Willkommen beim Netzwerk Weiterbildung

Wir bieten Informationen und Hilfen für alle Beteiligten bei Fragen der beruflichen und politischen Bildung und Weiterbildung.

Unser Ziel ist die Reflektion und Verbesserung der beruflichen Situation der Weiterbildungsbeschäftigten. Die Grundsätze unserer redaktionellen Arbeit finden sie unter Über uns/Aktuelles.

Aktuelle Nachrichten zur Entwicklung in der Weiterbildung finden sie unter Weiterbildung in Deutschland.



Bildung in der digitalen Welt

(15.12.2017) Prozesse der Digitalisierung verändern nicht nur den Alltag und das Arbeitsleben. Sie haben auch Auswirkungen auf Lehr- und Lernprozesse. Es geht dabei nicht oder nur nebenbei um die Frage, wie im Prozess der lebensbegleitenden Lernens die richtigen Bildungsangebote gemacht werden. Es geht auch um neue Möglichkeiten und Probleme, die im Rahmen von Lernprozessen auftreten. Die Kultusministerkonferenz spricht hier von Chancen und Herausforderungen.

„Chance, weil sie dazu beitragen kann, formale Bildungsprozesse – das Lehren und Lernen – so zu verändern, dass Talente und Potentiale individuell gefördert werden; Herausforderung, weil sowohl die bisher praktizierten Lehr- und Lernformen sowie die Struktur von Lernumgebungen überdacht und neu gestaltet als auch die Bildungsziele kritisch überprüft und erweitert werden müssen. Herausforderung aber auch, weil dafür infrastrukturelle, rechtliche und personelle Rahmenbedingungen zu schaffen sind.“ Das schreibt die Kultusministerkonferenz in ihrem aktualisierten Papier zur „Bildung in der digitalen Welt“.

Im Bereich der Weiterbildung entstehen nach Meinung der Kultusminister besonders viele Chancen, insbesondere auch im Bereich der Bildungsgerechtigkeit. Da die Angebote in Zukunft nicht mehr an Räume und feste Zeiten gebunden wären, hätten auch bildungsferne Gruppen Möglichkeiten, Weiterbildungsangebote zu nutzen. Allerdings bleibt nach der Lektüre des Kapitals zur Weiterbildung völlig unklar, wie gerade diejenigen, die heute kaum Angebote der Weiterbildung nutzen, wenn sie künftig als Fernlernkurs im Internet daherkommen. Wer sich vom Lernen verabschiedet hat, braucht Anlässe und umfangreiche Unterstützung; um wieder an Lernprozessen teilzunehmen. Digital angebotene Medien werden dabei vielleicht nützliche Dienste leisten. Ohne umfangreiche Unterstützung von Lehrenden bleiben sie nutzlos. Leider sagt das Papier der Kultusminister zu diesem Punkt wenig aus.
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Immer noch keine auskömmliche Vergütung für Deutschlehrer

(05.12.2017) Der Zuzug Hundertausender Geflüchteter im Sommer 2015 hat viel Bewegung in den Weiterbildungsmarkt gebracht. Auch wenn das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) die empfohlene Mindestvergütung für eine Honorarstunde damals auf 35 Euro erhöht hat, wirklich besser ist es dadurch nicht geworden. Kommerzielle Anbieter von Maßnahmen im SGB II stellen die Dozent*innen ein, zum Mindestlohn in der SGB II geförderten Weiterbildung. Öffentliche Träger wie die Volkshochschulen versuchen sich vor den finanziellen Folgen der Arbeitsnehmerähnlichkeit von Dozent*innen mit trickreichen Argumenten zu drücken. Und 35 Euro erhalten lediglich diejenigen, die formale BAMF Kurse anbieten. Bei anderen Kursen gibt es häufig viel weniger.
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Noch kein Abschluss beim IB. Übergangsregelungen offen!

(03.12.2017) Im September war es in schwierigen Tarifverhandlungen gelungen, eine Basistabelle zu vereinbaren, die das unterste Niveau aller Gesellschaften darstellt. Sie liegt in weiten Teilen bei 95 % des TV-L. Danach haben wir begonnen, für die jeweiligen Gesellschaften die Entgelttabellen zu verhandeln.

Die alten Tätigkeitsmerkmale des IB e.V. wurden den Entgeltgruppen der neuen Tabelle als Übergangsregelung zugeordnet. Dieser 1. Schritt war notwendig geworden, weil es nicht gelungen ist, mit den Arbeitsgebern neue Tätigkeitsmerkmale zu vereinbaren, die den verantwortungsvollen Tätigkeiten beim IB gerecht werden.

In den Verhandlungen am 27. Und 28. November 2017 ging es um Überleitungsregelungen. Ein Einigungsstand konnte in den zwei Tagen trotz intensiver Verhandlungen mit dem IB nicht erreicht werden.
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Befristete Beschäftigung – Arbeiten ohne Bestand

(29.11.2017) Wir haben in Deutschland ein Befristungsproblem. Zwischen 1993 und 2015 hat sich die Zahl der befristet Beschäftigten verdreifacht, von knapp 900.000 auf inzwischen knapp 3,2 Millionen. Fast jeder zehnte Beschäftigte arbeitet befristet. Auch wenn in den letzten Jahren die Zahl der Befristungen leicht zurückgegangen ist: Drastisch gestiegen ist der Anteil derjenigen, die ohne Sachgrund befristet sind – auf inzwischen 48 Prozent aller befristet Beschäftigten. Darauf macht die jetzt in zweiter Auflage erschiene Broschüre des DGB zu befristeten Beschäftigungsverhältnissen aufmerksam.

Sachgrundlose Befristungen bei Neueinstellungen mutieren zur verlängerten Probezeit, deren Ende oft nicht absehbar ist. Der öffentliche Dienst geht hier leider mit schlechtem Beispiel voran: Hier erfolgen Neueinstellungen fast zur Hälfte über befristete Arbeitsverträge. In der Privatwirtschaft ist es immerhin über ein Drittel. Für beide Bereiche gilt: Die Interessen der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, ihre Möglichkeiten zur Lebensplanung und ihre Rechte bleiben dabei auf der Strecke. Denn wer befristet beschäftigt ist, landet im Konfliktfall auf der Straße, hat auch während des Arbeitsverhältnisses kaum Chancen, sich zu wehren, ohne dass die Verlängerung des Vertrages gefährdet wird.

Mit der vorliegenden Broschüre präsentiert der DGB Fakten über die befristete Beschäftigung. Betroffenen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die in befristeten Beschäftigungsverhältnissen stecken, kommen zu Wort. Und berichten von allen daraus resultierenden Problemen und Sorgen.
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Anträge auf Reha-Maßnahmen steigen stark an

(21.11.2017) Immer mehr Menschen beantragen bei der Bundesagentur für Arbeit Reha-Maßnahmen zur beruflichen Wiedereingliederung. Allein in 2015 haben rund 32.600 Personen Leistungen zur Teilhabe behinderter Menschen am Arbeitsleben im Bereich der beruflichen Wiedereingliederung bei der Bundesagentur für Arbeit beantragt. 2010 waren es nur 27.700. Das geht aus einer am Dienstag veröffentlichten Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) hervor.

Weiterbildungs- und Umschulungsmaßnahmen sowie Zuschüsse für technische Arbeitsplatzanpassungen sind die häufigsten Reha-Leistungen, die von der Bundesagentur für Arbeit finanziert werden. Unmittelbar im Anschluss an die berufliche Rehabilitation hat über die Hälfte der Personen eine Beschäftigung aufgenommen oder übt eine zuvor bestehende Beschäftigung weiter aus. Letzteres wird häufig mithilfe der kurzfristigen Zuschüsse realisiert.

„Insgesamt ist festzuhalten, dass viele unterschiedliche Leistungen zur Teilhabe behinderter Menschen am Arbeitsleben zur Verfügung stehen – und viele Geförderte können durch technische Hilfen und Weiterbildung nach dem Rehabilitationsprozess eine bestehende Beschäftigung weiter ausüben oder eine neue Beschäftigung aufnehmen“, sagen die Autor*innen der Studie.
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