Willkommen beim Netzwerk Weiterbildung

Wir bieten Informationen und Hilfen für alle Beteiligten bei Fragen der beruflichen und politischen Bildung und Weiterbildung.

Unser Ziel ist die Reflektion und Verbesserung der beruflichen Situation der Weiterbildungsbeschäftigten. Die Grundsätze unserer redaktionellen Arbeit finden sie unter Über uns/Aktuelles.

Aktuelle Nachrichten zur Entwicklung in der Weiterbildung finden sie unter Weiterbildung in Deutschland.



Bezahlte Ausbildung zur Erzieherin und zum Erzieher in Schleswig-Holstein

(17.09.2019) Der Ruf nach Fachkräften für Kita’s halt durch die Republik. Doch an den Bedingungen der Ausbildung für Erzieherinnen und Erzieher hapert es weiterhin. Normalerweise wird die Ausbildung an Berufsfachschulen durchgeführt. Staatliche Schulen sind zwar beitragsfrei. Doch im Gegensatz zu Ausbildungen im dualen System erhalten die Teilnehmer*innen keine Ausbildungsvergütung.

In Schleswig-Holstein soll nun an vier Regionalen Berufsbildungszentren und Berufsbildungszentren ein Modell erprobt werden, an denen „zunächst die Regionaldirektion Nord der Bundesagentur für Arbeit für zwei Jahre die Kosten“ übernimmt. „Im dritten Jahr können die Teilnehmenden ihren Lebensunterhalt über eine 4/5 Stelle finanzieren“, sagte die Bildungsministerin Karin Prien bei der Begrüßung der ersten Teilnehmer*innen in Neumünster.
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Vier von zehn Neueinstellungen sind befristet

(17.09.2019) Im Jahr 2018 waren 38 Prozent aller Neueinstellungen befristet. Gegenüber 2017 wäre das ein leichter Rückgang um 3 Prozentpunkte, so das Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) in einer aktuellen Studie. Die Änderung sei jedoch nur gering und eine Änderung im einstellungsverhalten der Betriebe nicht nachweisbar. Eventuell würden hier aber auch schon geplante Änderungen im Teilzeit- und Befristungsgesetz vorweggenommen, so das IAB. Denn besonders Betriebe mit mehr als 75 Beschäftigten würden deutlich weniger befristete Verträge abschließen.

Als Erklärung für sachgrundlose Befristungen spielt die verlängerte Probezeit eine wichtige Rolle. „Betriebe können ohne große Entlassungskosten Fähigkeiten und Motivation neu eingestellter Personen über längere Zeit beobachten“, so das IAB. Ein weiteres Indiz für die Annahme der verlängerten Probezeit seien die deutlich geringen finanziellen Mittel, die die Betriebe bei befristeten Einstellungen aufwenden würden. Und ein weiterer guter Grund, die sachgrundlose Befristung endlich abzuschaffen.
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Hände weg von der Umsatzsteuerbefreiung der allgemeinen und politischen Weiterbildung, Herr Scholz!

(13.09.2019) Die deutschen Steuerbehörden suchen offensichtlich nach neuen Steuerquellen und haben dabei die Weiterbildung entdeckt. Bisher sind die meisten Angebote in der allgemeinen und politischen Weiterbildung von der Umsatzsteuer befreit. Aber gerade in Zeiten, in denen die Weiterbildung in öffentlichen Stellungnahmen und Reden als unverzichtbar für die Gestaltung der Zukunft angepriesen wird, möchte der Fiskus die Teilnehmer*innen zur Kasse bitten.

Die Bundesregierung hat einen Gesetzesentwurf auf den parlamentarischen Weg gebracht, der die Richtlinien für eine Steuerbefreiung von Weiterbildung verschärft. Sicher von der Umsatzsteuer befreit sind demnach in Zukunft nur noch solche Kurse, die beruflich unmittelbar verwertbar sind oder der Sphäre des Schul- und Hochschulunterrichts zugeordnet werden können. Je nach Auslegung der Steuerbehörden könnten viele allgemeinbildende Kurse künftig als reine Freizeitgestaltung gelten und steuerlich belastet werden. „Volkshochschulen könnten gezwungen sein, die Kursgebühren entsprechend anzuheben“, erklärt der DVV-Vorsitzende. Die Verteuerung der Weiterbildung treffe vor allem Einkommensschwache, die sich vielfach ohnehin abgehängt fühlen.
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Weiterbildungsbeteiligung in Deutschland 2018 deutlich gestiegen

(05.09.2019) Das Bundesbildungsministerium hat eine neue Studie über das Weiterbildungsverhalten 2018 nach dem Konzept des Adult Education Survey (AES) veröffentlicht.

„Der Trendbericht ist im Wesentlichen in drei Teile gegliedert: a) Weiterbildung, b) Lebenslanges Lernen Erwachsener und c) Aktuelle Themen im Kontext des Bildungsmonitorings.“ Die Studie gliedert die Trendergebnisse nach der „Weiterbildungsbeteiligung in Deutschland (Kapitel 2), Informationen zu den Weiterbildungsaktivitäten (Kapitel 3), die Segmente von Weiterbildung (Kapitel 4), die Beteiligung verschiedener Bevölkerungsgruppen an Weiterbildung (Kapitel 5) sowie eine Beschreibung des Feldes der Weiterbildung auf Ebene der Weiterbildungsaktivitäten (Kapitel 6)“.
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Neue Vereinbarung der Allianz für Aus- und Weiterbildung unterzeichnet

(27.08.2019) Am 26. August haben Vertreter von Bundesregierung, den Ländern, Gewerkschaften und Wirtschaft die neue Vereinbarung der Allianz für Aus- und Weiterbildung 2019 - 2021 unterzeichnet. Als gemeinsam getragenes Selbstverständnis über die Rolle der Aus- und Weiterbildung erklären die Unterzeichner:

„Die Allianz für Aus- und Weiterbildung will als zentrale politische Plattform die Attraktivität, Qualität, Leistungsfähigkeit und Integrationskraft der dualen Ausbildung stärken. Sie trägt mit ihren Empfehlungen und Maßnahmen sowohl zur Fachkräftesicherung für den Wirtschaftsstandort Deutschland als auch zur erfolgreichen Teilhabe von jungen Menschen am Arbeitsleben bei. Die Partner der Allianz für Aus- und Weiterbildung handeln gemeinschaftlich sowie durch eigene Beiträge. Ihre bisher vereinbarten Ziele und in den letzten Jahren angestoßenen Maßnahmen werden die Partner ergänzend zu dieser Vereinbarung weiter verfolgen.“
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Arbeit mit Menschen muss deutlich aufgewertet werden

(27.08.2019) Der Arbeitsalltag von zwei Drittel aller Beschäftigten ist durch den direkten Kontakt mit anderen Menschen geprägt. Dabei geht es nicht um Kolleg*innen oder Vorgesetzte, sondern um Kund*innen, Patient*innen, Lernende und andere Personengruppen. Interaktionsarbeit, wie die Arbeit mit Menschen auch genannt wird, beruht auf aktiver Kooperation. Das Arbeitsergebnis ist immer auch davon abhängig, wie erfolgreich diese Zusammenarbeit gestaltet wird.

Der DGB Index Gute Arbeit von 2018 beschäftigt sich scherpunktmäßig mit dem Thema Interaktionsarbeit. Wie beurteilen Beschäftigte, die mit Kund*innen, Patient*innen, Lernende und anderen Personengruppen zu tun haben, ihre Arbeitssituation? Wie lässt sich die Arbeit mit Menschen gut gestalten? Zuallererst kommt es darauf an, die spezifischen Bedingungen interaktiver Arbeit zu erkennen und die Leistungen der Beschäftigten wertzuschätzen.
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Wer hauptsächlich Routinearbeiten im Job durchführt, nimmt nur selten an Weiterbildungen teil

(20.08.2019) Beschäftigte mit einem hohen Anteil an Routinetätigkeiten nehmen deutlich seltener an Weiterbildungen teil als Beschäftigte mit geringen Routineanteilen an der Arbeit. Woran liegt das, wollten die Forscher vom Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) wissen. Zwei erklärende Variablen standen zur Auswahl: Individuelle Merkmale wie Alter, Migrationshintergrund, berufliche Qualifikation oder betriebliche Charakteristika wie Weiterbildungsangebote des Unternehmens.

Das Ergebnis ist nach Ansicht der Forscher eindeutig. Ist ein Unternehmen allgemein aktiv in der Weiterbildungspolitik, wirkt sich das positiv auf Beschäftigte mit hohen Routinearbeiten aus. Noch wichtiger ist allerdings die Unterstützung durch das Unternehmen. Beschäftigte nehmen eher „an Weiterbildung teil, wenn ihr Arbeitgeber die Weiterbildungskosten (zumindest teilweise) übernimmt und/oder die Beschäftigten zur Teilnahme an Weiterbildung freistellt“, so die Forscher.
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