Willkommen beim Netzwerk Weiterbildung

Wir bieten Informationen und Hilfen für alle Beteiligten bei Fragen der beruflichen und politischen Bildung und Weiterbildung.

Unser Ziel ist die Reflektion und Verbesserung der beruflichen Situation der Weiterbildungsbeschäftigten. Die Grundsätze unserer redaktionellen Arbeit finden sie unter Über uns/Aktuelles.

Aktuelle Nachrichten zur Entwicklung in der Weiterbildung finden sie unter Weiterbildung in Deutschland.



Schutzschirme sind nötig, reichen aber nicht aus!

(24.07.2020) 27 Betriebs- und Personalräte fordern gemeinsam mit der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) schnelle finanzielle Hilfe für die Beschäftigten der Erwachsenenbildung. Die Corona-Pandemie wirke als Katalysator und verstärke die ohnehin vorhandene Unterfinanzierung der Branche drastisch. Die Not sei groß: „Es gibt Kurzarbeit, drohende Insolvenzen. Es zeigt sich das Abrutschen von Honorarkräften in ALG II oder Erwerbslosigkeit in großen Umfang. Das gilt es zu verhindern. Jetzt muss schnell und entschlossen reagiert werden“, fordert Landesfachbereichsleiterin Ulrike Schilling.

Die Interessenvertreter*innen, die mehrere tausend Beschäftigte vertreten, fordern das Land Niedersachsen auf, die Finanzhilfe nach dem Erwachsenenbildungsgesetz kurzfristig an die Pandemie anzupassen. Kosten für Hygienekonzepte und Verluste durch weniger Teilnehmende müssten ausgeglichen werden.
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Gemeinsam für Weiterbildung

(24.07.2020) Die Landesregierung sowie 21 Dachverbände und Organisationen der Weiterbildung am 20. Juli unter dem Titel „GEMEINSAM.FÜR.WEITERBILDUNG“ eine neue Vereinbarung für die Jahre 2021-2025 des Bündnisses für Lebenslanges Lernen unterzeichnet. „Die Vereinbarung bietet den Rahmen, um die Weiterbildung gemeinsam gut für die Zukunft aufzustellen“, so Kultusministerin Eisenmann. Staatsministerin Theresa Schopper betont: „Unser heutiges Weiterbildungswesen lebt von einer Vielzahl an Akteuren. Wir bauen das Erreichte weiter aus.“

Durch die Vereinbarung soll die Zusammenarbeit gestärkt und die wachsende Bedeutung der Weiterbildung sichtbar gemacht werden. So sollen zum Beispiel flächendeckende Strukturen und Beratungsnetzwerke in Baden-Württemberg geschaffen und die Weiterbildungsbeteiligung von Erwachsenen im städtischen wie im ländlichen Raum gestärkt werden.
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Land Nordrhein-Westfalen unterstützt Weiterbildungseinrichtungen zur Bewältigung der Corona-Krise

(21.07.2020) Das Land Nordrhein-Westfalen stellt Weiterbildungseinrichtungen, die nach dem Weiterbildungsgesetz anerkannt sind, insgesamt 35 Millionen Euro zur Bewältigung der Corona-Krise zur Verfügung. Das Geld soll dazu dienen, die „Lücke zwischen den notwendigen Fixkosten und den erzielten Einnahmen der Einrichtungen“ zu mindern. Anspruchsberechtigt sind insgesamt 170 Einrichtungen.
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Deutschland braucht breite Qualifizierungsoffensive

(21.07.2020) Die Bundesregierung hat zur Unterstützung der Forschungspolitik das Hightech-Forum gegründet. Es soll konkrete Umsetzungs- und Handlungsempfehlungen erarbeiten. Das Forum erarbeitet Impulspapiere zu den Schwerpunktthemen 3,5-Prozent-Ziel, Offene Wissenschaft und Innovation, Soziale Innovationen, Agilität des Innovationssystems, Innovation und Qualifikation, Nachhaltigkeit im Innovationssystem, Zukunft der Wertschöpfung sowie Biologie und Digitalisierung.

Das Forum hat am 15. Juli ein Impulspapier zum deutschen Aus- und Weiterbildungssystem veröffentlicht. Die Empfehlungen verfolgen das Ziel, mehr Chancengerechtigkeit und die Teilhabe am Innovationsgeschehen zu erreichen. Das Papier empfiehlt dafür ein individuelles Recht auf Weiterbildung.
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Mehr Werte statt Mehrwert in der Bildung

(14.07.2020) Corona hat alles verändert. Auch die Bildung muss sich den neuen Gegebenheiten anpassen. Die seien nun einmal der unaufhaltsame Vormarsch und Siegeszug der digitalen Medien. Auf einmal ging es nicht darum, wie digitale Endgeräte und Medien sinnvoll in der Bildung eingesetzt werden können. Es ging nur noch um die Versorgung der nach Hause geschickten Kinder, Jugendlichen und Studierenden mit passenden Endgeräten, um bereits im Kindesalter Homeoffice zu erlernen.

Corona war ein Auslöser und Verstärker dieser Tendenzen, nicht die Ursache. Algorithmen und Softwareprogrammierer bestimmen zunehmend den Inhalt von Bildung. Unternehmen bestimmen die Arbeitsbedingungen der Softwareprogrammierer und die Algorithmen und damit letztlich die Inhalte von Bildung. Kommt Bildung damit endgültig unter den Zwang betriebswirtschaftlicher Nutzenkalküle?

Bildung ist mehr als die Vermittlung kurzfristig nutzbaren Wissens. Bildung hat etwas mit der Vermittlung von Werten zu tun, die eine Gesellschaft erst erlebbar und beeinflussbar macht. Für die Autor*innen der neuen Ausgabe von Denk-doch-mal bedeutet das:

„Erstens müssen wir von einer engen Verbindung einer gesellschaftlichen Verfasstheit und ihrem gesellschaftlichen Wertegerüst ausgehen bzw. grundsätzlicher, von einem engen Verhältnis von Bildung zu Gesellschaft und Bildungspolitik zur Gesellschaftspolitik. Bildung für mehr Demokratie und eine Politik für mehr Demokratie sind aufeinander angewiesen.

Zweitens erwarten wir, dass eine werteorientierte Bildung mehr sein muss als eine affirmative Vermittlung von Werten. Vielmehr müssen die sozialen und ökonomischen Verhältnisse, die für das Spannungsverhältnis von Werten und gesellschaftlicher Praxis sorgen, auch Gegenstand des Konzeptes selber sein.“
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Der Sozialstaat in der Corona-Krise

(14.07.2020) Die Corona-Pandemie ist die Stunde des Sozialstaats. Entwickelte Sozialstaaten kamen besser durch die Krise. In Deutschland schützte der Sozialstaat viele Menschen vor den sozialen Folgen der Pandemie. In den USA explodieren hingegen Arbeitslosigkeit und Armut.

Die Große Koalition hat mit einer entschlossenen Antikrisenpolitik schnell und weitgehend angemessen reagiert. Arbeitsminister Hubertus Heil hat die Kurzarbeit erleichtert und ausgeweitet. So wurden Massenentlassungen verhindert und viele Beschäftigten finanziell abgesichert.
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Lehrkräfte der Erwachsenen- und Weiterbildung – Beschäftigungsbedingungen, Qualifikationen, Kompetenzen

(14.07.2020) Die Datengrundlage über die Lehrenden in der Weiterbildung ist weiterhin recht lückenhaft. Mit einem neuen Projekt, das beim Deutschen Institut für Erwachsenenbildung (DIE) angesiedelt ist, soll die Datengrundlage verbessert werden. Bundesweit sollen mehrere tausend Beschäftigte in allen Kontexten der Weiterbildung repräsentativ ausgewählt und über einen Zeitraum von zunächst fünf Jahren begleitet werden.
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