Arbeitsbedingungen

Die Arbeitsbedingungen in der Weiterbildungsbranche sind weitgehend unreguliert. Nur bei weinigen Trägern gibt es Tarifverträge. Für die Mehrzahl der Beschäftigten bilden nur die gesetzlichen Regelungen und der Arbeitsvertrag den Rahmen für ihre Tätigkeit.

Neben Informationen zur Tarifarbeit in der Weiterbildung finden sie hier aktuelle Urteile aus dem Arbeitsrecht.

Weitere Informationen zu Tarifverträgen und Entgelten finden Sie auf der Homepage der Hans-Böckler-Stiftung.



ver.di fordert spürbare Steigerung des Mindestlohnes
(08.03.2017) Seit mehr als fünf Monaten verhandeln ver.di und die GEW mit dem Zweckverband über einen neuen Tarifvertrag für den Mindestlohn in der SGB II / III geförderten Weiterbildung. Trotz einer guten wirtschaftlichen Lage sind die Arbeitgeber bisher nicht zu einer deutlichen Lohnerhöhung bereit.

Das letzte Angebot wurde von der Tarifkommission abgelehnt. Die Arbeitgeber weigern sich weiterhin, ein verbessertes Angebot vorzulegen und spielen auf Zeit. Wenn die Arbeitgeber nicht bald ein Angebot vorlegen, das man guten Gewissens abschließen kann, dann läuft die Zeit ab. Denn am 31. Dezember läuft der alte Mindestlohn aus. Ist dann kein neuer vereinbart und für allgemeinverbindlich erklärt, dann befinden sich die meisten Unternehmen im tariflosen Zustand.
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Tarifverhandlungen Entgelttarifvertrag wieder aufgenommen
(27.01.2017) Beim Internationalen Bund (IB) wurden nach einer Unterbrechung von vier Monaten die Tarifverhandlungen über einen konzernweiten Tarifvertrag fortgesetzt. Die Arbeitgeber hätten gerne für alle verschiedenen Tätigkeitsbereiche einzelne Tarifverträge, die einzeln kündbar wären. Dem stimmt die Tarifkommission nicht zu. Ihr Vorschlag: Ein einheitlicher Entgelttarifvertrag auf Basis des TVöD (Niveau über 90%) für alle. Dazu könnten einzelne über diese Entlohnung hinausgehende Tarifverträge für einzelne Bereiche verhandelt werden. Jetzt ist der Arbeitgeber am Zug.
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Mindestlohn in der SGB II / III finanzierten Weiterbildung
(18.01.2017) Auch die letzte Verhandlungsrunde für den Tarifvertrag der SGB II/SGB III finanzierten Weiterbildung endete ohne Einigung. Die Arbeitgeber sind nicht bereit, die Entlohnung des pädagogischen Personals deutlich zu erhöhen.

Ihr letztes Angebot lautete: 6 Prozent mit einer Laufzeit von 21 Monaten. Die Tariferhöhung soll allerdings von Anfang an in voller Höhe gelten, also vom 1. Januar 2018 an. Damit bewegt sich das Angebot in dem Bereich, in dem die Tarifanpassungen zumindest im Westen liegen: Leicht oberhalb der allgemeinen Lohnerhöhungen.

Ende Januar müssen die Tarifkommissionen entscheiden, ob sie das Angebot akzeptieren.
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Berufseinsteiger und Geringqualifizierte haben höheres Risiko der Scheinselbständigkeit
(11.01.2017) Das Thema Scheinselbstständigkeit stößt weiterhin auf reges Interesse, auch in der Weiterbildung. Aber wann liegt Scheinselbständigkeit vor, wie verbreitet ist das Phänomen in Deutschland und wer ist davon betroffen? Mit dieser Frage beschäftigt sich eine neue Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB).

Nach einem Modell, das auf der Rechtsprechung des Bundesarbeitsgerichts basiert, sind gegenwärtig ca. 235.000 Erwerbstätige potentiell scheinselbstständig beschäftigt. Das sind 0,7 Prozent der gegenwärtig etwa 3,8 Millionen Solo-Selbstständigen. Nach einem alternativen Modell der Autoren sind es 1,3 Prozent oder 436.000.

„Erwerbstätige unter 25 Jahren bzw. Erwerbseinsteiger sind häufiger in einem scheinselbständigen Vertragsverhältnis aktiv als ältere Erwerbstätige bzw. solche mit längerer Erwerbserfahrung. Ferner zeigt sich, dass bei Personen, die zuvor arbeitslos waren, mit zunehmender Dauer der Arbeitslosigkeit die Wahrscheinlichkeit einer scheinselbständigen Beschäftigung um etwa 1 Prozent je Jahr der Erwerbslosigkeit steigt.
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Mindestlohn steigt zum ersten Januar 2017
(02.01.2017) Neben dem allgemeinen gesetzlichen Mindestlohn steigen auch mehrere branchenmäßige Mindestlöhne in 2017. Das betrifft auch den Mindestlohn in der SGB II / SGB III geförderten Weiterbildung. Ab dem 1. Januar 2017 ist der Mindestlohn in Ost- und Westdeutschland einheitlich und beträgt 14,60 Euro die Stunde.
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