Willkommen beim Netzwerk Weiterbildung

Wir bieten Informationen und Hilfen für alle Beteiligten bei Fragen der beruflichen und politischen Bildung und Weiterbildung.

Unser Ziel ist die Reflektion und Verbesserung der beruflichen Situation der Weiterbildungsbeschäftigten. Die Grundsätze unserer redaktionellen Arbeit finden sie unter Über uns/Aktuelles.

Aktuelle Nachrichten zur Entwicklung in der Weiterbildung finden sie unter Weiterbildung in Deutschland.



Weiterbildung: Finanzielles Stiefkind der Bildungspolitik

(12.03.2019) Der Anspruch der Politik und die öffentlichen Aufwendungen für die Weiterbildung klaffen weit auseinander. Zu diesem Ergebnis kommt eine neue Studie der Bertelsmann-Stiftung. Nur 6,3 Milliarden Euro bringt die öffentliche Hand für Weiterbildungen auf. 1995 leistete der Staat sich noch Weiterbildungen in Höhe von 11,1 Milliarden Euro – ein Rückgang um 43,3 Prozent.

Demnach erreichte die öffentliche Förderung der Weiterbildung 2012 mit gerade einmal 4,9 Milliarden Euro den absoluten Tiefpunkt. Jörg Dräger von der Bertelsmann-Stiftung sagt dazu: „Weiterbildung war zu lange das Stiefkind der öffentlichen Bildungsfinanzierung und erreicht noch immer nicht diejenigen, die besonders auf Unterstützung angewiesen sind.“ Denn gerade Geringqualifizierte oder Empfänger von Hartz-IV fallen häufig aus der öffentlichen Weiterbildungsfinanzierung raus.
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Die bildungspolitischen Vereinbarungen der Bundesregierung auf dem Prüfstand

(07.03.2019) Der Wissenschaftliche Beraterkreis von ver.di und IG Metall hat sich mit den bildungspolitischen Vereinbarungen der Bundesregierung auseinandergesetzt. Ausgangspunkte seiner Wertung sind der unbestrittene Reformbedarf in der Bildungspolitik, aber auch der große Widerspruch zwischen angekündigten Reformen und tatsächlicher Politik in der Vergangenheit, wie die Bilanz des Bildungsgipfels von 2008 eindringlich gezeigt hat.

Grundlage für dieses Papier sind der Koalitionsvertrag der Bundesregierung und eine erste Einschätzung der bisher eingeleiteten Schritte zur Umsetzung der Vorhaben. Der Beraterkreis stellt die Vereinbarungen in den Kontext einer wissenschaftlichen und politischen Debatte, bewertet sie und arbeitet mögliche politische Ansatzpunkte heraus, die in den anstehenden parlamentarischen und gesellschaftlichen Debatten im Sinne einer größeren Handlungsfähigkeit für die notwendige Reformen genutzt werden können.
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Sprachliche Förderung von Auszubildenden mit Migrationshintergrund

(06.03.2019) Junge Migrant*innen müssen nicht nur die praktische Arbeit im Betrieb erlernen. Sie müssen gleichzeitig dem theoretischen Unterricht in der Berufsschule folgen können. Dazu sind sprachliche Kenntnisse zwingend erforderlich.

Am 4. März haben das Land Niedersachsen, das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) sowie die Regionaldirektion Niedersachsen/Bremen der Bundesagentur für Arbeit einen Vertrag zur gemeinsamen verstärkten Förderung junger Menschen mit Migrationshintergrund abgeschlossen. Die Leiterin der Regionaldirektion Niedersachsen-Bremen der Bundesagentur für Arbeit, Bärbel Höltzen-Schoh, erklärt dazu: „Junge Menschen mit Migrationshintergrund sind aufgrund von Sprachdefiziten aber besonders gefährdet, ihre Ausbildung abzubrechen. Die Rahmenvereinbarung zur Sprachförderung ist ein wichtiger Schritt, um die Auszubildenden und Unternehmen dabei zu unterstützen, gemeinsam zu einem erfolgreichen Abschluss zu kommen.“
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Deutschkenntnisse sind ein entscheidender Faktor für die Erwerbsaufnahme Geflüchteter

(21.02.2019) In einer neuen Studie beschäftigt sich das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) mit der Frage, welche Kriterien als „entscheidender Erfolgsfaktor für die Arbeitsmarktintegration geflüchteter Menschen“ wirksam werden. Der alles entscheidende Faktor bleibt dabei: Deutschkenntnisse!! Alle Daten zeigen an, ohne ausreichende Deutschkenntnisse gelingt es kaum, auf dem Arbeitsmarkt Fuß zu fassen.

Für die Studie wurden geflüchtete Menschen aus Syrien und dem Irak befragt. Hier zeigt sich deutlich, dass Geschlechterrollen einen wichtigen Einfluss bei der Arbeitsaufnahme spielen. „Frauen nehmen deutlich seltener eine Erwerbs¬tätigkeit auf als Männer – und das, obwohl sie über vergleichbare deutsche Sprachkenntnisse und (ausländische) Schul- und Berufsabschlüsse verfügen“, so die Studie. Männer berichten demnach doppelt so häufig wie Frauen, dass sie bereits Erwerbserfahrungen gesammelt haben.

Die Autor*innen der Studie, Dr. Claudia Wenzig und Dr. Jonas Beste, empfehlen in diesem Zusammenhang: „Da geflüchtete Frauen bislang kaum Zugang zum deutschen Arbeitsmarkt gefunden haben, sollte auch geprüft werden, ob die Angebote an Sprach- und Integrationsprogrammen oder an arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen sowie die Vermittlungspraxis der Bundesagentur für Arbeit ausreichen, den besonderen Bedingungen von geflüchteten Frauen gerecht zu werden. Wichtiges Ziel sollte sein, die vorhandenen Potenziale für die Erwerbsbeteiligung auszuschöpfen, damit Geflüchtete den Ausstieg aus dem Grundsicherungsbezug zunehmend schaffen.“
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Quelle: www.netzwerk-weiterbildung.info
Druckdatum: 24.03.2019