Arbeitsbedingungen

Die Arbeitsbedingungen in der Weiterbildungsbranche sind weitgehend unreguliert. Nur bei weinigen Trägern gibt es Tarifverträge. Für die Mehrzahl der Beschäftigten bilden nur die gesetzlichen Regelungen und der Arbeitsvertrag den Rahmen für ihre Tätigkeit.

Neben Informationen zur Tarifarbeit in der Weiterbildung finden sie hier aktuelle Urteile aus dem Arbeitsrecht.

Weitere Informationen zu Tarifverträgen und Entgelten finden Sie auf der Homepage der Hans-Böckler-Stiftung.



Gewerkschaftsmitglieder dürfen auch schon mal mehr bekommen als der Rest
(29.12.2018) Formal gelten Tarifverträge nur für die beteiligten Parteien, also die organisierten Gewerkschaftsmitglieder und die beteiligten Arbeitgeber. Doch in der Realität gelten sie für alle Beschäftigten. Juristen nennen das „negative Koalitionsfreiheit“. Findige Beschäftigte meinen daher, dass sie grundsätzlich einen Anspruch auf alles haben, was Gewerkschaften mit Arbeitgebern vereinbart haben.

Dieser Ansicht hat das Bundesverfassungsgericht nun einen Riegel vorgeschoben. Eine unterschiedliche Behandlung zwischen organisierten und nichtorganisierten Beschäftigten sei sehr wohl möglich und rechtlich zulässig, so das Gericht. Wenn die unterschiedliche Behandlung nur faktischer Anreiz zur Mitgliedschaft darstelle, aber nicht zugleich „Zwang noch Druck entsteht“, Mitglied zu werden, dann seien solche Regelungen rechtlich in Ordnung.
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Mindestlohn-Extra für die Beschäftigten beim Internationalen Bund
(18.12.2018) Der neue Tarifvertrag für die Beschäftigten in der SGB II/III geförderten Weiterbildung wird erst Anfang des nächsten Jahres das Verfahren zur Allgemeinverbindlichkeit durchlaufen haben. Erst danach wird er als Mindestlohn auf alle Unternehmen im Weiterbildungsbereich angewandt.

Für die Beschäftigten der Unternehmen, die in der Zweckgemeinschaft des Bundesverbandes der Träger beruflicher Bildung (BBB) zusammengeschlossen sind, ist der Tarifvertrag ab Januar 2019 anzuwenden. Was das im Falle des Internationalen Bundes (IB) bedeutet, beschreibt ein aktuelles Flugblatt des Fachbereichs Bildung, Wissenschaft und Forschung in ver.di.
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Aktuelle Entwicklungen und gewerkschaftliche Forderungen
(17.12.2018) Trotz der guten Wirtschaftslage gelingt es nicht, prekäre Beschäftigung stärker zurückzudrängen. Dieser Trend muss jetzt umgedreht werden. In wirtschaftlich guten Zeiten gilt es, gute Arbeit mit existenzsichernden Einkommen und normalen Beschäftigungsverhält-nissen flächendeckend durchzusetzen. Der DGB hat Forderungen aufgestellt, um die verheerenden Folgen prekärer Beschäftigung – wie Erwerbsarmut, Spaltung der Belegschaften oder fehlenden sozialen Schutz – abzumildern.

In einer neuen Ausgabe von arbeitsmarktaktuell hat der DGB die Fakten zur Verbreitung von atypischen Arbeitsverhältnissen neu zusammengestellt. Zugleich werden Forderungen entwickelt, um die weitere Zunahme dieser Arbeitsverhältnisse einzudämmen.
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Mindestlohn in der Weiterbildung - Verzögerungen im Verfahren
(11.12.2018) Der Mindestlohn in der der SGB II und SGB III geförderten Weiterbildung sollte zum 1. Januar durch einen neuen Tarifvertrag ersetzt werden. Bisher ist es immer gelungen, den neuen Tarifvertrag vor Ablauf des alten Tarifvertrags für allgemeinverbindlich erklären zu lassen. Das wird bis zum 1. Januar 2019 nicht mehr klappen. Die zuständigen Ministerien sind noch in der „Abstimmung“. Erst wenn dieses Verfahren abgeschlossen ist, stimmt die Bundesregierung zu. Erst danach gilt der Tarifvertrag für die gesamte Branche.

Dieses Verfahren läuft und wird wohl noch ein wenig Zeit in Anspruch nehmen. Für die Beschäftigten der Tarifgemeinschaft in der Zweckgemeinschaft des Berufsbildungsverbandes (BBB), immerhin 64 Unternehmen aus der Weiterbildung, ist der Tarifvertrag gültig und ab Januar gelten dort die neuen Tarife.
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Quelle: www.netzwerk-weiterbildung.info
Druckdatum: 17.02.2019