Willkommen beim Netzwerk Weiterbildung

Wir bieten Informationen und Hilfen für alle Beteiligten bei Fragen der beruflichen und politischen Bildung und Weiterbildung.

Unser Ziel ist die Reflektion und Verbesserung der beruflichen Situation der Weiterbildungsbeschäftigten. Die Grundsätze unserer redaktionellen Arbeit finden sie unter Über uns/Aktuelles.

Aktuelle Nachrichten zur Entwicklung in der Weiterbildung finden sie unter Weiterbildung in Deutschland.



Mehr als Fachlichkeit darf’s schon sein: Leeres Geschwätz oder ökonomische Notwendigkeit?

(24.01.2017) Ein zu enger Begriff von Bildung reicht nicht aus, um in der Arbeitswelt die notwendigen Anforderungen richtig zu beschreiben. Bildung muss darauf abheben, dass Menschen vielfältige Interessen haben, nicht nur die Begeisterung für Fachwissen. Selbst die Wirtschaft ist nicht mehr an einer zu engen fachlichen Qualifizierung interessiert. Vielleicht schafft Arbeiten 4.0 neue Chancen, aber auch Notwendigkeiten, für politische Bildung, Erfahrungslernen und für berufliches Lernen mit schwächeren Jugendlichen. Wichtig ist zu klären, wie der Sozialstaat die Veränderungen meistern kann: Wie viel und welche Bildung können und wollen wir uns erlauben?
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Mindestlohn in der SGB II / III finanzierten Weiterbildung

(18.01.2017) Auch die letzte Verhandlungsrunde für den Tarifvertrag der SGB II/SGB III finanzierten Weiterbildung endete ohne Einigung. Die Arbeitgeber sind nicht bereit, die Entlohnung des pädagogischen Personals deutlich zu erhöhen.

Ihr letztes Angebot lautete: 6 Prozent mit einer Laufzeit von 21 Monaten. Die Tariferhöhung soll allerdings von Anfang an in voller Höhe gelten, also vom 1. Januar 2018 an. Damit bewegt sich das Angebot in dem Bereich, in dem die Tarifanpassungen zumindest im Westen liegen: Leicht oberhalb der allgemeinen Lohnerhöhungen.

Ende Januar müssen die Tarifkommissionen entscheiden, ob sie das Angebot akzeptieren.
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Bildungsausgaben für Geflüchtete lohnen sich

(18.01.2017) Bei der Aufnahme von Geflüchteten muss zunächst Geld in die Hand genommen werden. Doch was passiert, wenn die Menschen länger bei uns bleiben? Das hängt insbesondere davon ab, ob es gelingt, sie in den Arbeitsmarkt zu integrieren. Und damit das gelingt, sind zunächst gute Deutschkenntnisse und der Erwerb eines Berufsabschlusses notwendig.

Zu diesen Ergebnissen kommt eine neue Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) und des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW). „Zusätzliche Investitionen von 3,3 Milliarden Euro in Sprachkenntnisse und Bildung der 2015 zugewanderten Flüchtlinge können die fiskalischen Kosten bis zum Jahr 2030 um elf Milliarden Euro reduzieren.“ Nach Meinung der Forscher führen „Investitionen in Sprachkompetenz und Bildungsabschlüsse“ auf Dauer zu hohen Renditen.

„In der Vergangenheit haben der Erwerb eines deutschen Bildungsabschlusses und das Erreichen von guten oder sehr guten Deutschkenntnissen die Beschäftigungswahrscheinlichkeit von Flüchtlingen jeweils um rund 20 Prozentpunkte und die Verdienste jeweils um rund 20 Prozent erhöht“, betonen die Autoren der Studie. Dies spare Sozialausgaben und erhöhe die Steuereinnahmen.
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Für teure Maßnahmen zur beruflichen Neuorientierung fehlt das Geld

(12.01.2017) Der Bedarf an Weiterbildung wird weiterhin zunehmen. Die Veränderungen im wirtschaftlichen Umfeld werden in Zukunft häufiger grundlegende „berufliche Neuorientierungen“ erforderlich machen. Zudem haben 6,5 Mio. Erwerbstätige keine abgeschlossene Berufsausbildung.

Staatliche Förderinstrumente zur beruflichen Weiterbildung verteilen sich gegenwärtig auf 25 unterschiedliche Programme. Nur wenige Zielgruppen erhalten eine bundeseinheitliche Förderung. Das betrifft Aufstiegsfortbildungen, Maßnahmen mit Kosten bis zu € 1.000 bei Personen mit einem Einkommen von bis zu € 20.000 (€ 40.000 bei Zusammenveranlagten), Beruflich Begabte sowie ältere Beschäftigte mit geringen Qualifikationen oder in kleinen und mittleren Unternehmen sowie Arbeitslose bzw. von Arbeitslosigkeit bedrohte Personen.

Vor allem mangelt es an einer ausreichenden Unterstützung von teuren Maßnahmen, etwa zur beruflichen Neuorientierung oder fachlichen Spezialisierung. "Fasst man die Zahl der durch all diese Regelungen geförderten Personen zusammen, dann entspricht dies nicht einmal drei Prozent der Bevölkerung im Alter von 25 bis 64 Jahren," stellt Dr. Dieter Dohmen, der Direktor des FiBS fest.

In einer aktuellen Studie fordert das Forschungsinstitut für Bildungs- und Sozialökonomie mehr Mittel für qualifizierende Maßnahmen, die die Beschäftigungsfähigkeit nachhaltig stärken. Die gegenwärtige Förderung sei bis auf wenige Ausnahmen auf 500 Euro begrenzt. Für teure Weiterbildungen gibt es bundesweit neben dem Meister-BAföG nur Steuerfreibeträge für Fortbildungsmaßnahmen. "Diese Lücke bei der Förderung von beruflich qualifizierenden Weiterbildungen muss dringend geschlossen werden," fordert Dohmen.
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Berufseinsteiger und Geringqualifizierte haben höheres Risiko der Scheinselbständigkeit

(11.01.2017) Das Thema Scheinselbstständigkeit stößt weiterhin auf reges Interesse, auch in der Weiterbildung. Aber wann liegt Scheinselbständigkeit vor, wie verbreitet ist das Phänomen in Deutschland und wer ist davon betroffen? Mit dieser Frage beschäftigt sich eine neue Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB).

Nach einem Modell, das auf der Rechtsprechung des Bundesarbeitsgerichts basiert, sind gegenwärtig ca. 235.000 Erwerbstätige potentiell scheinselbstständig beschäftigt. Das sind 0,7 Prozent der gegenwärtig etwa 3,8 Millionen Solo-Selbstständigen. Nach einem alternativen Modell der Autoren sind es 1,3 Prozent oder 436.000.

„Erwerbstätige unter 25 Jahren bzw. Erwerbseinsteiger sind häufiger in einem scheinselbständigen Vertragsverhältnis aktiv als ältere Erwerbstätige bzw. solche mit längerer Erwerbserfahrung. Ferner zeigt sich, dass bei Personen, die zuvor arbeitslos waren, mit zunehmender Dauer der Arbeitslosigkeit die Wahrscheinlichkeit einer scheinselbständigen Beschäftigung um etwa 1 Prozent je Jahr der Erwerbslosigkeit steigt.
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Deutsch als Fremdsprache dominiert das Geschäft der Volkshochschulen

(02.01.2017) Die Statistik der deutschen Volkshochschulen weist für 2015 eine deutliche Steigerung im Bereich „Deutsch als Fremdsprache“ aus. Nach eigenen Angaben wurden hier 1,2 Millionen mehr Unterrichtstunden und 194.000 zusätzliche Teilnehmer_innen gezählt. Sprachkurse bringen inzwischen fast die Hälfte der gegebenen Unterrichtstunden. Die darin enthaltenen Deutschkurse, die für das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge gegeben werden, haben einen Anteil von fast 58 Prozent am gesamten Sprachangebot.

Deutsch als Fremdsprache hat damit einen Anteil von über 25 Prozent am gesamten Unterrichtsvolumen der Volkshochschulen erreicht. Dabei zeichnen sich diese Kurse durch besondere Merkmale aus. Einerseits hat jeder Kurs deutlich mehr Unterrichtstunden als vergleichbare andere Sprachkurse. Während ein Englischkurs etwa 25 Unterrichtstunden aufweist, sind es bei DaF-Kursen im Schnitt 81 Unterrichtsstunden. Gleichzeitig ist die Teilnehmerzahl mit 14,7 deutlich höher als im übrigen Sprachangebot, bei Englischkursen sind es z. B. nur 9,7 Teilnehmer_innen je Kurs.

Dies zeigt die aktuelle Volkshochschul-Statistik des Deutschen Institut für Erwachsenenbildung – Leibniz-Zentrum für Lebenslanges Lernen e.V. (DIE).
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Mindestlohn steigt zum ersten Januar 2017

(02.01.2017) Neben dem allgemeinen gesetzlichen Mindestlohn steigen auch mehrere branchenmäßige Mindestlöhne in 2017. Das betrifft auch den Mindestlohn in der SGB II / SGB III geförderten Weiterbildung. Ab dem 1. Januar 2017 ist der Mindestlohn in Ost- und Westdeutschland einheitlich und beträgt 14,60 Euro die Stunde.
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