspekte der Weiterbildungspolitik wie etwa die Infrastruktur oder die Beratung eng verflochten. Aus diesem Grunde wurde auch die mögliche Rolle von Hoch- und Berufsschulen für die Weiterbildung untersucht. Auch die Vereinbarkeit von Beruf, Bildung und Privatleben wird beleuchtet.

Die Ebert-Stiftung möchte mit der Publikation einen Beitrag zur Debatte einer neuen Weiterbildungskultur in Deutschland leisten, die mit der Nationalen Weiterbildungsstrategie angestoßen wurde.
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Neues Ausländerbeschäftigungsförderungsgesetzes fördert die Arbeitsausbeutung

(05.08.2019) Migranten und Geflüchtete unterliegen auf dem Arbeitsmarkt hohen Risiken. Niedrige Bezahlung, eine Beschäftigung unterhalb ihrer Qualifikation, immer wieder drohende Arbeitslosigkeit, oft auch Ausbeutung und Diskriminierung sind für sie Alltag. Die gesetzlichen Rahmenbedingungen können diese Situation verbessern oder auch weiter verschärfen. Derzeit erleben wir leider, dass der Gesetzgeber ihre Situation weiter verschärft.

Mit Ausnahme des „Ausländerbeschäftigungsförderungsgesetzes“ enthalten die am 07.06.2019 durch den Bundestag beschlossenen Gesetze des sog. „Migrationspakets“ gerade in für den DGB entscheidenden Aspekten wie der Zugang von Geflüchteten zu Arbeit und Ausbildung, die Schaffung von Rechtssicherheit sowie die Vermeidung von Arbeitsausbeutung, überwiegend Verschlechterungen.

Der DGB fordert in seiner arbeitsmarktaktuell vom Juli 2019 eine aktive Arbeitsmarktpolitik bei Geflüchteten mit dem Ziel: „Geflüchtete vor langfristigem Verbleib im Niedriglohnsektor schützen durch Qualifizierung, Ausbildung, Anerkennung von im Ausland erworbenen Qualifikationen und bedarfsgerechte Berufsberatung und Arbeitsmarktvermittlung.“
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Quelle: www.netzwerk-weiterbildung.info
Druckdatum: 26.08.2019