Willkommen beim Netzwerk Weiterbildung

Wir bieten Informationen und Hilfen für alle Beteiligten bei Fragen der beruflichen und politischen Bildung und Weiterbildung.

Unser Ziel ist die Reflektion und Verbesserung der beruflichen Situation der Weiterbildungsbeschäftigten. Die Grundsätze unserer redaktionellen Arbeit finden sie unter Über uns/Aktuelles.

Aktuelle Nachrichten zur Entwicklung in der Weiterbildung finden sie unter Weiterbildung in Deutschland.



Studie deckt soziale Ungleichheiten in beruflicher Weiterbildung auf

(10.08.2016) Soziale Ungleichheiten spielen weiterhin eine sehr große Rolle bei der Frage, ob jemand an einer beruflichen Weiterbildung teilnimmt. Das ist das Ergebnis einer neuen Studie von Dr. Alexander Yendell von der Universität Leipzig. „Es gilt das Matthäus-Prinzip, wer da hat, dem wird gegeben. Wer beispielsweise Führungskraft ist, der bekommt auch Zugang zur beruflichen Weiterbildung und muss nur selten dafür bezahlen“, so Yendell.

Seit 1989 liegt die Weiterbildungsquote bei Menschen mit Hauptschulabschluss bei nur 15 Prozent, bei Menschen mit Abitur bei 45 Prozent. Von einer rationalen Verteilung von Weiterbildungen in Unternehmen könne nicht gesprochen werden. „Vermutlich spielen hier Machtspiele zwischen Personen und Abteilungen in Betrieben eine entscheidende Rolle“, sagt Yendell. So hat eine Führungskraft eine 4,2-mal so hohe Chance auf eine Weiterbildung als ein Erwerbstätiger mit einfacher Aufgabe, Fachkräfte eine 1,9-mal so hohe.
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Bundesinnenministerium erhöht die Teilnehmersätze in Integrationskursen auf 3,90 Euro/Stunde

(04.08.2016) Nach langem Ringen hinter den Kulissen hat das Bundesinnenministerium (BMI) die Stundensätze für Teilnehmer in Integrationskursen rückwirkend zum 1. Juli 2016 auf 3,90 Euro die Stunde angehoben. Der Deutsche Volkshochschulverband hatte vorher einen Stundensatz von 4,40 Euro die Stunde gefordert.

Gleichzeitig wird die Mindestvergütung, zu der Kursträger Dozent_innen anstellen sollen, von 23 auf 35 Euro die Stunde angehoben. Die Kursträger sollen dazu kurzfristig dem Bundesamt für Migration und Flüchtlinge mitteilen, welche Stundenvergütung sie jetzt zahlen.

Ob und in welchem Umfang die Erhöhung der Teilnehmerentgelte bei den Dozent_innen ankommt, ist völlig unklar. Nachdem das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) die geforderte Mindestvergütung seit Jahren nur sehr zögerlich nach oben angepasst hat, kommt jetzt auf einmal eine Erhöhung um 50 Prozent auf die Träger zu. Ob die das Spiel mitmachen oder lieber jährlich neue Anträge abgeben, um niedrigere Vergütungen zu bezahlen, ist völlig unklar.

Wer Informationen über neue Honorare hat, sollte sie unbedingt in die Honorartabelle von mediafon eintragen. Nur so ist es möglich, die aktuelle Entwicklung für alle sichtbar zu machen.
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